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Bit-el-Hadjar bis Biton (Bd. 3, Sp. 4 bis 5)
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Artikelverweis Bit-el-Hadjar, s. Meyers Afrikanische Altertümer.
 
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Biterolf, mittelhochdeutscher Dichter aus dem Anfang des 13. Jahrh., der nach einer Angabe des Rudolf von Ems Lieder und einen »Alexander« verfaßte. In dem Gedichte vom Wartburgkriege (s. d.) tritt B. als Gegner Heinrichs von Ofterdingen und Verherrlicher des Grafen von Henneberg auf. Erhalten ist nichts von seinen Werken.
 
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Biterolf und Dietleib, mittelhochd. Gedicht des 13. Jahrh. aus dem Kreise der Dietrichsage. Biterolf, König von Tolet (Toledo), zieht heimlich auf Abenteuer aus an Etzels berühmten Hof; dort findet ihn später sein Sohn Dietleib, den er als Kind daheim verlassen hatte. Mit Dietrich von Bern und den andern Haupthelden aus Etzels Umgebung ziehen B. und D. nach Worms, eine von König Gunther erlittene Unbill zu rächen; ihre Kämpfe mit den rheinischen Helden gipfeln in einem Zweikampf zwischen Dietrich von Bern und Siegfried, der jedoch unentschieden bleibt. Herausgegeben von Jänicke im »Deutschen Heldenbuch«, Bd. 1 (Berl. 1866). Vgl. Schönbach, Über die Sage von B. u. D. (Wien 1897).
 
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Bitetto, Stadt in der ital. Provinz Bari, an der Eisenbahn Bari-Taranto, hat eine 1325 begonnene Kathedrale (dreischiffige Basilika im Übergangsstil), Ölgewinnung und (1901) 6626 Einw. Das Bistum B. wurde 1818 aufgehoben.
 
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Bitheïsmus (lat.-griech.), Zweigötterei.
 
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Bithynien, alte Landschaft im nordwestlichen Kleinasien (s. die Karten »Kleinasien«, »Altgriechenland«), die gegen W. und N. von der Propontis (Marmarameer) und dem Pontos Euxeinos (Schwarzes Meer), gegen S. vom Olympos (Keschisch Dagh) und etwa dem 40.° nördl. Br., gegen O. von Paphlagonien, im S. von Galatien, Phrygien und Mysien begrenzt war. Das Land ist im O. und S. mit waldreichen Gebirgen erfüllt (außer dem Olympos bei Prusa der Orminios, jetzt Ala Dagh, im O.); die niedrigere und von fruchtbaren Tälern durchschnittene Westhälfte enthält einige große Landseen, den Askanischen (Isnik Göl) und den Sophon (Sabandscha Gjölü). Hier im W. schneiden auch zwei Meerbusen tief ins Festland ein: der von Astakos (Ismid Körfesi) und der von Kios (Indschir Liman). Der Hauptstrom ist der Sangarios (Sakaria). Als Hauptprodukte werden Marmor, Schiffbauholz, Getreide, Hülsenfrüchte, Feigen, Wein und Käse ausgeführt. In B. waren thrakische Stämme unter eignen Fürsten angesiedelt, die Thyner und Bithyner; erstere auch auf europäischem Boden seßhaft, letztere wenig hervortretend, weil sie landeinwärts und abseits von den großen Verkehrsstraßen wohnten. Doch war es ihr Fürstenhaus, das die thrakischen Stämme zu dem Reiche B. zusammenfaßte. Unter den Städten sind zu nennen: Astakos (s. d.) am gleichnamigen Golf, Nikomedeia (s. d., jetzt Ismid), Nikäa (s. d.). Die von Europa her eingewanderten Thraker vermochten übrigens die vorgefundenen Urbewohner keineswegs zu verdrängen. So hielten sich namentlich im O. die Mariandyner, einst Untertanen der dorischen Kolonie Herakleia. B. bildete einen Bestandteil des lydischen Reiches und wurde mit ihm von den Persern unterworfen, unter deren Herrschaft es zur Satrapie

[Bd. 3, Sp. 5]


Phrygien gehörte. Unter Xerxes' Nachfolgern machte sich das einheimische Fürstengeschlecht fast unabhängig. Nach dem Tod Alexanders d. Gr. fiel B., das unter Bas und seinem Sohne Zipoites die Unabhängigkeit behauptet hatte (mit dem Herbst 297 v. Chr. beginnt die Ära der bithynischen »Könige«), an Lysimachos. Nach dem Tode des Lysimachos (281 v. Chr.) kämpfte des Zipoites Sohn Nikomedes I. (gest. 246), der mit Hilfe von Galliern unter Leonnorios 277 seine Brüder unterwarf, mit Glück gegen Antiochos I. Soter und eroberte den nordöstlichen Teil von Phrygien. Prusias I. (236186) erweiterte B. nach O. und W. Prusias II. (gest. 148), der 184 den flüchtigen Hannibal aufnahm, aber nicht schützte, besiegte die pergamenischen Könige Eumenes II. und Attalos II., wurde von den Römern aber zum Frieden gezwungen. Nikomedes III. Philopator wurde, durch Mithradates VI. von Pontos, der den Usurpator Sokrates unterstützte, zweimal vertrieben, von dem Römer Manius Aquillius zurückgeführt. Bei seinem Tode (Ende 74) vermachte er sein Reich den Römern, die es, nach Besiegung des M. Aurelius Cotta, 73 doch unter L. Licinius Lucullus gegen Mithradates behaupteten und mit der Provinz Asia, dann mit Pontus vereinigten. Unter Augustus wurde B. eine Prokonsularprovinz, die aus zwei Hauptteilen bestand: B., westlich von der Propontis bis zum Sangarios, und Pontus, vom Sangarios bis Kytoros in Paphlagonien. Durch die Erhebung von Byzanz zur Hauptstadt des Weltreiches (330) gewann das benachbarte B. beträchtlich. Theodosius II. trennte beide Teile wieder und nannte den östlichen nach seinem Oheim Honorias. 107497 war das Land im Besitz der Seldschuken, die es im ersten Kreuzzug an die Christen verloren. Während des lateinischen Kaisertums in Konstantinopel (1204 bis 1261) war Nikäa in B. Sitz eines griechischen Kaisers. 1298 brach Osman in B. ein, und 1326 ward das eroberte Prusa (Brussa) durch Orchan Hauptstadt des osmanischen Reiches. Vgl. Schwarz, Quer durch B. (Berl. 1889).
 
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Bitjúg, linker Nebenfluß des Don im russ. Gouv. Woronesh, 276 km lang; an seinen Ufern wird viel Pferdezucht (besonders Lastpferde) betrieben.
 
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Bitlis, Haupthandelsstadt Armeniens und Hauptort des kleinasiatischen Wilajets B. (mit den Liwas B., Musch, Gindsch und Saird, 27,100 qkm mit 398,700 Einw.), am Fluß B., einem nördlichen Zufluß des Tigris, an der Straße von Trapezunt und Erzerum nach Mosul, 1550 m ü. M. Sie besitzt reiche Obstgärten, einen Basar, 32 Moscheen, 12 Klöster und mehrere armenische Kirchen. B. hat 25,000 Einw. (davon etwa 2/3 Mohammedaner, 1/3 Armenier). Haupterwerbszweige sind Baumwollweberei, Färberei und Gerberei. B., nach der Sage von Alexander d. Gr. erbaut, wurde 648 n. Chr. von dem Befehlshaber Justinus dem Feldherrn des Kalifen Omar übergeben und stand später unter eignen Chans. Der Turkmene Uzun Hasan (1467) ließ die Festung drei Jahre lang (vergeblich) belagern; nachdem aber Sultan Murad IV. 1638 Eriwan erobert hatte, unterwarf sich ihm der Chan von B. Die Stadt ist der Geburtsort des osmanischen Geschichtschreibers Edris und des Dichters Schukri.
 
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Bitolĭa, s. Meyers Monastir.
 
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Biton, s. Kleobis und Biton.
 
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Biton, griech. Schriftsteller, ist Verfasser einer Attalos I. (241197) oder Attalos II. (159138 v. Chr.) von Pergamon gewidmeten Schrift über den Bau von Kriegsmaschinen und Katapulten (hrsg. von Wescher, Poliorcétique des Grecs, Par. 1867).

 

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