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Bittersüß bis Biturĭger (Bd. 3, Sp. 6 bis 7)
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Artikelverweis Bittersüß, soviel wie Solanum Dulcamara.
 
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Bitterwässer, s. Meyers Mineralwässer.
 
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Bitter, Weltersches, soviel wie Pikrinsäure.

[Bd. 3, Sp. 7]



 
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Bitterwurzel, gelber Enzian, s. Gentiana.
 
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Bittgänge (Bußgänge, Betfahrten, Rogationes, Supplicationes), Prozessionen (s. d.), die teils an bestimmten alljährlich wiederkehrenden Tagen (Bitt-Tagen), teils für außerordentliche Fälle von der katholischen Kirche angeordnet sind. Die wichtigsten sind: die Prozession oder Litanei am Feste des St. Markus, 25. April (der größere Bittgang), und die drei kleinern an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt. Vgl. Ackerkulte.
 
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Bittkow, Dorf im preuß. Regbez. Oppeln, Landkreis Kattowitz, hat Steinkohlenbergbau und (1900) 2455 Einw. Dabei das Gut B. mit Hohenlohehütte und (1900) 2644 Einw.
 
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Bittó, István (Stefan), ungar. Staatsmann, geb. 22. Mai 1822 in Sárosfa bei Preßburg, studierte die Rechte, ward Vizenotar des Wieselburger Komitats, dann Stuhlrichter im Preßburger Komitat, nahm 184849 an der ungarischen Erhebung teil und lebte danach zwei Jahr im Ausland. Von 1861 an Mitglied des Reichstags, schloß er sich der Deákpartei an und zeichnete sich in den Kommissionssitzungen als scharfsinniger Arbeiter aus. 186972 war er Vizepräsident des Abgeordnetenhauses, 1871 Justizminister und 187475 Ministerpräsident. Nach der Fusion der liberalen Partei mit dem linken Zentrum mußte er Tisza weichen. Einige Zeit gehörte er dem ungarischen Parlament als »Wilder« und Oppositioneller an. 1899 wurde er zum Mitgliede des Oberhauses ernannt. Außerdem ist er Präsident des Vereins der Kreditbank der Kleingrundbesitzer.
 
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Bittschrift (Supplik), schriftliches, an eine hochgestellte Person oder an eine Behörde gerichtetes Gesuch um Gewährung eines Vorteils, auf den der Bittende einen Rechtsanspruch entweder nicht hat, oder wenigstens nicht gerichtlich geltend machen kann oder will. Vgl. Petition.
 
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Bitūmen, verschiedene, meist aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehende, flüssige oder feste Substanzen von brenzligem oder teerartigem Geruch, wie Erdöl, Bergteer, Asphalt; bituminös, von B. durchzogen, z. B. bituminöse Schiefer: Kupferschiefer, Blätterschiefer.
 
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Bituminīt, soviel wie Bogheadkohle.
 
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Biturĭger (Biturĭges), kelt. Volk im aquitanischen Gallien, vor den großen keltischen Wanderungen der herrschende Stamm in Gallien, der angeblich um 600 v. Chr. unter Bellovesus, einem Neffen des Königs Ambigatus, teilweise nach Italien auswanderte und dort Mailand gründete. Die Zurückgebliebenen zerfielen in zwei Hauptvölkerschaften: die Bituriges Cubi, nördlich von den Arvernern, am linken Ufer des mittlern Liger (Loire), mit der (von Cäsar 52 v. Chr. zerstörten) Hauptstadt Avaricum (Bourges im Berry) und bedeutenden Lagern von Raseneisenstein, den die B. zu Schmiedearbeiten ausnutzten; und die Bituriges Vivisci, an der untern Garumna (Garonne), mit der früh durch Handel, später durch Pflege der Wissenschaften berühmten Stadt Burdigala (Bordeaux), mit Weinbau und Austernkultur.

 

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