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Black drink bis Blackmore (Bd. 3, Sp. 12 bis 13)
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Artikelverweis Black drink, s. Meyers Ilex.
 
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Black drops (Schwarze Tropfen), englisches und amerikan. pharmazeutisches Präparat, ein mit konzentriertem Essig bereiteter, Muskatnuß, Safran und Zucker enthaltender Auszug von Opium (auf 104 Teile 16 Teile Opium).
 
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Black faced (spr. bläck fēßt), das englische Bergschaf, s. Meyers Schaf.

[Bd. 3, Sp. 13]



 
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Blackfeet (spr. bläckfīt, »Schwarzfüße«, franz. Pieds noirs), ein zu den Algonkin (s. d.) gehöriger Indianerstamm im nordwestlichen Amerika, im Quellgebiet des Saskatchewan und Missouri, in die eigentlichen B. (Satsikaa, Sitsekai), die Käna (Kena, Blutindianer) und die Piekan (Piegan, Picaneux) zerfallend. Ungefähr 6000 B. leben in den kanadischen Provinzen Manitoba und Assiniboia, 5000 in der Union in Dakota und Montana. Ihren Namen erhielten sie angeblich, weil ihre Mokassins durch den schwarzen Boden ihrer Heimat dunkel gefärbt werden. Ackerbau und Erziehung haben noch wenig Fortschritte bei ihnen gemacht. Unter den Piekan haben sich noch viele alte Gebräuche erhalten. S. Tafel Meyers »Amerikanische Völker I«, Fig. 7, und »Indianische Kultur I«, Fig. 3.
 
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Blackfisch und Blackfischbein, s. Sepie.
 
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Blackheath (spr. bläck-hīth), Heide und Spielplatz, südöstlich von London, südlich an den Greenwichpark stoßend, 108 Hektar, hoch gelegen und von zahlreichen Landhäusern umgeben.
 
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Black Hills (»schwarze Hügel«), Gebirge in Süddakota und Wyoming, zwischen 43°30'45° nördl. Br. und 103°105° westl. L., im Harney Peak 2350 m. Goldfunde (1874) führten zu seiner raschen Ausschließung und zur Entstehung zahlreicher, durch Eisenbahnen zugänglicher Ortschaften (Deadwood, Whitewood, Hayward, Hermosa, Buffalo Gap, Rapid City, Hot Springs). Auch Blei, Kohle, Eisen, Salz und Petroleum sind vorhanden.
 
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Blackie (spr. bläckĭ), John Stuart, Philolog und Dichter, auch politischer Schriftsteller, geb. im Juli 1809 in Glasgow, gest. 2. März 1895 in Edinburg, besuchte die Universitäten Aberdeen und Edinburg, studierte 182930 in Göttingen und Berlin deutsche Literatur und klassische Philologie, bereiste sodann Italien, wurde 1841 Professor des Lateinischen am Marishall College zu Aberdeen, 1852 Professor des Griechischen an der Universität zu Edinburg und trat 1882 in den Ruhestand. Aus seinen klassischen Studien sind hervorgegangen: die Übersetzung des Äschylos (Edinb. 1852); »Pronunciation of Greek, accent and quantity« (1852); »Discourse on beauty, with an exposition of the theory of beauty according to Plato« (1858); »Homer and the Iliad« (1866, 4 Bde.; der 2. u. 3. Bd. enthalten eine Übersetzung der »Ilias« im Balladenversmaß); »Horae hellenicae, essays and discussions on some important points of Greek philology and antiquity« (1874). Von seinen trefflichen Übersetzungen und Dichtungen nennen wir die Übersetzung von Goethes »Faust« (1834); »Lays and legends of ancient Greece with other poems« (2. Aufl. 1880); »Poems, chiefly on Greek mythology« (1857); »Lyrical poems, English and Latin« (1860); »Musa burschicosa« (1869), eine Sammlung schottischer Studentenlieder; »War songs of the Germans« (1870); »Lays of the highlands and islands« (1872); »Songs of religion and life« (1876); »The wisdom of Goethe« (1883). Als Politiker lieferte er zur Reformbill von 1867 das Pamphlet »On democracy« (1867) sowie im Anschluß daran: »The constitutional association on forms of government« (Manchester 1867) und die »Political tracts« (1868). Sonst erwähnen wir: »Four phases of morals: Socrates, Aristotle, Christianity, Utilitarianism« (1871, 2. Aufl. 1874); »Essay on selfculture, intellectual, physical and moral« (1873, 2. Aufl. 1880); »Natural history of atheism« (1877); »The wisemen of Greece, a series of dramatic dialogues« (1877); »Lay sermons« (1881) und zwei Bände »Essays« (1890). Seinen schottischen Patriotismus bewies er durch »Language and literature of the Scottish highlands« (1876); »Altavona. Fact and fiction from life in the highlands« (3. Aufl. 1883); »The Scottish highlanders and the landlaws« (1884) und »Scottish song, its wealth, wisdom etc.« (1889). Vgl. Anna M. Stoddart, John Stuart B. (Edinb. 1895, 2 Bde.; in 1 Bd., 1899).
 
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Black letter, s. Meyers Mönchsschrift.
 
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Blackley blue (spr. bläcklĭ blū), s. Induline.
 
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Blackmore (spr. bläckmōr), Richard Doddridge, engl. Romandichter, geb. 9. Juni 1825 zu Longworth in Berkshire, gest. 21. Jan. 1900 in London, studierte in Oxford, wandte sich, nachdem er sich als Poet in gebundener Rede ohne besondern Erfolg versucht hatte, dem Roman zu und errang sich in kurzer Zeit einen anerkannten Namen. Wir nennen: »Clara Vaughan« (1864; deutsch, Herzb. 1878); »Cradock Nowell« (1866) und besonders »Lorna Doone« (1869; an 50 Auflagen; deutsch, Köln 1880) sowie »The maid of Sker« (1872). Durch die sorgfältig angelegte und durchgeführte Handlung, die scharfe Charakteristik und die Lebhaftigkeit des Dialogs, durch glänzende Schilderungen und historische Treue reihen sie sich den besten ältern historischen Romanen an. Neuere Werke sind: »Alice Lorraine« (1875); »Cripps the Carrier« (1876); »Erema« (1877); »Mary Anerley« (1880); »Christowell« (1881); »Kit and Kitty, a story of West Middlesex« (1889) u. a. B. gehört mit zu den Erneuerern des »romantischen Romans« gegenüber der realistischen Hochflut um die Mitte des 19. Jahrhunderts.

 

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