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Blasenfieber bis Blasenkrampf (Bd. 3, Sp. 22)
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Artikelverweis Blasenfieber, s. Pemphigus.
 
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Blasenfistel, s. Meyers Mastdarmblasenfistel u. Harnfistel.
 
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Blasenflechte, s. Meyers Flechte (Herpes).
 
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Blasenfüßer (Physopoda, Thysanoptera), Insektengruppe von sehr zweifelhafter Stellung im System, wird zu den Falschnetzflüglern gestellt und umfaßt winzige Tierchen mit zylindrischem Kopf, saugenden Mundwerkzeugen, sehr schmalen, stark befransten Flügeln, die bisweilen auch fehlen, und runden Hastscheiden statt der Klauen an den Füßen. Die B. leben auf Blättern, nehmen die zarte Oberhaut derselben weg und erzeugen dadurch oft bedeutenden Schaden. Der Getreideblasenfuß (Thrips cerealium Halid., s. Tafel Meyers »Falschnetzflügler«, Fig. 4), 2 mm lang, nur beim Weibchen geflügelt, schwarzbraun, verursacht auf Roggen und Weizen das Fehlschlagen zahlreicher Körner und zerstört auch die Halme über dem obersten Knoten. Das auf dem Feld überwinterte Weibchen setzt im Frühjahr seine Eier ab; die Larve ist orangegelb, am Kopf, am Vorderrücken und an der Hinterleibsspitze schwarz. Der rotschwänzige Blasenfuß (schwarze Fliege, Heliothrips haemorrhoidalis Bouché), 1,25 mm lang, schwarzbraun mit trübweißen Flügeln, lebt auf Palmen, Farnen, Azalien. Das Weibchen legt seine Eier auf die Unterseite der Blätter, und nach 810 Tagen schlüpfen die blaß rötlichgelben Larven aus. Der gelbbraune Dracänenblasenfuß (H. Dracaenae Halid.) lebt auf der Unterseite von Dracänenblättern. Trockne Luft begünstigt die Vermehrung der B. ungemein und daher nimmt die schwarze Fliege häufig an Zimmerpflanzen überhand; man räuchert zu ihrer Vertilgung mit Insektenpulver, das man auf heißes, aber nicht glühendes Eisen streut, wäscht mit Tabakabkochung oder verdünnter Insektenpulvertinktur, schneidet stark befallene Zweige oder Blätter ganz weg und stellt die Pflanze, wenn möglich, eine Zeitlang an einem schattigen, geschützten, etwas feuchten Ort ins Freie.
 
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Blasengrün, soviel wie Saftgrün.
 
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Blasenhals, s. Meyers Harnblase.
 
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Blasenhämorrhoiden, s. Meyers Blutharnen.
 
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Blasenkäfer (Meloidae, Cantharidae), Käferfamilie, deren Arten eine eigentümliche Metamorphose durchmachen. Die sehr zahlreichen Eier werden in den Sand oder an den Ausgang von Bienennestern gelegt. Im erstern Fall erklimmt die mit scharfen Kiefern, sechs langen Beinen und zum Springen dienenden Schwanzborsten versehene Larve eine Blume, um von dieser auf eine Biene überzugehen, die sie in ihren Bau trägt. In dem Moment, wo die Biene ihr Ei in die mit Honig gefüllte Zelle legt, um sie gleich darauf zu bedeckeln, geht die Larve auf das Ei über; sie verzehrt dessen Inhalt, verwandelt sich bei der ersten Häutung in eine walzige, fast fußlose Made und nährt sich von dem Honig. Sie unterliegt nun einer Hypermetamorphose, indem sich ihre Körperhaut hebt und sich in derselben eine harthäutige Puppe ausbildet. In letzterer entwickelt sich eine weichhäutige Larve, und diese verwandelt sich in eine wahre Puppe. Die Käfer sind meist lebhaft gefärbt und haben einen herzförmigen oder dreiseitigen, nach hinten halsartig verengerten Kopf und biegsame, manchmal den Körper unvollkommen bedeckende Flügeldecken, die breiter sind als das Halsschild. Mehr als 800 Arten sind in den wärmern Gegenden zahlreich vertreten und über alle Erdteile verbreitet, sie ernähren sich von Blättern, einige von den Befruchtungsteilen der Blüten und enthalten meist blasenziehendes Kantharidin. Hierher gehören der Maiwurm u. die Spanische Fliege.
 
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Blasenkatarrh, s. Meyers Harnblase.
 
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Blasenkirsche, s. Physalis.
 
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Blasenkrampf, s. Meyers Harnblase.

 

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