Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Blanchebai bis Blankahorn (Bd. 3, Sp. 18)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Blanchebai, Einschnitt in die Nordostküste der Gazellehalbinsel von Neupommern, im deutschen Bismarck-Archipel, 14 km lang, 7 km breit, rings von hohen Ufern eingefaßt. Am Nordrand erheben sich drei ansehnliche Vulkane, die 800 m hohe »Mutter« mit ihren beiden »Töchtern«, an deren Fuß die Insel Matupi (s. d.) liegt. Mitten in der Bai erheben sich zwei Felsen, die »Bienenkörbe«; 1878 entstand auch die aus Bimsstein bestehende »Vulkaninsel« (Ghaie). Die West- und Südküste ist eine fruchtbare, allmählich zum Varzinberg aufsteigende Hochebene. An der B. bestehen bereits die Stationen Herbertshöhe (s. d.), Malagunan, Karawara, Raluana, Ralum (s. d.).
 
Artikelverweis 
Blanchieren (franz., spr. blangsch-), Nahrungsmittel kurze Zeit mit Wasser kochen, um sie für die Zubereitung handlicher zu machen, oder um, wie beim Gemüse, nicht zuträgliche Bestandteile zu beseitigen.
 
Artikelverweis 
Blanchinĭus, s. Meyers Bianchini.
 
Artikelverweis 
Blanckenburg, Moritz Karl Henning von, konservativer Politiker, geb. 25. Mai 1815 auf dem Familiengut Zimmerhausen in Pommern, gest. daselbst 3. März 1888, studierte die Rechte, verließ aber 1843 den Justizdienst, um die Verwaltung der väterlichen Güter zu übernehmen. 185173 Mitglied des Abgeordnetenhauses, 186773 auch des norddeutschen und deutschen Reichstags, schloß er sich der äußersten Rechten an und ward allmählich ihr Führer. Als Bismarck den Kampf gegen die römische Hierarchie begann und die Gesetze über Schulaufsicht, Zivilehe u. a. vorlegte, zog sich B. vom politischen Leben gänzlich zurück, da er sich an dieser Politik des ihm befreundeten Reichskanzlers nicht beteiligen mochte.
 
Artikelverweis 
Blanc-manger (franz., spr. blang-mangschē, »weißes Essen«), aus Sahne, Mandelmilch etc. mit Hausenblase oder Stärkemehl, Vanille etc. bereitetes Gelee.
 
Artikelverweis 
Blanco, s. Meyers Blanko.
 
Artikelverweis 
Blanco, Präsident von Venezuela, s. Meyers Guzman Blanco.
 
Artikelverweis 
Blanco, Kap (»Weißes Vorgebirge«), Vorgebirge an der Nordwestküste von Afrika, unter 20°45' nördl. Br., an der Südspitze einer Landzunge, welche die Bahia del Galgo (Baie du Lévrier) einschließt. Das Kap bildet die Südgrenze der spanischen Saharaküste.
 
Artikelverweis 
Blandbill (spr. blännd-, auch Alisonbill), ein nordamerikan. Münzgesetz vom 28. Febr. 1878, benannt nach seinem Urheber, dem Deputierten Richard Parks Bland (geb. 1835 in Ohio, gest. 1899; Biographie von Byars, 1900), bezweckte, daß der Silberdollar wieder gesetzliches Zahlmittel werden sollte, und bestimmte, daß auf Rechnung des Schatzamtes monatlich mindestens 2 Mill. und höchstens 4 Mill. Silberdollar im Wertverhältnis von 1:15,988 geprägt, in Umlauf gebracht werden und an allen öffentlichen Kassen als gesetzliches Zahlungsmittel gelten sollten. Gleichzeitig wurde das Schatzamt ermächtigt, gegen Hinterlegung von Silbermünzen Depositenscheine (Silberzertifikate) auszugeben. An Stelle der B. trat die Silberbill (Windombill) vom 13. Aug. 1890, nach der monatlich Silberbullion im Gesamtbetrag von 41/2 Mill. Unzen zu einem Marktpreis angekauft werden sollten, der einen Dollar für 3713/4 Gran Feinsilber nicht übersteigen durfte. Als Zahlung konnten Schatzamtsnoten in Appoints von 11000 Doll. ausgegeben werden, die auf Verlangen in Münze einlösbar waren und, wenn eingelöst, von neuem ausgegeben werden konnten. Bis 1. Juli 1891 wurden monatlich 2 Mill. Unzen in Standard-Silberdollars geprägt; von da ab wurde die Prägung nur nach Bedarf für Einlösung von Schatzamtsnoten fortgesetzt. 1894 wurde das Gesetz wieder aufgehoben.
 
Artikelverweis 
Blandrāta (eigentlich Biandrata), Giorgio, Stifter der Unitarier in Polen und Siebenbürgen, geb. um 1515 zu Saluzzo in Piemont, gest. nach 1585, aus adligem Geschlecht, mußte wegen freierer Religionsansichten sein Vaterland verlassen und bekannte sich in Genf zu Calvins Lehren. Wegen seiner antitrinitarischen Meinungen mit diesem zerfallen, begab er sich 1558 nach Polen und von da, auf Calvins Anstiften verfolgt, 1563 nach Siebenbürgen, wo ihn Fürst Johann Siegmund zu seinem Leibarzt machte. Hier verschaffte er den Unitariern freie Religionsübung und gewann bedeutenden Einfluß. B. hat einige Abhandlungen und sozinianische Kontroversschriften hinterlassen.
 
Artikelverweis 
Blankahorn, Berg, s. Meyers Silvretta-Alpen.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: