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Bläken bis Blanc, Le (Bd. 3, Sp. 16 bis 17)
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Artikelverweis Bläken, s. Meyers Zungenstrecken der Pferde.
 
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Blaker, Wandleuchter mit einer an der Wand zu befestigenden, meist künstlerisch verzierten Platte aus Metall oder Porzellan, die den Lichtstrahl zurückwirft.
 
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Blakiston (spr. blë-), Thomas Wright, engl. Forschungsreisender, geb. 27. Dez. 1832 in Lymington (Hants), gest. 15. Okt. 1891 in San Diego (Kalifornien), trat 1851 in die Militärakademie von Woolwich, wurde Artillerieoffizier, nahm am Krimkriege teil, erforschte 185758 als Mitglied der Palliserexpedition das kanadische Felsengebirge, kam während des englisch-chinesischen Krieges nach Kanton und leitete nach dem Friedensschluß 1861 eine erfolgreiche Forschungsreise nach dem mittlern u. obern Jangtsekiang. Später betrieb er in Japan wirtschaftliche Unternehmungen, bes. den Bau von Sägemühlen, und siedelte schließlich nach den Vereinigten Staaten über. Er veröffentlichte: »Report on the exploration of two passes through the Rocky Mountains« (Woolwich 1859) und »Fife months on the Yang-Tsze with a narrative of the exploration of its upper waters« (Lond. 1862).
 
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Blåkulla (spr. blo-, »blauer Hügel, Blocksberg«), Felsenklippe auf der kleinen Insel Brattö im Kalmarsund (Südschweden), 7 km von der Insel Öland, steht in Schweden in ähnlichem Ruf als Vergnügungsort der Hexen und Unholde wie der Brocken in Deutschland.
 
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Blâme (franz., »Tadel«), üble Nachrede, Schimpf mit dem Nebenbegriff der Lächerlichkeit; ebenso das nichtfranzösische Blamage (spr. -māsch'); blamieren, bloßstellen, lächerlich machen (franz. nur: rügen, tadeln); blamabel, tadelnswert.
 
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Blâmont (spr. -móng, Blankenberg), Stadt im franz. Depart. Meurthe-et-Moselle, Arrond. Lunéville, an der Vezouze und der Ostbahn, 270 m ü. M., mit Baumwollweberei, Gerberei, Korbflechterei und (1901) 1649 Einw. B., dessen Festungswerke 1639 vom Herzog Bernhard von Weimar geschleift wurden, war früher Residenz des Fürsten von Salm-Salm.
 
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Blanc (franz., spr. blang), Weiß, weiße Farbe; sehr kräftige helle Fleischbrühe aus Kalbfleisch und Geflügel für helle Saucen. B. de baleine, Walrat; B. de fard, d'Espagne, basisch salpetersaures Wismut; B. de Meudon, B. de Troyes, als Farbe benutzte weiße Kreide; B. de neige, zum Polieren von Glas benutztes Zinkoxyd; B. fixe, Barytweiß.
 
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Blanc (franz., spr. blang), bis ins 16. Jahrh. franz. Silbermünze, die als »Weißgroschen« mit wechselndem Gepräge 1350 neben den gros tournois trat; der Name ging in den Stücken von 21/2 Sols = six blancs unter. Silbertaler von 16411709 = 3 Frank hießen écus blancs oder auch louis blancs zum Unterschied von Goldtalern. Im englischen Silbergewicht ist B. (Blank) die kleinste Einheit, = 1/24 Periot (s. d.).
 
