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Blankenberg bis Blankets (Bd. 3, Sp. 18 bis 19)
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Artikelverweis Blankenberg, früher Name von Blâmont (s. d.).
 
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Blankenberghe, Fischerdorf und Seebad in der belg. Provinz Westflandern, Arrond. Brügge, an der Nordsee, 13 km nordöstlich von Ostende, an der Staatsbahnlinie Brügge-Heyst, hat einen Hafen mit Leuchtturm, Schiffbau, eine Staatsknabenmittelschule und (1900) 5048 Einw.; wird jetzt jährlich von ca. 25,000 Gästen (meist Deutsche) besucht. Die mit Ziegelsteinen gepflasterten Dünen bilden eine etwa 2 km lange Promenade mit vielen Neubauten (für die Gäste), in deren Mitte sich das Kurhaus (Kasino) befindet, und einem 350 m langen Pier. Der Kanal von B., 12,1 km lang, führt von der Küste zu dem Brügge mit Ostende verbindenden Kanal.
 
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Blankenburg, 1) (B. am Harz) Kreisstadt im Luftkurort im Herzogtum Braunschweig, am Nordrande

[Bd. 3, Sp. 19]


des Harzes und an der Eisenbahn Halberstadt-B.-Tanne, 234 m ü. M., hat 2 evangelische und eine kath. Kirche, ein Schloß auf dem Blankenstein, mit Tiergarten, Gymnasium, Musikschule, 2 Nervenheilanstalten, Amtsgericht, Kreisdirektion, Oberforstamt, Elektrizitätswerk, Eisensteingruben, Kunstgießerei (Harzer Werke), Sandsteinbrüche, Steinhauerei, Bierbrauerei, Ziegelbrennerei, Garten- und Obstbau, Samenhandel und (1900) mit der Garnison (ein Infanteriebataillon Nr. 165) 10,173 meist evang. Einwohner. In der Umgegend befinden sich im O. die Klippenreihe der Teufelsmauer, mit Aussicht vom Großvaterstuhl (319 m) und Sandsteinbrüchen, im N. der Regenstein (s. d.), im W. der Ziegenkopf (408 m), mit Aussichtsturm und Wirtshaus, der Eichenberg (426 m), mit Aussichtsturm (Kaiserwarte), und noch weiter das ehemalige Kloster Michaelstein (jetzt Domäne). B. bildete früher unter dem Namen Hartingau eine Grafschaft und war Lehen des Bistums Halberstadt. Zu Anfang des 12. Jahrh. mit der Grafschaft Regenstein vereinigt, gehörte B. von 11921368 einer Seitenlinie an. Nach dem Tode des letzten Grafen, Johann Ernst, fiel die Grafschaft 1599 dem Herzog von Braunschweig zu. 1690 ward B. Ludwig Rudolf, dem zweiten Sohn Anton Ulrichs von Wolfenbüttel, übergeben, 1707 zum Fürstentum erhoben und 171431 selbständig regiert, dann aber, weil Ludwig Rudolf Herzog wurde, für immer mit Braunschweig vereint. In B. wohnte Ludwig XVIII. als Graf von Lille vom 24. Aug. 1796 bis 10. Febr. 1798. Von 180713 gehörte B. zum Königreich Westfalen. Vgl. Leibrock, Chronik der Stadt und des Fürstentums B. (Blankenb. 1864); Steinhoff, Geschichte der Grafschaft B. etc. (Quedlinb. 1891). 2) (B. in Thüringen) Stadt und Luftkurort in der schwarzburg-rudolstädt. Oberherrschaft, am Zusammenfluß der Rinne u. Schwarza, am Eingang in das Schwarzatal, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Arnstadt-Saalfeld u. B.-Schwarza, 226 m ü. M., hat eine evang. Kirche, ein Denkmal des Fürsten Georg von Schwarzburg-Rudolstadt und des Pädagogen Fr. Fröbel, ein Moorbad, Holzwaren- und Schlauchfabrikation, Holzschleiferei, Gerberei, Wollspinnerei, Maschinenfabrik, Steinbrüche, Sägemühlen und (1900) 2808 Einw. In der schönen Umgegend viele Villen. Nördlich liegt auf einem 160 m hohen Kalkfelsen die große Ruine des Schlosses Greifenstein, eine der schönsten Ruinen Thüringens (s. den Plan bei Art. »Burg«). Von Heinrich I. erbaut, war das Schloß von 12751583 der Sitz einer Seitenlinie der Grafen von Schwarzburg, der beide jetzt regierenden Linien entstammen.
 
