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Biskotten bis Bismarck (Bd. 2, Sp. 907 bis 908)
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Artikelverweis Biskotten (franz.), in der Provence (Aix) kleines, rundes, den Makronen ähnelndes Gebäck.
 
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Biskra (Biscara), Bezirkshauptstadt in der alger. Provinz Konstantine, 111 m ü. M., an der Grenze der Sahara, durch Eisenbahn mit Konstantine verbunden, hat ein starkes Fort und (1901) 7554 Einw., wovon 707 Franzosen, 102 Juden und 6745 Berber. Araber und Neger, in sieben Dörfern (Ksurs)

[Bd. 2, Sp. 908]


Die Oase wird im Winter vom Wadi B., im Sommer durch Quellen und artesische Brunnen bewässert und zählt 50,000 Dattelpalmen nebst 5000 Ölbäumen. Dank seiner Lage am Wüstenrande, wird B. als Winterkurort benutzt. Schwefelquellen von 47° befinden sich 7 km von der Stadt. B., zur Römerzeit Zaba, ward in der christlichen Zeit Sitz eines Bischofs; unter den Mauren wurde es eine bedeutende Stadt, die aber 1663 durch die Pest 71,000 Menschen verlor. Vgl. Pease, B. and the oases and desert of the Zibans (Lond. 1893).
 
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Biskrabeule, s. Meyers Aleppobeule.
 
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Biskuit (franz., ital. Biscotto, vom mittellat. biscoctus, »zweimal gebacken«, soviel wie Zwieback, engl. Cakes), Gebäck aus Mehl, Eiern, Butter, Zucker und Gewürzen, wird in großer Mannigfaltigkeit (Fancy-B.) hergestellt. Kleberbiskuits bestehen aus Kleber mit Zucker und etwas Mehl. Bei der Fabrikation der Biskuits werden die Materialien in einer Knetmaschine in einen festen Teig verwandelt, den man wiederholt zwischen Walzen hindurchgehen läßt, um schließlich eine lange Platte zu erhalten, deren Dicke auf einer Egalisiermaschine reguliert wird. Endlose Tücher führen die Platte einem Apparat mit zahlreichen Ausstechern zu. Jeder Hub der Maschine liefert Dutzende von Biskuits, welche die Maschine selbsttätig auf Bleche ablegt, während die Teigreste wieder auf ein endloses Tuch gelangen und entfernt werden. Auf den Blechen passieren die Biskuits langsam den langen Backofen, aus dessen hinterm Ende sie fertig gebacken in Kisten fallen. Zu den weichen Biskuits (Queens) wird der Teig aus einer Spritze in Form eines Stranges herausgepreßt und durch einen Mechanismus in Scheiben zerschnitten. Mit B. bezeichnet man auch zweimal gebranntes, unglasiertes, besonders zu Figuren verwendetes Porzellan.
 
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Biskupitz, Dorf im preuß. Regbez. Oppeln, Kreis Zabrze, am Beuthener Wasser, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Steinkohlenbergbau und (1900) 9396 Einw. Dazu das Eisenwerk Borsigwerk, Knotenpunkt an der Staatsbahnlinie Gleiwitz-Schwientochlowitz.
 
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Bisley (spr. -lĭ), Stadt in Gloucestershire (England), 5 km östlich von Stroud, mit (1901) 4769 Einw. und Tuchweberei.
 
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Bislich, Dorf im preuß. Regbez. Düsseldorf, Kreis Rees, am Rhein, hat eine evangelische und 2 kath. Kirchen, Molkerei, Fabrikation von Käse und Dachsteinen und (1900) 2107 Einw.
 
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Bismar, nordische Hauswage, s. Meyers Besemer.
 
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Bismarck, ein 1872 von K. Mauch entdeckter und benannter Berg in der portug. Kolonie Mosambik (Südostafrika), unter 17°20´ südl. Br. und 32°64´ östl. L. Südlich davon der Moltkeberg, zwischen beiden das große Kaiser Wilhelm-Goldfeld.
 
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Bismarck, 1) (früher Braubauerschaft) Landgemeinde im preuß. Regbez. Arnsberg, Landkreis Gelsenkirchen, Knotenpunkt an der Staatsbahnlinie Essen-Herne, hat eine evang. Kirche, Steinkohlenbergbau, chemische Fabrik, Glas- und Spiegelmanufaktur und (1900) 21,169 Einw. 2) Hauptstadt des nordamerikanischen Staates Norddakota, Grafschaft Burleigh, Brückenpunkt der Nord-Pacificbahn am Missouri, mit (1960) 3319 Einw.
 
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Bismarck (Bismark), altmärk. Adelsgeschlecht, das schon im 13. Jahrh. in dem Städtchen Bismark angesessen war und von da nach dem benachbarten Stendal übersiedelte. Herbord v. B. wird 1270 zuerst genannt, Rule (Rudolf) v. B. 1309 als Altmeister der Gewandschneidergilde von Stendal erwähnt; dessen Sohn Klaus stand im Dienste des Erzbischofs Dietrich Kagelwid von Magdeburg und wurde von Markgraf Ludwig dem ältern von Brandenburg 1345 mit der Herrschaft Burgstall belehnt. Diese vertauschte die Familie 1562 mit Crevese, Schönhausen und andern Besitzungen, die jedoch z. T. im Laufe der Zeit verloren gingen. Aus der Familie B., von der einige Zweige den Freiherren- und Grafentitel erlangten, ging eine stattliche Zahl von Offizieren und auch zwei Minister (der Justizminister Levin Friedrich v. B., geb. 1703, gest. 1774, und dessen Sohn, der Finanzminister August Wilhelm v. B., geb. 1750, gest. 1783) hervor. Auch ein russischer General, Ludolf August v. B., geb. 1683, gest. 1750, gehörte der Schönhauser Linie an; er war der Schwager Birons, in dessen Sturz er 1740 verwickelt wurde. Der rheinischen Linie B.-Schönhausen gehörte der württembergische General Friedrich Wilhelm von Bismark (s. d., Bd. 3, S. 2) an. Vgl. »Geschichte des schloßgesessenen adeligen Geschlechts v. B. bis zur Erwerbung von Crevese und Schönhausen« (Berl. 1866); G. Schmidt, Schönhausen und die Familie von B. (2. Aufl., das. 1898); H. Valentin v. Bismarck, Stammbuch des altmärkisch-uradligen Geschlechts von B. 12001900 (das. 1900).

 

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