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Blattdürre bis Blätterkohle (Bd. 3, Sp. 28)
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Artikelverweis Blattdürre, frühzeitiges Gelbwerden und Absterben der Blätter, wird durch kleine Milben (Tetranychus) hervorgebracht, welche die Unterseite der Blätter mit sehr feinen Fäden überspinnen.
 
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Blatten, das Anlocken des Rehbocks durch den auf einem Buchen- oder sonstigen Blatt oder auf einem besondern Instrument (Blatter) nachgeahmten Ton der Ricke (Fiepen). Der Bock »springt aufs Blatt«, wird »aufs Blatten geschossen«. Vgl. Bierl, Die Blattjagd (2. Aufl., Köthen 1894).
 
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Blatter, s. Meyers Blatten.
 
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Blätterbruch, s. Meyers Spaltbarkeit.
 
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Blatterdrüse, s. Meyers Druse.
 
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Blätterdurchgang, s. Meyers Spaltbarkeit.
 
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Blättererz, Mineral, soviel wie Blättertellur.
 
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Blätterfische (Ophiocephalidae), Gattung der Stachelflosser, Fische mit ziemlich langem, vorn fast rundem Leib, plattem, oben mit Schilden bekleidetem Kopf, weit vorgerückten Augen, sehr langer Rücken- und Afterflosse und zugerundeter Schwanzflosse. Sie besitzen Hohlräume in den Köpfen, können längere Zeit außerhalb des Wassers leben und bewegen sich auf feuchtem Boden mittels der Brustflossen und des Schwanzes schlängelnd fort. Die B. finden sich von Indien bis China und auf den Malaiischen Inseln in fließenden und stehenden Gewässern. Der Schlangenkopf (Ophiocephalus punctatus Bl.), 3040 cm lang, oberseits grünlich-, unterseits weißlichgrau, mit dunklern Querbändern, lebt in Ostindien und auf Ceylon. In Bhutan, im SW. des Himalaja, lebt der Boratschnug (Grundfisch, Erdfisch) paarweise in Höhlen an Flüssen und gerät während der Regenzeit in Löcher, die später vom Wasser weit getrennt sind, und in denen er sich lange Zeit erhält. Er ist ungemein zählebig und erträgt die ärgsten Verstümmelungen. Das Fleisch der B. ist wohlschmeckend.
 
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Blatterflechte, s. Variolaria.
 
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Blätterkapitell, kelchförmiges Kapitell des gotischen Baustils, das mit Eichen-, Efeu-, Wein- oder Ahornblättern oder mit den knollenförmigen Steinblumen des gotischen Stiles plastisch verziert ist. Die naturalistisch gebildeten Blätter wurden grün oder bunt gefärbt oder vergoldet (s. Abbildung).
 
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Blätterkohle (Papierkohle, Dysodil), braune, dünnschieferige, leicht spaltende Kohle, zuweilen etwas tonig und kieselig und gleichsam ein von Erdpech durchdrungener Polierschiefer, gibt bei trockner Destillation bis zu 25 Proz. Teer, der auf Paraffin, Photogen und Solaröl verarbeitet wird (Teerkohle). Sie findet sich bei Rott am Siebengebirge, bei Climbach und Salzhausen im Vogelsberg, bei Sieblos in der Rhön, in Sizilien etc.

[Bd. 3, Sp. 29]


 

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