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Bisellĭum bis Bishop Auckland (Bd. 2, Sp. 906 bis 907)
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Artikelverweis Bisellĭum (lat.), Doppelsessel, bei den Römern ein aus Bronze gearbeiteter Ehrenstuhl.
 
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Bisentīna, Insel im See von Bolsena (s. d.).
 
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Bisenz (tschech. Bzenec), Stadt in Mähren, Bezirksh. Ungarisch-Hradisch, Knotenpunkt der Nordbahnlinie Wien-Krakau und der Staatsbahnlinie Brünn-Vlarapaß, hat ein prächtiges Schloß nebst Park, ansehnlichen Wein-, Obst- und Gurkenbau, Gänsezucht, Zuckerfabrik, Osterbrotbäckerei, Schaumweinerzeugung, Spiritushandel und mit Einschluß der Judengemeinde (1900) 4271 meist tschech. Einwohner.
 
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Bisérta (Bizerte, Bensert), Hafenstadt und Dampferstation an der Nordküste von Tunis (s. den Plan auf S. 907), südlich vom Kap Blanc, am Westufer eines Kauals, der vom Meer in einen Binnensee (See von B.) führt und durch eine Insel, das Quartier der Europäer, geteilt ist. Die Stadt ist mit Mauern und Türmen umgeben, hat eine große viereckige Kasbah, eine arabisch-französische Schule und 5000 Einw., die Fischerei (350,000 kg jährlich) und Handel treiben. Die vorzügliche Lage der Stadt, die den Schiffsverkehr zwischen der Meerenge von Gibraltar und dem Suezkanal beherrscht, hat die Franzosen bestimmt, im O. der Altstadt die Landenge zwischen Meer und See zu durchstechen, einen neuen großen Hafen anzulegen und ihn zu einem Kriegshafen ersten Ranges zu befestigen. In der Nähe die Ruinen der im Altertum berühmten phönikischen Stadt Hippo Zarytos (Diarrhytos). Von den Tyrern gegründet, teilte diese Stadt, der Herrschaft Karthagos unterworfen, dessen Schicksale. Unter Cäsar wurde Hippo Zarytos zur Kolonie erhoben; auch in der Kirchengeschichte spielte es durch mehrere Konzile eine Rolle. Am meisten blühte die Stadt, als die aus

[Bd. 2, Sp. 907]


Spanien vertriebenen Mauren, nach denen noch ein Stadtviertel »Humt el Andalus« heißt, hier eine Zufluchtsstätte fanden. Vgl. die Schriften des Erzherzogs Ludwig Salvator von Toskana: »B. und seine Zukunft« (Prag 1881) und »Benzert« (das. 1897).
 
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Bisextīl (bissextil, lat.), einen Schalttag enthaltend, weil letzterer, der 25. Februar, im römischen Kalender Cäsars der zweite sechste Tag vor den Kalenden des März (ante diem bis sextum Cal. Mart.) hieß.
 
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Bisexuell (lat.), beide Geschlechter habend, hermaphroditisch (besonders von Pflanzen).
 
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Bisgurre, s. Meyers Schmerle.
 
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Bish (spr. bisch), s. Aconitum.
 
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Bishop (spr. bischŏp), 1) Henry Rowley, engl. Komponist, geb. 18. Nov. 1786 in London, gest. daselbst 30. April 1855, machte seine Studien unter Leitung von Francesco Bianchi, wurde 1810 Musikdirektor des Coventgarden-Theaters, 1813 Leiter der neugegründeten Philharmonischen Gesellschaft, 1819 Dirigent der Oratorienkonzerte von Coventgarden, 1830 Musikdirektor von Vauxhall, 184143 Professor der Musik in Edinburg, 1848 in Oxford (1853 Dr. mus.); 1842 wurde er geadelt. B. war der letzte Dirigent (184048) der Concerts of ancient music. Seine Popularität verdankt er seinen zahlreichen (gegen 90) Bühnenwerken, die geschickt und fließend geschrieben waren. Doch hat er auch Oratorien und andre Vokalwerke geschrieben.
   2) Isabella, geborne Bird, engl. Reisende, geb. 15. Okt. 1832 in Edinburg als Tochter eines Geistlichen, hat zahlreiche Reisen zum Teil in entlegene Gebiete fremder Erdteile unternommen und lebendige Schilderungen derselben veröffentlicht. Sie schrieb (bis 1883 unter ihrem Mädchennamen): »The Englishwoman in America« (Lond. 1855, anonym); »Hawaian Archipelago and Sandwich Islands« (1875); »A lady's life in the Rocky Mountains« (1879, 4. Aufl. 1881; deutsch, Berl. 1882); »Unbeaten-tracks in Japan« (1880, 2 Bde.; 5. Aufl. 1900; deutsch, Jena 1886); »In the Golden Chersonese« (1883; deutsch, Leipz. 1884); »Journeys in Persia and Kurdistan« (1891); »Among the Tibetans« (1894); »Korea and her neighbours« (1898, 2 Bde.); »The Yangtze Valley and beyond« (1899).
 
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Bishop and his Clerk (spr. bischŏp änd), Inselgruppe im Stillen Ozean, s. Meyers Macquarie.
 
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Bishop Auckland (spr. aokländ), Stadt in der engl. Grafschaft Durham, auf einer Anhöhe am Wear gelegen, hat einen alten Palast des Bischofs von Durham inmitten eines großen Parks, eine Lateinschule und (1901) 11,966 Einw. Die 1388 erbaute Brücke steht auf römischen Pfeilern.

 

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