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Blankenburg, Heinrich von bis Blanke Waffen (Bd. 3, Sp. 19)
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Artikelverweis Blankenburg, Heinrich von, Geschichtschreiber, geb. 7. Okt. 1820 bei Köln, gest. 5. Jan. 1897 in Breslau, trat in das preußische Ingenieurkorps und leitete 185057 den Bau der Stammburg Hohenzollern, kam 1857 zum Generalstab und nahm, zum Oberstleutnant ernannt, den Abschied. Seitdem lebte er in Breslau, bis 1890 als Redakteur der »Schlesischen Zeitung«, der 1870/71 seine Kriegsberichte und Kritiken besondern Wert verliehen. 187073 war B. freikonservatives Mitglied des Abgeordnetenhauses. 1888 ward er geadelt. Er schrieb: »Der deutsche Krieg von 1866« (Leipz. 1868); »Die innern Kämpfe der nordamerikanischen Union bis zur Präsidentenwahl 1868« (das. 1869).
 
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Blankenēse, Dorf im preuß. Regbez. Schleswig, Kreis Pinneberg, in romantischer Lage an der Elbe (s. Karte »Umgebung von Hamburg«), an der Staatsbahnlinie Altona-Wedel und einer elektrischen Straßenbahn nach Altona, hat eine evang. Kirche, eine Realschule, viele Landhäuser der Hamburger, Amtsgericht, ein Strandamt, Fischerei und Reederei und (1900) 4736 Einw. Dabei der Süllberg (76 m hoch), mit schöner Aussicht, auf dem Erzbischof Adalbert 1061 eine Festung erbauen ließ, und der Vaursberg (92 m). Vgl. Ehrenberg, Aus der Vorzeit von B. etc. (Hamb. 1897).
 
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Blankenhain, Stadt und Luftkurort im Großherzogtum Sachsen-Weimar, Verwaltungsbezirk Weimar, an der Eisenbahn Berka-B., 347 m ü. M., hat 2 evang. Kirchen, ein altes Schloß (jetzt Irrenanstalt), Amtsgericht, Porzellan-, Holzdraht- und Mooskranzfabrikation, Bierbrauerei und (1900) 3217 fast nur evang. Einwohner. B. war ehemals Hauptort der Grafschaft B., die seit 1416 einer Seitenlinie der Grafen von Gleichen gehörte, nach deren Aussterben 1631 sie an die Grafen von Hatzfeld als Mainzer Lehen fiel. 1803 ward B. von Preußen in Besitz genommen, kam aber 1807 mit dem Fürstentum Erfurt unter französische Herrschaft. 1813 ward es zwar wieder von Preußen besetzt, aber 1815 an Sachsen-Weimar-Eisenach abgetreten; nur das Amt Wandersleben ward dem Regbez. Erfurt einverleibt.
 
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Blankenheim, Flecken und Luftkurort im preuß. Regbez. Aachen, Kreis Schleiden, am Ursprung der Ahr und an der Staatsbahnlinie Köln-Stadtkyll, 471 m ü. M., hat 2 kath. Kirchen, Amtsgericht, Oberförsterei, Gerberei und (1900) 559 Einw. B. war Hauptort der ehemaligen Grafschaft B., die seit 1469 im Besitz der Grafen von Manderscheid, seit 1780 der Grafen von Sternberg war.
 
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Blankenheimer Auszehrungskräuter, s. Galeopsis.
 
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Blankenhorn, Burgruine, s. Meyers Güglingen.
 
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Blänkern, s. Meyers Plänkeln.
 
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Blankets (engl.), geköperter, weißwollener Deckenstoff mit roten eingewebten Kanten, 12 Ketten- und 6 Schußfäden auf 1 cm. Kette Streichgarn 6000 m, Schuß Streichgarn 1500 m auf 1 kg. Die Ware wird kräftig gewalkt und gut gerauht.
 
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Blankett (franz. Carte blanche, engl. Blank charter, ital. Carta bianca), ein zur Ausfüllung bestimmtes Stück Papier, ein nur mit einer Namensunterschrift versehenes leeres Blatt Papier, endlich eine unvollständige Urkunde. Nach § 269 des Reichsstrafgesetzbuches wird wegen unbefugter Blankettausfüllung bestraft, wer einem mit der Unterschrift eines andern versehenen Papierunbefugt einen urkundlichen Inhalt gibt oder bei der Ausfüllung desselben über den Umfang seiner Befugnis hinausgeht. Auch soviel wie Blankowechsel (s. d.).
 
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Blankettstrafgesetze, diejenigen Gesetze, die nur die Strafandrohung enthalten, während die Ausstellung der Normen, deren Verletzung unter jene fallen sollen, anderweitigen Bestimmungen vorbehalten bleibt. Derartige B. finden sich im Reichsstrafgesetzbuch (§ 145, 327, 328 etc.) und in zahlreichen strafrechtlichen Nebengesetzen.
 
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Blanke Waffen, im Gegensatze zu den Feuerwaffen, bei der Infanterie das Bajonett und der Degen, bei der Reiterei der Säbel, Pallasch und die Lanze.

 

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