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Bjel bis Bjelina (Bd. 3, Sp. 9)
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Artikelverweis Bjel... (Bjelo..., slaw.), soviel wie weiß (in zusammengesetzten geographischen Namen häufig).
 
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Bjela (Biala), Kreisstadt im russisch-poln. Gouv. Sjedlez, an der Krzna und der Eisenbahn Warschau-Terespol, hat ein Schloß des Fürsten Radziwill, 3 Kirchen, ein Gymnasium und (1897) 13,123 Einw., die etwas Industrie und Getreidehandel treiben.
 
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Bjélaja (»die Weiße«, von der Farbe ihres Wassers), Fluß im russ. Gouv. Orenburg, entspringt im Ural am Berg Iremel, fließt in großem, nach S. gerichtetem Bogen westwärts zur Kama, nachdem sie zuvor rechts den Sim mit Inser, die sehr bedeutende Ufa und den Tanym, links den Urschak und die Dema aufgenommen; ihre Länge beträgt 1067 km. Von Sterlitamak (531/2° nördl. Br.) an ist die B. schiffbar. Am Ausfluß hat sie 650 m Breite und 5 m Tiefe; im Frühjahr steigt sie dort um 9 m; der Schiffsverkehr, der Getreide, Holz, Eisen vermittelt, ist beträchtlich.
 
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Bjélaja Weshá, Kolonie, s. Borsna.
 
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Bjelaja Zerkow, Flecken im russ. Gouv. Kiew, Kreis Wassilkow, am Roß (zum Dnjepr) und an der Eisenbahn Fastow-Snamenka, mit Realschule, Maschinenfabrikation, Bierbrauerei, Getreidehandel und (1891) 20,705 Einw.
 
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Bjelasnica, Gebirge in Bosnien (s. d.).
 
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Bjelbog, s. Meyers Tschernebog.
 
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Bjélew, Kreisstadt im russ. Gouv. Tula, an der Oka und der Eisenbahn Dankow-Smolensk, hat 19 Kirchen, 2 Klöster, Industrie, Handel mit Getreide, Hanf, Talg und Vieh und (1897) 9567 Einw. Die Stadt gehörte bis Ende des 14. Jahrh. zu Litauen und kam dann an das Großfürstentum Moskau. In B. starb 4. Mai 1826, auf der Rückkehr von Taganrog, die Kaiserin Elisabeth, Gemahlin Alexanders I.
 
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Bjélgorai (Bilgorai), Kreisstadt im russisch-poln. Gouv. Lublin, 18 km von der Grenze Galiziens, hat Fabriken von Sieben aus Pferdehaaren (jährliche Ausfuhr 11/2 Mill. Stück) und (1897) 6286 Einw.
 
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Bjélgorod (»weiße Stadt«), 1) Kreisstadt im russ. Gouv. Kursk, am Donez, Knotenpunkt an der Eisenbahn Kursk-Charkow, hat mit seinen drei Vorstädten einen Umfang von mehr als 9 km, 17 Kirchen, 2 Gymnasien, ein Seminar, 2 Kreisschulen und (1897) 21,850 Einw., die Lederfabrikation, Seifen- und Talgsiederei, Lichtezieherei, Ziegelei, Kalkbrennerei und Handel mit Wolle, Leder, Honig, Wachs, Talg und Schweineborsten treiben. B. ist Sitz eines Erzbischofs und hat drei wichtige Märkte. Von B. hat die Bjélgorodische Linie ihren Namen, ein unter dem Zaren Michael Fedorowitsch als Verschanzungslinie gegen die Tataren gezogener, über 300 km langer Wall von der Worskla bis zum Don. 2) Stadtteil von Moskau (s. d.). 3) S. Meyers Akkermán.
 
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Bjelina, Stadt im nordöstl. Bosnien, Kreis Dolnja-Tuzla, an der Drina, mit lebhaftem Handel, Bezirksgericht und (1895) 9732 Einw. (meist Mohammedaner).

 

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