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Blasel bis Blasenfüßer (Bd. 3, Sp. 22)
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Artikelverweis Blasel, Karl, Schauspieler, geb. 10. Okt. 1831 in Wien, bildete sich ursprünglich zum Chorsänger aus, widmete sich aber seit 1849 dem Theater und fand 1850 sein erstes Engagement in Laibach. Nachdem er eine Zeitlang Naturburschen und jugendliche Liebhaber gespielt, ging er zum komischen Fach über, in dem sich seine Begabung bald zu einer eigenartigen Spezialität entwickelte, besonders nachdem er 1863 an das Theater an der Wien engagiert worden war. Hier errang er sich durch seine komischen Charakterfiguren in Lokalpossen und deutschen und französischen Operetten eine erste Stelle in der Reihe der Wiener Komiker, die ihre größten Erfolge durch die drastischen Mittel der Parodie und durch burleske Darstellung erzielten. Nachdem er sodann eine Reihe von Jahren dem Carl-Theater angehört hatte, übernahm er 1885 die Direktion des Josephstädter und 1888 die des Carl-Theaters, die er aber bald wieder niederlegte, um nur noch seine künstlerische Tätigkeit dieser Bühne zu widmen.
 
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Blasenausschlag, soviel wie Pemphigus.
 
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Blasenbaum, s. Colutea.
 
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Blasendorf (Balázsfalva), Großgemeinde im ungar. Komitat Unterweißenburg (Siebenbürgen), an der Eisenbahn Klausenburg-Kronstadt und am Zusammenfluß der Großen und Kleinen Kokel, besteht aus der sogen. Stadt und dem Dorf B., ist Sitz des griechisch-kath. Erzbischofs von Siebenbürgen, hat ein Domkapitel, Bezirksgericht, griechisch-kath. Obergymnasium, Seminar, Präparandie, Basilianerkloster und (1901) 3266 rumänische und magyar. Einwohner.
 
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Blasenentzündung, s. Meyers Harnblase.
 
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Blasenfarben, im breiförmigen Zustand befindliche Farben, die früher in Blasen, jetzt in kleinen Zinnbüchsen in den Handel kommen.
 
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Blasenfarn, s. Cystopteris.
 
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Blasenfieber, s. Pemphigus.
 
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Blasenfistel, s. Meyers Mastdarmblasenfistel u. Harnfistel.
 
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Blasenflechte, s. Meyers Flechte (Herpes).
 
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Blasenfüßer (Physopoda, Thysanoptera), Insektengruppe von sehr zweifelhafter Stellung im System, wird zu den Falschnetzflüglern gestellt und umfaßt winzige Tierchen mit zylindrischem Kopf, saugenden Mundwerkzeugen, sehr schmalen, stark befransten Flügeln, die bisweilen auch fehlen, und runden Hastscheiden statt der Klauen an den Füßen. Die B. leben auf Blättern, nehmen die zarte Oberhaut derselben weg und erzeugen dadurch oft bedeutenden Schaden. Der Getreideblasenfuß (Thrips cerealium Halid., s. Tafel Meyers »Falschnetzflügler«, Fig. 4), 2 mm lang, nur beim Weibchen geflügelt, schwarzbraun, verursacht auf Roggen und Weizen das Fehlschlagen zahlreicher Körner und zerstört auch die Halme über dem obersten Knoten. Das auf dem Feld überwinterte Weibchen setzt im Frühjahr seine Eier ab; die Larve ist orangegelb, am Kopf, am Vorderrücken und an der Hinterleibsspitze schwarz. Der rotschwänzige Blasenfuß (schwarze Fliege, Heliothrips haemorrhoidalis Bouché), 1,25 mm lang, schwarzbraun mit trübweißen Flügeln, lebt auf Palmen, Farnen, Azalien. Das Weibchen legt seine Eier auf die Unterseite der Blätter, und nach 810 Tagen schlüpfen die blaß rötlichgelben Larven aus. Der gelbbraune Dracänenblasenfuß (H. Dracaenae Halid.) lebt auf der Unterseite von Dracänenblättern. Trockne Luft begünstigt die Vermehrung der B. ungemein und daher nimmt die schwarze Fliege häufig an Zimmerpflanzen überhand; man räuchert zu ihrer Vertilgung mit Insektenpulver, das man auf heißes, aber nicht glühendes Eisen streut, wäscht mit Tabakabkochung oder verdünnter Insektenpulvertinktur, schneidet stark befallene Zweige oder Blätter ganz weg und stellt die Pflanze, wenn möglich, eine Zeitlang an einem schattigen, geschützten, etwas feuchten Ort ins Freie.

 

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