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Bizarre bis Bjela (Bd. 3, Sp. 8 bis 9)
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Artikelverweis Bizarre (Bizard, Bisarde, franz.), Blumen (besonders Nelken, Tulpen) mit breiten Farbenstreifen.
 
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Bize (spr. bīs'), Flecken im franz. Depart. Aude, Arrond. Narbonne, an der Cesse und der Südbahn, mit Weinbau, Kohlen- u. Marmorgruben und (1901) 1306 Einw. In der Nähe wurden in Höhlen interessante Funde aus vorgeschichtlicher Zeit gemacht.
 
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Bizerte, Stadt, s. Biserta.

[Bd. 3, Sp. 9]



 
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Bizet (spr. bisä), Georges (eigentlich Alexandre César Léopold B.), franz. Komponist, geb. 25. Okt. 1838 in Paris, gest. 3. Juni 1875 in Bougival bei Paris, machte seine Studien am Pariser Konservatorium unter Halévy (dessen Tochter Geneviève seine Frau wurde) und Zimmermann und errang 1857 den Römerpreis. Kurz vorher hatte er mit der Operette »Le docteur Miracle« bei einer von Offenbach, damals Unternehmer der Bouffes-Parisiens, veranstalteten Preisbewerbung gesiegt, fand daher nach der Rückkehr aus Rom die Pforten der Theater seinen Werken offen und brachte zunächst die komischen Opern »Les pêcheurs de perles« (1863) und »La jolie fille de Perth« (1867), die aber wegen ihres bemerkbaren Anschlusses an die Prinzipien Richard Wagners Widerspruch erweckten und beim Publikum nur eine laue Aufnahme fanden. Das gleiche Schicksal hatte auch »Djamileh« (1872), wogegen bald darauf seine Musik zu Daudets Drama »L'Arlésienne« sowohl im Theater als namentlich im Konzert großen Beifall fand. Zu einem Siegeszug über die Bühnen der Welt gestaltete sich aber der Erfolg seiner besten Oper »Carmen« (1875), deren seltsame, aber mit speziellem Bühnengeschick bewirkte Mischung tragischer, romantischer und operettenhafter Elemente dem Zeitgeschmack entgegenkam. Doch wurde auch diese Oper in Frankreich erst nach Verdienst gewürdigt, nachdem sie im Auslande, besonders in Deutschland, begeisterte Aufnahme gefunden hatte. Sein früher Tod machte der so verheißungsvoll begonnenen Laufbahn ein jähes Ende. Seine Biographie schrieben Pigot (Par. 1886), Bellaigue (das. 1891) und Voß (1899, in Reclams Universalbibliothek).
 
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Bizye, Sitz der Odrysenkönige im 1. Jahrh. v. Chr.; jetzt Wiza (s. d.).
 
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Bizzarria-Orangen, s. Meyers Bastardpflanzen, S. 435.
 
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Bizzozzēro, Giulio, Mediziner, geb. 20. März 1846 in Varese (Lombardei), gest. 8. April 1901 in Turin, studierte in Pavia, Zürich und Berlin, wurde 1868 supplierender Professor in Pavia und 1872 Professor der allgemeinen Pathologie in Turin. Er arbeitete über das Bindegewebe, das Knochenmark, die Struktur der Lymphdrüsen, über die Entwickelung der roten Blutkörperchen, über die Veränderungen des Blutes nach Hämorrhagien, über die schlauchförmigen Drüsen des Darms etc. und erfand das Chromocytometer. Auch entdeckte er ein drittes morphologisches Element im Blute, die Blutplättchen, und durch forschte deren Bedeutung (Blutplättchenthrombose). Sein besonderes Feld war die mikroskopische Anatomie und sein Bestreben bei allen Arbeiten, die normalen Verhältnisse zugleich mit den krankhaften Störungen ins Auge zu fassen. Er schrieb ein Handbuch der klinischen Mikroskopie, das sechs Auflagen erlebte und vielfach übersetzt wurde (deutsch von Bernheimer, 2. Aufl., Erlang. 1887), und gründete das »Archivio per le scienze mediche«.
 
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Bjarma (Biarmia), s. Meyers Perm (Gouvernement).
 
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Bjarmĭer, Volk, s. Permier.
 
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Bjel... (Bjelo..., slaw.), soviel wie weiß (in zusammengesetzten geographischen Namen häufig).
 
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Bjela (Biala), Kreisstadt im russisch-poln. Gouv. Sjedlez, an der Krzna und der Eisenbahn Warschau-Terespol, hat ein Schloß des Fürsten Radziwill, 3 Kirchen, ein Gymnasium und (1897) 13,123 Einw., die etwas Industrie und Getreidehandel treiben.

 

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