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Blankenburg, Heinrich von, Geschichtschreiber, geb. 7. Okt. 1820 bei Köln, gest. 5. Jan. 1897 in Breslau, trat in das preußische Ingenieurkorps und leitete 185057 den Bau der Stammburg Hohenzollern, kam 1857 zum Generalstab und nahm, zum Oberstleutnant ernannt, den Abschied. Seitdem lebte er in Breslau, bis 1890 als Redakteur der »Schlesischen Zeitung«, der 1870/71 seine Kriegsberichte und Kritiken besondern Wert verliehen. 187073 war B. freikonservatives Mitglied des Abgeordnetenhauses. 1888 ward er geadelt. Er schrieb: »Der deutsche Krieg von 1866« (Leipz. 1868); »Die innern Kämpfe der nordamerikanischen Union bis zur Präsidentenwahl 1868« (das. 1869).
 
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Blankenēse, Dorf im preuß. Regbez. Schleswig, Kreis Pinneberg, in romantischer Lage an der Elbe (s. Karte »Umgebung von Hamburg«), an der Staatsbahnlinie Altona-Wedel und einer elektrischen Straßenbahn nach Altona, hat eine evang. Kirche, eine Realschule, viele Landhäuser der Hamburger, Amtsgericht, ein Strandamt, Fischerei und Reederei und (1900) 4736 Einw. Dabei der Süllberg (76 m hoch), mit schöner Aussicht, auf dem Erzbischof Adalbert 1061 eine Festung erbauen ließ, und der Vaursberg (92 m). Vgl. Ehrenberg, Aus der Vorzeit von B. etc. (Hamb. 1897).
 
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Blankenhain, Stadt und Luftkurort im Großherzogtum Sachsen-Weimar, Verwaltungsbezirk Weimar, an der Eisenbahn Berka-B., 347 m ü. M., hat 2 evang. Kirchen, ein altes Schloß (jetzt Irrenanstalt), Amtsgericht, Porzellan-, Holzdraht- und Mooskranzfabrikation, Bierbrauerei und (1900) 3217 fast nur evang. Einwohner. B. war ehemals Hauptort der Grafschaft B., die seit 1416 einer Seitenlinie der Grafen von Gleichen gehörte, nach deren Aussterben 1631 sie an die Grafen von Hatzfeld als Mainzer Lehen fiel. 1803 ward B. von Preußen in Besitz genommen, kam aber 1807 mit dem Fürstentum Erfurt unter französische Herrschaft. 1813 ward es zwar wieder von Preußen besetzt, aber 1815 an Sachsen-Weimar-Eisenach abgetreten; nur das Amt Wandersleben ward dem Regbez. Erfurt einverleibt.
 
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Blankenheim, Flecken und Luftkurort im preuß. Regbez. Aachen, Kreis Schleiden, am Ursprung der Ahr und an der Staatsbahnlinie Köln-Stadtkyll, 471 m ü. M., hat 2 kath. Kirchen, Amtsgericht, Oberförsterei, Gerberei und (1900) 559 Einw. B. war Hauptort der ehemaligen Grafschaft B., die seit 1469 im Besitz der Grafen von Manderscheid, seit 1780 der Grafen von Sternberg war.
 
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Blankenheimer Auszehrungskräuter, s. Galeopsis.
 
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Blankenhorn, Burgruine, s. Meyers Güglingen.
 
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Blänkern, s. Meyers Plänkeln.
 
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Blankets (engl.), geköperter, weißwollener Deckenstoff mit roten eingewebten Kanten, 12 Ketten- und 6 Schußfäden auf 1 cm. Kette Streichgarn 6000 m, Schuß Streichgarn 1500 m auf 1 kg. Die Ware wird kräftig gewalkt und gut gerauht.

 

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