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Bismarck-Bohlen bis Bismarpund (Bd. 3, Sp. 1 bis 2)
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Artikelverweis Bismarck-Bohlen, Friedrich Alexander, Graf von, preuß. General, geb. 25. Juni 1818 zu

[Bd. 3, Sp. 2]


Karlsburg in Vorpommern, gest. daselbst 9. Mai 1894, trat, im Kadettenkorps gebildet, 1835 als Sekondleutnant in das Gardedragonerregiment, begleitete 1842 den Prinzen Adalbert auf seiner Reise nach Südamerika und war 184648 dem in Bonn studierenden Prinzen Friedrich Karl beigegeben. Am 1. Okt. 1853 zum königlichen Flügeladjutanten ernannt, erhielt er 1856 das Kommando der Leibgendarmerie, Juli 1858 das des Gardehusarenregiments und, Mai 1859 zum Obersten befördert, das der 5. Kavalleriebrigade in Frankfurt a. O. Im Juni 1864 zum Generalmajor ernannt, nahm er am Feldzug 1866 im Stab des Generalkommandos des Kavalleriekorps der ersten Armee teil und ward im Herbst zum Kommandanten der Stadt Hannover ernannt. Im Januar 1868 wurde er Kommandant von Berlin, 14. Aug. 1870 Generalgouverneur des Elsaß, wo er durch Milde und Gerechtigkeit die Bevölkerung zu gewinnen suchte. Am 7. Sept. 1871 von seinem Posten abberufen, zog er sich mit dem Rang eines Generals der Kavallerie auf seine Güter in Vorpommern zurück.
 
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Bismarckbraun (Manchesterbraun, Phenylenbraun, Vesuvin, Lederbraun, Canelle), salzsaures Triamidoazobenzol C6H4. NH2. NN. C6H3(NH2)2, schwarzbraunes Pulver, löslich in Wasser, wird in der Baumwoll- und Lederfärberei, auch zum Färben mikroskopischer Präparate benutzt.
 
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Bismarckburg, Station der deutschen Kolonie Togo (Westafrika), unter 8°11' nördl. Br., 710 m ü. M., auf dem Adadoberg, im kautschukreichen Adeliland. Seit 1894 als Europäerstation aufgehoben.
 
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Bismarckgebirge, s. Meyers Neuguinea.
 
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Bismarckhöhe, s. Meyers Riesengebirge.
 
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Bismarckhütte, Eisenhütte im preuß. Regbez. Oppeln, Landkreis Beuthen, zum Dorf Oberheiduk (s. d.) gehörig.
 
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Bismarckĭa nobĭlis Hildebr. et Wendl., eine von Hildebrandt 1878 auf den Höhenzügen von Westmadagaskar entdeckte Palme mit 50 m hohen Stämmen, blaugrünen, derben, fächerartigen Wedeln von 69 qm Flächeninhalt, die bis auf den Grund in handbreite Abschnitte zerspalten sind, deren Ränder sich in ein Lockengewirr starker, weißer Fäden auflösen. Die starken, langen Blattstiele besitzen weiße Längsstreifung, und zwischen ihnen hängen riesige Trauben pflaumengroßer dunkelbrauner Früchte.
 
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Bismarcksäulen, s. Meyers Bismarck 1), S. 911.
 
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Bismark, Stadt im preuß. Regbez. Magdeburg, Kreis Stendal, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Stendal-Ülzen und der Kleinbahn B.-Beetzendorf, hat eine evang. Kirche, Amtsgericht, eine Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen, Konservenfabrik, 2 Dampfmühlen und (1900) 2384 Einw.
 
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Bismark, Friedrich Wilhelm, Graf von, Militärschriftsteller, geb. 28. Juli 1783 in Westfalen, gest. 18. Juli 1860 in Konstanz, ward 1796 Kornett in hannöverschen Diensten, trat später in nassauische, englische, 1807 in württembergische Dienste. Im Feldzug 1809 zeichnete er sich bei Riedau, 1812 in der Schlacht an der Moßkwa (Borodino) aus, wurde aber bei Leipzig an der Spitze eines Chevauleger-Regiments gefangen genommen. Beim Übertritt der Württemberger freigelassen, war er 1814 Generalstabschef beim Prinzen Adam und 1815 Generalquartiermeister beim Kronprinzen von Württemberg. Als Flügeladjutant des Königs 1816 wurde er mit der Neuorganisation der Reiterei betraut; man berief ihn auch nach Dänemark und Rußland zur Begutachtung der Kavallerie. 1820 wurde er zum lebenslänglichen Mitgliede der Kammer der Standesherren ernannt und war dann Gesandter in mehreren deutschen Hauptstädten, bis er 1848 in den Ruhestand trat. Er schrieb: »Vorlesungen über die Taktik der Reiterei« (3. Aufl., Karlsr. 1826); »Felddienstinstruktion für Schützen und Reiter« (4. Aufl., das. 1835); »Ideentaktik der Reiterei« (das. 1829), sein bestes Werk. In seinen »Aufzeichnungen« (Karlsr. 1847) gab er beachtenswerte Mitteilungen über die letzten Kriege Napoleons.
 
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Bismarpund, dän. und norweg. Gewicht, hielt 12 gemeine Pfund = 5,992 kg, jenes jetzt 6 kg.

 

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