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Bittermandelwasser bis Bittkow (Bd. 3, Sp. 6 bis 7)
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Artikelverweis Bittermandelwasser (Aqua amygdalarum, amararum), Destillat aus 12 Teilen abgepreßten und gepulverten bittern Mandeln und 20 Teilen Wasser. Man fängt 9 Teile Destillat in einer Vorlage mit 3 Teilen Weingeist auf und verdünnt das Destillat mit einer Mischung aus einem Teil Weingeist und 3 Teilen Wasser, bis es 0,1 Proz. Blausäure enthält. B. ist klar oder fast klar, riecht und schmeckt bittermandelartig und dient bei schmerzhaften Leiden des Magens und Darmes, der Bronchial- und Lungenschleimhaut. Statt des Bittermandelwassers wird auch Kirschlorbeerwasser benutzt. Eine Mischung von B. mit 19 Teilen Wasser wird als Kirschwasser benutzt.
 
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Bittermittel (lat. Amara), bittere vegetabilische Mittel: Wermut, Pomeranzen, Enzian, Bitterklee, Condurango, Quassia etc., die einen Bitterstoff enthalten und, da sie den Appetit reizen, gegen Schwäche des Magens und Darmkanals etc. gebraucht werden.
 
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Bittersalz, s. Meyers Schwefelsaure Magnesia.
 
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Bitterspat, Mineral, s. Dolomit und Magnesit.
 
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Bitterstoffe, nicht näher erforschte Pflanzenstoffe. Der bittere Geschmack der Pflanzen kann von einem Gehalt an Alkaloiden, Glykosiden, Harzen, Ölen, Farbstoffen und eigentümlichen Säuren herrühren. Die zu diesen Gruppen nicht gehörigen bitter schmeckenden, indifferenten, stickstofffreien Pflanzenbestandteile nennt man jetzt im engern Sinne B. Sie sind gewöhnlich schwer rein darzustellen, manche sind kristallisierbar. Sie scheinen die Träger der arzneilichen Wirkungen mancher Pflanzen zu sein und werden auch arzneilich benutzt. Mehrere B. sind giftig.
 
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Bittersüß, soviel wie Solanum Dulcamara.
 
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Bitterwässer, s. Meyers Mineralwässer.
 
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Bitter, Weltersches, soviel wie Pikrinsäure.

[Bd. 3, Sp. 7]



 
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Bitterwurzel, gelber Enzian, s. Gentiana.
 
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Bittgänge (Bußgänge, Betfahrten, Rogationes, Supplicationes), Prozessionen (s. d.), die teils an bestimmten alljährlich wiederkehrenden Tagen (Bitt-Tagen), teils für außerordentliche Fälle von der katholischen Kirche angeordnet sind. Die wichtigsten sind: die Prozession oder Litanei am Feste des St. Markus, 25. April (der größere Bittgang), und die drei kleinern an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt. Vgl. Ackerkulte.
 
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Bittkow, Dorf im preuß. Regbez. Oppeln, Landkreis Kattowitz, hat Steinkohlenbergbau und (1900) 2455 Einw. Dabei das Gut B. mit Hohenlohehütte und (1900) 2644 Einw.

 

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