Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Bisogno bis Bisser (Bd. 3, Sp. 2 bis 3)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Bisogno (ital., spr. -sonnjo, »Not«), die Notadresse bei Wechseln.
 
Artikelverweis 
Bison, der Wisent.
 
Artikelverweis 
Biß (Bißwunde), s. Meyers Wunde.
 
Artikelverweis 
Bissāgosinseln (Bissao), Gruppe von 30 nordwestafrikanischen Küsteninseln, darunter 16 bewohnt (s. Karte bei »Guinea«), zwischen 1112° nördl. Br. und 15°30'16°40' westl. L. Die vulkanischen, von zahlreichen Klippen umgebenen Inseln sind fruchtbar (Hauptprodukte: Baumwolle, Indigo, Reis, Wachs, Häute) und z. T. dicht bevölkert, aber für Europäer höchst ungesund. Die Bissago oder Bijuga sind ein Negervolk, stark, kriegerisch und seetüchtig. Die größte Insel ist Orango; Sitz des Gouverneurs von Portugiesisch-Senegambien ist Bolama mit der gleichnamigen Hauptstadt am Ostende der Insel, einem Fort und (1882) 4061 Einwohnern.
 
Artikelverweis 
Bissahir, ostind. Landschaft, s. Meyers Baschahr.
 
Artikelverweis 
Bissão (Bissau), portug. Fort an der Westküste Afrikas, unter 11°51' nördl. Br. auf der Ostspitze der Insel B. an der Gebamündung, mit gutem Hafen, ist Sitz eines deutschen Konsuls und hat (1880) 540 Einw., einschließlich der an das Fort sich anschließenden sechs Dörfer der Eingebornen.
 
Artikelverweis 
Bissaya, Distrikt und Volksstamm der Philippinen, s. Meyers Vizaya.
 
Artikelverweis 
Bisschop, Christoffel, holländ. Maler, geb. 1828 zu Leeuwarden in Friesland, bildete sich in Paris bei Gleyre und Comte zum Genremaler aus, schloß sich aber in der koloristischen Behandlung an die holländischen Meister des 17. Jahrh., besonders an Rembrandt und Pieter de Hooch, an. Die Motive zu seinen Bildern schöpft er meist aus dem Volksleben seiner Zeit und seines Landes, und er entfaltet namentlich in der Darstellung der Wirkung des in einen geschlossenen

[Bd. 3, Sp. 3]


Raum einfallenden Sonnenlichts eine große koloristische Virtuosität. Unter seinen Bildern sind die Tochter des Bürgermeisters, der Wiegenmaler, der Kuriositätenhändler, ein Tauftag in Hindelopen in Friesland, ein Hochzeitstag, Winter in Friesland, der Besuch bei Großmama, Morgensonne (Interieur mit einer jungen Frau), ein Heiratsantrag in Friesland und Sonnenschein in Haus und Herz (Interieur mit einer jungen Frau vor einem Spiegel, Neue Pinakothek zu München) die hervorragendsten. B., der auch zahlreiche, durch wirksame Beleuchtung ausgezeichnete Bildnisse gemalt hat, lebt im Haag.
 
Artikelverweis 
Bissen, Hermann Wilhelm, Bildhauer, geb. 13. Okt. 1798 in Schleswig, gest. 10. März 1868 in Kopenhagen, bezog als Maler 1816 die Kopenhagener Akademie der Künste, ging aber einige Jahre später zur Bildhauerei über. 1823 begab er sich nach Rom, wo er sich unter Thorwaldsens Leitung ausbildete, dem er in reinem Schönheitssinn und idealer Auffassung nahe gekommen ist wie keiner von dessen Schülern. Seine Hauptwerke sind: die Walküre (1835), Philoktet (1856), Zug der Ceres und des Bacchus (ein Fries von 41 m Länge mit über 300 Figuren, im Rittersaal der Christiansborg zu Kopenhagen, bei dem Brande des Schlosses zerstört), Moses als Gesetzgeber (1859, am Eingang der Frauenkirche zu Kopenhagen), die überlebensgroßen 18 Statuen an der Königintreppe des Schlosses Christiansborg, die Viktoria auf dem Thorwaldsen-Museum, Apollon Musagetes und Minerva (1843, in der Universitätsvorhalle zu Kopenhagen) sowie nach Thorwaldsens Entwurf (183234) Gutenbergs kolossale Statue nebst zwei Reliefs am Sockel in Mainz. Auch fertigte er den Tapfern Landsoldaten bei Fredericia. Seit 1850 war er Direktor der Akademie in Kopenhagen. Vgl. Plon, Le sculpteur danois Vilhelm B. (2. Aufl., Par. 1871).
 
Artikelverweis 
Bissener, s. Petschenegen.
 
Artikelverweis 
Bisser, ostind. Landschaft, s. Meyers Baschahr.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: