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Bisten bis Bistum (Bd. 3, Sp. 3 bis 4)
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Artikelverweis Bisten, der Ruf des Haselhuhns.
 
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Bister (Biester, Röstbraun, brauner Lack, Sod, Chemischbraun), braune Wasserfarbe, besteht aus geglühtem Buchenholzruß. Mineralbister (Manganbraun) ist natürliches (Wad) oder künstliches Manganhydroxyd aus Chlorbereitungsrückständen (im wesentlichen eine Lösung von Manganchlorür). Man fällt aus der Flüssigkeit durch Natronlauge Manganhydroxydul, das sich an der Luft in Hydroxyd verwandelt.
 
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Bistoquet (franz., spr. -kä), der Stoßkolben beim Billard.
 
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Bistorta, s. Polygonum.
 
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Bistouri (franz., spr. -stu-), chirurg. Messer von verschiedener Form, wie die Abbildungen zeigen. Die Klinge wird mittels eines Ringes oder Schiebers in dem Griffe festgestellt.
 
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Bistra, 1) Gipfel des Karpathischen Waldgebirges, s. Meyers Karpathen. 2) Fluß in Ungarn, mündet bei Karansebes in die Temes.
 
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Bistrau (tschech. Bystré), Stadt in Böhmen, Bezirksh. Polička, an der mährischen Grenze, hat ein Rathaus, ein kaiserliches Schloß mit Park, Bierbrauerei, Schuhwarenerzeugung, Weberei und (1900) 2087 tschech. Einwohner.
 
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Bistritz, 1) (Bistrica, Goldene B.), rechter Zufluß des Sereth (Nebenfluß der Donau), entspringt im Karpathischen Waldgebirge in Ungarn, durchfließt ein schönes Tal in der Bukowina, wendet sich dann in südöstlichem Lauf in die Moldau und mündet, 280 km lang, unterhalb Bakau. 2) (Bystrzyca) Rechter Nebenfluß des Dnjestr in Galizien, entsteht bei Stanislau durch Vereinigung der im Karpathischen Waldgebirge entspringenden Schwarzen B. (Czarna B.) und Goldenen B. (Zlota B.) und mündet, 129 km lang, bei Jezupol.
 
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Bistritz, 1) B. am Hostein, Stadt in Mähren, Bezirksh. Holleschau, an der Nordbahnlinie Kojetein-Bielitz, Sitz eines Bezirksgerichts, mit prächtigem (freiherrlich Laudonschem) Schloß nebst Park, einer schönen Kirche, Fabrik für Möbel und Parkette, Malzfabrik und (1900) 3857 meist tschech. Einwohnern. B. ist ein klimatischer und Molkenkurort. Südöstlich von B. erhebt sich der Berg Hostein (736 m hoch), mit Wallfahrtskirche und Jesuitenkloster. 2) (ungar. Besztercze, spr. béßterze) Königliche Freistadt (mit Munizipalrecht), Sitz des ungar. Komitats B.-Naszód (Siebenbürgen), an der Bistritza, Endstation der Eisenbahnen Klausenburg-B. und Maros-Ludas-B., hat eine gotische evang. Kirche (aus dem 16. Jahrh.) mit 72 m hohem Turm, ein neues Komitatshaus und (1901) 12,081 deutsche, rumänische und magyar. Einwohner, die Holzhandel und Mühlenindustrie treiben. B. besitzt ein evang. Obergymnasium, eine Lehrerpräparandie, einen Gerichtshof, eine Kunstmühle, Ackerbauschule

[Bd. 3, Sp. 4]


und auf den ehemaligen Wällen Anlagen. Westlich davon die Ruinen eines Hunyadyschen Schlosses. Ehedem war B. eine bedeutende Handelsstadt.
 
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Bistritz-Naszód (ungar. Besztercze-N., spr. naßód), ungar. Komitat (Siebenbürgen), grenzt an die Komitate Máramaros, Szolnok-Doboka, Klausenburg, Maros-Torda und Csik sowie an die Bukowina und Rumänien, umfaßt 4014 qkm (72,9 QM.) mit (1901) 119,014 Einw. (2/3 Rumänen, 1/3 Deutsche, meist griechisch-katholischen und reformierten Glaubens). Hauptort ist Bistritz (s. d. 2).
 
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Bistum, das Amt und die Würde eines Bischofs; der Bezirk oder Sprengel, über den sich die kirchliche Amtsgewalt eines Bischofs erstreckt; im frühern römisch-deutschen Reich das Land, das ein Bischof als Souverän beherrschte; s. Meyers Bischof und Diözese.

 

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