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Bismark, Friedrich Wilhelm bis Bissāgosinseln (Bd. 3, Sp. 2)
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Artikelverweis Bismark, Friedrich Wilhelm, Graf von, Militärschriftsteller, geb. 28. Juli 1783 in Westfalen, gest. 18. Juli 1860 in Konstanz, ward 1796 Kornett in hannöverschen Diensten, trat später in nassauische, englische, 1807 in württembergische Dienste. Im Feldzug 1809 zeichnete er sich bei Riedau, 1812 in der Schlacht an der Moßkwa (Borodino) aus, wurde aber bei Leipzig an der Spitze eines Chevauleger-Regiments gefangen genommen. Beim Übertritt der Württemberger freigelassen, war er 1814 Generalstabschef beim Prinzen Adam und 1815 Generalquartiermeister beim Kronprinzen von Württemberg. Als Flügeladjutant des Königs 1816 wurde er mit der Neuorganisation der Reiterei betraut; man berief ihn auch nach Dänemark und Rußland zur Begutachtung der Kavallerie. 1820 wurde er zum lebenslänglichen Mitgliede der Kammer der Standesherren ernannt und war dann Gesandter in mehreren deutschen Hauptstädten, bis er 1848 in den Ruhestand trat. Er schrieb: »Vorlesungen über die Taktik der Reiterei« (3. Aufl., Karlsr. 1826); »Felddienstinstruktion für Schützen und Reiter« (4. Aufl., das. 1835); »Ideentaktik der Reiterei« (das. 1829), sein bestes Werk. In seinen »Aufzeichnungen« (Karlsr. 1847) gab er beachtenswerte Mitteilungen über die letzten Kriege Napoleons.
 
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Bismarpund, dän. und norweg. Gewicht, hielt 12 gemeine Pfund = 5,992 kg, jenes jetzt 6 kg.
 
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Bismillah (arab., »im Namen Gottes«), ein frommer Ausruf, mit dem die Muslims ihre Handlungen einzuleiten pflegen. Auch in Schriftstücken, Briefen etc. pflegt diese Formel vorangesetzt zu werden.
 
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Bismut, s. Meyers Wismut.
 
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Bismutīt, Mineral, basisches Wismutkarbonat, gelblichgrün, grau, strohgelb, undurchsichtig, Härte 44,5, spez. Gew. 6,9, findet sich derb und als erdiger Überzug bei Ullersreuth in Schlesien, bei Schneeberg, Johanngeorgenstadt etc.
 
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Bismutose, Verbindung von Eiweiß mit Wismut, wird erhalten durch Koagulation einer Hühnereiweißlösung mit einer Lösung von Wismutnitrat in Chlornatriumlösung, bildet ein feines, gelblichweißes Pulver, ist geruch- und geschmacklos, wird besonders in der Kinderpraxis wie das basische Wismutnitrat angewendet.
 
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Bismūtum, Wismut; B. subnitricum, Magisterium Bismuti, basisch salpetersaures Wismut; B. subgallicum, basisch gallussaures Wismut; B. metallicum, regulinisches Wismut; B. subsalicylicum, basisch salicylsaures Wismut; B. valerianicum, baldriansaures Wismut.
 
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Bisogno (ital., spr. -sonnjo, »Not«), die Notadresse bei Wechseln.
 
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Bison, der Wisent.
 
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Biß (Bißwunde), s. Meyers Wunde.
 
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Bissāgosinseln (Bissao), Gruppe von 30 nordwestafrikanischen Küsteninseln, darunter 16 bewohnt (s. Karte bei »Guinea«), zwischen 1112° nördl. Br. und 15°30'16°40' westl. L. Die vulkanischen, von zahlreichen Klippen umgebenen Inseln sind fruchtbar (Hauptprodukte: Baumwolle, Indigo, Reis, Wachs, Häute) und z. T. dicht bevölkert, aber für Europäer höchst ungesund. Die Bissago oder Bijuga sind ein Negervolk, stark, kriegerisch und seetüchtig. Die größte Insel ist Orango; Sitz des Gouverneurs von Portugiesisch-Senegambien ist Bolama mit der gleichnamigen Hauptstadt am Ostende der Insel, einem Fort und (1882) 4061 Einwohnern.

 

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