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Blas bis Blasenbaum (Bd. 3, Sp. 21 bis 22)
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Artikelverweis Blas., bei Tiernamen Abkürzung für J. H. Blasius (s. d.).
 
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Blasche, Bernhard Heinrich, Pädagog, geb. 9. April 1766 in Jena. gest. 26. Nov. 1832 in Waltershausen (Sohn von Johann Christian B., Professor der Theologie und Philosophie und Rektor der lateinischen Stadtschule zu Jena, gest. 1795), war 17961810 Lehrer an Salzmanns Erziehungsanstalt zu Schnepfenthal und betrieb dort neben Schulausflügen in die freie Natur mit Vorliebe den Unterricht der Knaben in der Handarbeit (s. Meyers Arbeitsschulen). Seine bekanntesten Schriften sind: »Der Papparbeiter« (Schnepfenthal 1797; 5. Aufl., Stuttg. 1847); »Werkstätte der Kinder« (Gotha 18001802, 4 Bde.); »Der technologische Jugendfreund« (Frankf. 18041810, 5 Bde.); »Der Papierformer« (Schnepfenthal 1819); »Naturbildung« (Leipz. 1815); »Handbuch der Erziehungswissenschaft« (Gießen 182224, 2 Bde.). In der Philosophie folgte er Schelling.
 
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Bläschen, Purkinjesches, das Keimbläschen, der Kern des Eies (s. d.).
 
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Bläschenausschlag (Beschälausschlag, Exanthema aphthosum contagiosum) der Pferde und Rinder entsteht durch Ansteckung bei der Begattung. Erscheinungen sind Fieber, Anschwellung und Rötung der Scheidenschleimhaut, bez. Vorhaut, Bildung von Bläschen, später von Geschwüren ebenda und Ausfluß aus den Geschlechtsteilen. Die Krankheit verläuft stets günstig, ohne Nachteile zu hinterlassen, und dauert bei passender Behandlung 23 Wochen; der Ausbruch erfolgt 411 Tage nach der Ansteckung. Früher wurde die Krankheit irrtümlich der Beschälseuche (s. d.) als sogen. gutartige Form derselben beigezählt. Neuerdings tritt bei Rindern ein infektiöser Scheidenkatarrh (s. d.) auf, der mit B. nicht identisch ist. Nach dem Reichs-Viehseuchengesetz sind die Erkrankungen der Polizeibehörde anzuzeigen und die erkrankten Tiere bis zur amtlichen Feststellung der Genesung von der Begattung auszuschließen.
 
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Bläschenflechte, s. Meyers Flechte (Herpes).
 
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Bláschki, Stadt im polnisch-russ. Gouv. Kalisch, südöstlich von der Stadt Kalisch, mit (1897) 4008 Einw.
 
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Blase (Vesīca), bei den Tieren ein häutiges Behältnis für Flüssigkeiten, z. B. Gallenblase; im engern Sinne die Harnblase; bei den Fischen soviel wie Schwimmblase. In der Heilkunde nennt man Blasen (bullae) Erhebungen der Oberhaut von der unterliegenden Lederhaut mit wasserhellem oder gelbem, manchmal blutig-serösem Inhalte. Die B. platzt sehr bald, oder der Inhalt trocknet allmählich ein, indem die vorher gespannte Oberhaut sich runzelt und einsinkt. Schließlich wird diese abgestoßen, nachdem gesunde Oberhaut nachgewachsen ist. Eiterig gewordener Inhalt einer B. vertrocknet zur Kruste, unter der die Eiterbildung noch längere Zeit fortdauern kann, so daß ein Geschwür entsteht, oder es bildet sich bald neue Oberhaut darunter, worauf die Kruste abfällt. Blasen entstehen durch Quetschung (Blutblase), Reibung, durch Druck (von engen Stiefeln), durch Verbrennung, bei starker Sonnenhitze (Hitzbläschen), bei Einwirkung von blasenziehenden Mitteln, bei der Rose oder beim brandigen Absterben (Brandblasen) etc., treten aber auch als selbständige Krankheit (Pemphigus) auf. Sehr kleine Blasen (Bläschen) kommen bei Hautausschlägen (Ekzem, Gürtelausschlag, Wasserblattern, Frieseln) vor; sie begleiten gewisse fieberhafte Krankheiten, wie die Lungenentzündung etc. Kristallbläschen (Miliaria crystallina) zeigen sich bei Typhus- und andern Kranken oft in großer Zahl in der Schlüsselbein- und Unterbauchgegend und entstehen dadurch, daß der Schweiß die etwas spröde Oberhaut leicht abhebt, statt sich über dieselbe zu ergießen (Sudamina). Behandlung verlangen Blasen als solche nur, wenn sie das Hauptleiden bilden, wie bei Verbrennungen und Druck. Man überläßt sie sich selbst, oder wenn sie eröffnet sind, schützt man die entblößte Hautstelle durch Bleiwasserumschläge, Läppchen mit Karbolöl oder trockne Watte. In der Technik heißt B. der kupferne Kessel

[Bd. 3, Sp. 22]


der Destillationsapparate, der die zu destillierende Flüssigkeit aufnimmt (s. Meyers Destillation).
 
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Blasebalg, s. Meyers Gebläse.
 
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Blasel, Karl, Schauspieler, geb. 10. Okt. 1831 in Wien, bildete sich ursprünglich zum Chorsänger aus, widmete sich aber seit 1849 dem Theater und fand 1850 sein erstes Engagement in Laibach. Nachdem er eine Zeitlang Naturburschen und jugendliche Liebhaber gespielt, ging er zum komischen Fach über, in dem sich seine Begabung bald zu einer eigenartigen Spezialität entwickelte, besonders nachdem er 1863 an das Theater an der Wien engagiert worden war. Hier errang er sich durch seine komischen Charakterfiguren in Lokalpossen und deutschen und französischen Operetten eine erste Stelle in der Reihe der Wiener Komiker, die ihre größten Erfolge durch die drastischen Mittel der Parodie und durch burleske Darstellung erzielten. Nachdem er sodann eine Reihe von Jahren dem Carl-Theater angehört hatte, übernahm er 1885 die Direktion des Josephstädter und 1888 die des Carl-Theaters, die er aber bald wieder niederlegte, um nur noch seine künstlerische Tätigkeit dieser Bühne zu widmen.
 
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Blasenausschlag, soviel wie Pemphigus.
 
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Blasenbaum, s. Colutea.

 

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