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Blanc (spr. blang), 1) Ludwig Gottfried, roman. Philolog, geb. 19. Sept. 1781 in Berlin von französischen Eltern, gest. 18. April 1866 in Halle, besuchte bis 1801 das französische Gymnasium und das damit verbundene theologische Seminar in Berlin und ward 1806 Prediger bei der reformierten Gemeinde zu Halle. Angeklagt, an einer Verschwörung gegen den König von Westfalen teilgenommen zu haben, wurde er 1811 nach Magdeburg und später nach Kassel gebracht, wo er als Staatsgefangener blieb, bis ihn ein russisches Streifkorps 1813 in Freiheit setzte. Als Feldprediger nahm er darauf an den Feldzügen von 181415 teil. Seit 1822 war er außerordentlicher, seit 1833 ordentlicher Professor der romanischen Sprachen in Halle und (bis 1860) zugleich zweiter Prediger an der Domkirche. B. hat sich namentlich als gründlicher Dante-Forscher Verdienste erworben. Von seinen Schriften nennen wir das »Handbuch des Wissenswürdigsten aus der Natur und Geschichte der Erde und ihrer Bewohner« (Halle 1824, 4 Bde.; 8. Aufl. von H. Lange, Braunschw. 186769) und seine äußerst sorgfältige, in mancher Beziehung bis jetzt nicht überholte »Grammatik der italienischen Sprache« (Halle 1844), ferner das »Vocabolario Dantesco« (Leipz. 1852), eine Übersetzung der »Göttlichen Komödie« in reimlosen Jamben (Halle 1864), und den »Versuch einer bloß philologischen Erklärung mehrerer dunkeln und streitigen Stellen der Göttlichen Komödie« (das. 186164, 2 Bde.; ital., Triest 1865)
   2) Louis, franz. Publizist und Historiker, geb. 29. Okt. 1811 in Madrid, wo sein Vater Generalinspektor der Finanzen unter Joseph Bonaparte war, gest. 6. Dez. 1882 in Cannes, kam von Korsika ins

[Bd. 3, Sp. 17]


