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Blackband bis Black Hills (Bd. 3, Sp. 12 bis 13)
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Artikelverweis Blackband, s. Meyers Kohleneisenstein.
 
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Blackburn (spr. bläckbörn), Stadt (municipal borough) und Grafschaft im nordwestlichen England, liegt in einem engen Tal, hat stattliche öffentliche Bauten (Stadthaus, Börse, Markthalle, Freibibliothek, Museum), 2 schöne Parke, eine technische Schule und (1901) 127,527 Einw. Die Spinnerei und Weberei grober Baumwollenstoffe beschäftigt hier über 25,000 Arbeiter; daneben werden Maschinenbau, Strumpfwirkerei und Bierbrauerei betrieben. Der ältere Sir Robert Peel und Hargreaves, Erfinder der Jenny-Spinnmaschine, wurden hier geboren. B. wurde 1888 von Lancashire abgetrennt.
 
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Blackburne (spr. bläckbörn), James Harry, engl. Schachspieler, geb. 10. Dez. 1842, errang in den 1860er Jahren seine ersten Erfolge. Nur wenige Meisterturniere sind bis in die jüngste Zeit abgehalten worden, in denen B. fehlte, noch weniger, in denen er kämpfte, ohne einen Preis zu gewinnen. Die Anzahl seiner Preise (an 50) übersteigt daher diejenige jedes andern Spielers. Wir heben daraus hervor: 1873 zweiten Preis in Wien (nach Stichkampf um den ersten mit Steinitz); 1876 ersten Preis im Londoner Diwanturnier; 1881 ersten Preis in Berlin; 1883 zweiten Preis in Nürnberg und dritten Preis in London; 1886 ersten Preis in London; noch 1897 dritten Preis in Berlin. Minder glücklich war B. in Einzelwettkämpfen, was in seiner Spielweise den Grund findet. Seine glänzenden Leistungen als Blindlingsspieler stellten sich denen L. Paulsens und Zuckertorts ebenbürtig an die Seite. Blackburnes Spielführung ist fein und geistreich, tiefliegenden, oft auch brillanten Kombinationen zugeneigt, doch nur im Endspiel zäh und fest, sonst bisweilen hasardierend.
 
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Black Dome (spr. bläck dōm), s. Meyers Black Mountains.
 
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Black drink, s. Meyers Ilex.
 
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Black drops (Schwarze Tropfen), englisches und amerikan. pharmazeutisches Präparat, ein mit konzentriertem Essig bereiteter, Muskatnuß, Safran und Zucker enthaltender Auszug von Opium (auf 104 Teile 16 Teile Opium).
 
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Black faced (spr. bläck fēßt), das englische Bergschaf, s. Meyers Schaf.

[Bd. 3, Sp. 13]



 
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Blackfeet (spr. bläckfīt, »Schwarzfüße«, franz. Pieds noirs), ein zu den Algonkin (s. d.) gehöriger Indianerstamm im nordwestlichen Amerika, im Quellgebiet des Saskatchewan und Missouri, in die eigentlichen B. (Satsikaa, Sitsekai), die Käna (Kena, Blutindianer) und die Piekan (Piegan, Picaneux) zerfallend. Ungefähr 6000 B. leben in den kanadischen Provinzen Manitoba und Assiniboia, 5000 in der Union in Dakota und Montana. Ihren Namen erhielten sie angeblich, weil ihre Mokassins durch den schwarzen Boden ihrer Heimat dunkel gefärbt werden. Ackerbau und Erziehung haben noch wenig Fortschritte bei ihnen gemacht. Unter den Piekan haben sich noch viele alte Gebräuche erhalten. S. Tafel Meyers »Amerikanische Völker I«, Fig. 7, und »Indianische Kultur I«, Fig. 3.
 
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Blackfisch und Blackfischbein, s. Sepie.
 
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Blackheath (spr. bläck-hīth), Heide und Spielplatz, südöstlich von London, südlich an den Greenwichpark stoßend, 108 Hektar, hoch gelegen und von zahlreichen Landhäusern umgeben.
 
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Black Hills (»schwarze Hügel«), Gebirge in Süddakota und Wyoming, zwischen 43°30'45° nördl. Br. und 103°105° westl. L., im Harney Peak 2350 m. Goldfunde (1874) führten zu seiner raschen Ausschließung und zur Entstehung zahlreicher, durch Eisenbahnen zugänglicher Ortschaften (Deadwood, Whitewood, Hayward, Hermosa, Buffalo Gap, Rapid City, Hot Springs). Auch Blei, Kohle, Eisen, Salz und Petroleum sind vorhanden.

 

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