Collège zu Rhodez, studierte seit 1830 in Paris und ward Schreiber bei einem Advokaten, dann Hauslehrer in Arras. Nachdem er seit 1834 in Paris für radikale Journale gearbeitet, redigierte er 183638 das Journal »Le bon sens«, arbeitete aber zugleich für andre Blätter. 1839 gründete er die »Revue du progrès«, und 1840 veröffentlichte er seine sozialistische Schrift »Organisation du travail« (deutsch von Prager, Berl. 1899). Als Krebsschäden bezeichnet er darin den Individualismus und die Konkurrenz, wodurch die Arbeitslöhne herabgedrückt würden; der Staat müsse die industrielle Arbeit an sich ziehen und jeden in gleicher Weise belohnen. Als demokratischer Geschichtschreiber machte sich B. durch seine »Histoire de dix ans 18301840« (Par. 184144, 5 Bde.; 12. Aufl. 1877; deutsch von Fink, 2. Aufl., Leipz. 1847) einen Namen. Schonungslose Kritik der Politik Ludwig Philipps sowie der sozialen Verhältnisse, scharfe Charakterzeichnung und hinreißende Darstellung verschafften diesem Werke Verbreitung und Einfluß. Blancs zweites großes Werk, die »Histoire de la révolution française« (184762, 12 Bde.; 1878, 10 Bde.; deutsch, Leipz. 184753, Bd. 13), hatte geringern Erfolg. Nach dem Ausbruch der Februarrevolution von 1848 wurde B. Mitglied der provisorischen Regierung und setzte die Errichtung eines Regierungskomitees für die Arbeiter durch, wirkte dadurch wesentlich zur Aufregung des Arbeiterstandes mit, verlor aber durch sein Bemühen, die Ordnung aufrecht zu erhalten, die Sympathien der Arbeiter. Gleichwohl wurde er nach dem Attentat vom 15. Mai angeklagt und mußte nach Belgien und von da nach England gehen. Im Auslande verfaßte er mehrere Schriften zu seiner Verteidigung: »La révolution de février au Luxembourg« (1848); »Appel aux honnêtes gens« (1849); »Page d'histoire de la révolution de février« (1850; deutsch, Quedlinb. 1850). Auch gründete er die kurzlebige Zeitschrift »Le nouveau monde«, war dann Korrespondent für französische Zeitungen (eine Sammlung seiner Korrespondenz erschien u. d. T.: »Lettres sur l'Angleterre«, 18661867, 4 Bde., s. unten) und schrieb noch »Histoire de la révolution de 1848« (1870, 2 Bde.; 5. Aufl. 1880). B. kehrte erst 8. Sept. 1870 nach Frankreich zurück und sprach während der Belagerung von Paris gegen jeden Versuch, die Regierung der nationalen Verteidigung zu stürzen. Am 8. Febr. 1871 in die Nationalversammlung gewählt, bekämpfte er die Auflehnung der Kommune gegen die Regierung von Versailles. Seit 1876 war er radikales Mitglied der Deputiertenkammer und gründete eine neue Zeitung: »L'Homme libre«, von der er sich aber bald wieder trennte. Er wurde auf Staatskosten zu Paris begraben. Außer den genannten Schriften veröffentlichte er noch: »Questions d'aujourd'hui et de demain« (187384, 5 Bde., eine Sammlung seiner Artikel im »Rappel« und »L'Homme libre«); »Dix ans de l'histoire d'Angleterre« (187981, 10 Bde., von denen Bd. 13 ein Neudruck der »Lettres sur l'Angleterre« sind, Bd. 410 eine Sammlung seiner weitern Briefe an den »Temps«) und »Discours politiques, 1847 à 1881« (1882). Vgl. Warschauer, Geschichte des Sozialismus und Kommunismus im 19. Jahrh., Bd. 3: Louis B. (Berl. 1896).
   3) Charles, Kunstschriftsteller, Bruder des vorigen, geb. 5. Nov. 1813 in Castres (Tarn), gest. 17. Jan. 1882 in Paris, war nach der Februarrevolution von 1848 einige Zeit Direktor der Abteilung für die schönen Künste im Ministerium des Innern. Er hat eine sehr ersprießliche Tätigkeit für die Ausbildung des künstlerischen Sinnes in Frankreich nach der historischen und ästhetischen Seite entwickelt und gab mit andern die umfangreiche »Histoire des peintres de toutes les écoles« (Par. 184975, 14 Bde.) heraus, die auch ins Englische und teilweise ins Deutsche übersetzt wurde; ferner schrieb er: »L'œuvre de Rembrandt« (3. Aufl. 1880, 2 Bde., mit 371 Tafeln); »Grammaire des arts du dessin« (1867, 3. Aufl. 1876); »Ingres, sa vie et ses ouvrages« (1870); »L'art dans la parure et dans le vêtement« (1875, neue Ausg. 1890); »Les artistes de mon temps« (1876); »Grammaire des arts décoratifs« (1881, neue Ausg. 1886); »Histoire de la renaissance artistique en Italie« (hrsg. von Faucon 1889, 2 Bde.). Vgl. Massarani, Ch. B. et son œuvre (Par. 1885).
   4) Alberto, Baron, ital. Diplomat, geb. 10. Nov. 1835, studierte in Turin die Rechte, trat 1860 in das sardinische Ministerium des Auswärtigen ein, vertrat 186768 den Gesandten in Wien, ward 1871 Gesandter in Brüssel, 1875 in Washington und 1880 in München. 188183 war er Generalsekretär im Ministerium des Auswärtigen, 188486 Gesandter in Madrid und 188691 Botschafter in Konstantinopel. Seit 1892 Senator, übernahm er Ende 1893 das Ministerium des Äußern und trat mit Crispi nach der Katastrophe in Eritrea im März 1896 zurück. Er gab die »Correspondance diplomatique du comte Joseph de Maistre« (Par. 1860, 2 Bde.) heraus.
   5) Thérèse, franz. Schriftstellerin, s. Meyers Bentzon.
 
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Blanc, Kap (»Weißes Vorgebirge«), Vorgebirge an der Nordküste von Tunis, der nördlichste Punkt Afrikas, unter 37°20' nördl. Br., das Promontorium candidum der Alten.
 
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Blanc, Le, Arrondissementshauptstadt im franz. Depart. Indre, an der Creuse, Knotenpunkt der Orléansbahn, mit Schloßruinen, einem Collège und (1901) 5368 Einw., die Pferdezucht, Leinenfabrikation, Töpferei etc. betreiben.

 

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