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Bischoffwerder bis Bischofshut (Bd. 2, Sp. 905)
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Artikelverweis Bischoffwerder, Johann Rudolf von, preuß. General, geb. 13. Nov. 1741 in Ostermondra bei Kölleda aus einer sächsischen Familie, gest. 31. Okt. 1803 auf seinem Landgut Marquardt bei Potsdam, studierte in Halle, ward 1766 preußischer Kornett, nach dem Frieden Kammerherr am kursächsischen Hof und Stallmeister des Herzogs Karl von Kurland, trat 1778 wieder in preußische Dienste und kam in die Umgebung des Prinzen, spätern Königs Friedrich Wilhelm II., der ihn nach der Thronbesteigung 1786 zum Oberstleutnant und Flügeladjutanten, 1789 zum Generaladjutanten ernannte und als preußischen Gesandten zum Kongreß von Sistova abordnete. Nach seiner Zurückkunft 1791 zum Generalmajor befördert, erhielt er immer größern Einfluß am Hof, bewog den König zu einer Annäherung an Österreich und zur Verständigung über die Haltung gegen Frankreich, die zum Krieg von 1792 führte. Nach dessen ungünstigem Ausgang erkaltete die Gunst des Königs; aber B. erhielt bei der polnischen Teilung noch große Güterkomplexe vom König geschenkt. Mit Wöllner wirkte er für die mystischen Bestrebungen der Meyers Rosenkreuzer (s. d.). Von Friedrich Wilhelm III. ward er verabschiedet. Mit seinem Sohne, der Generalmajor wurde, erlosch das Geschlecht der B. in Preußen.
 
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Bischofīt, Mineral, wasserhaltiges Chlormagnesium, MgCl2. 6H2O, kristallinisch-körnig und faserig, wasserhell bis weiß, glasglänzend, Härte 1,5, spez. Gew. 1,6, rasch zerfließlich, findet sich lagenweise mit Carnallit zusammen bei Staßfurt.
 
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Bischoflack (Lack, slowen. Škofja Loka), Stadt in Krain, Bezirksh. Krainburg, 350 m ü. M., an der Zeier (Sora, Nebenfluß der Save) und der Staatsbahnlinie Laibach-Tarvis gelegen, Sitz eines Bezirksgerichts, hat eine gotische Pfarrkirche, ein Ursulinerinnenkloster mit Mädchenpensionat, ein altes Schloß, Fabriken für Schafwollenwaren und Parketten und (1906) 2210 slowen. Einwohner. Nördlich das Dorf Alt- Lack, gleichfalls mit altem Schloß und 485 (als Gemeinde 3680) slowen. Einwohnern.
 
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Bischöfliche Kirche, soviel wie Anglikanische Kirche.
 
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Bischofsbad, s. Meyers Großwardein.
 
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Bischofsberg, 1) s. Meyers Frauenberg 3). 2) Dorf, s. Meyers Johannisberg.
 
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Bischofsburg (Bischburg), Stadt im preuß. Regbez. Königsberg, Kreis Rössel, an der Dimmer und der Staatsbahnlinie Rothfließ-Rudczanny, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, das Landratsamt des Kreises Rössel, Amtsgericht, Ofenfabrik, Dampfmahl-und-Schneidemühlen und (1900) mit der Garnison (ein Bataillon Infanterie Nr. 146) 5250 meist kath. Einwohner.
 
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Bischofsgrün, Dorf und Luftkurort im bayr. Regbez. Oberfranken, Bezirksamt Berneck, am Weißen Main, im Fichtelgebirge und an der Staatsbahnlinie Neuenmarkt-B., 679 m ü. M., hat eine evang. Kirche, ein Forstamt, Glasperlen- und Lackwarenfabrikation, Plüschweberei und (1900) 1753 Einw. Südlich der Ochsenkopf und östlich der Schneeberg.
 
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Bischofsheim, 1) B. vor der Rhön, Stadt im bayr. Regbez. Unterfranken, Bezirksamt Neustadt a. S., an der Brend, am Fuß der Rhön und an der Staatsbahnlinie Neustadt a. S.-B., 326 m ü. M., hat eine kath. Kirche, Holzschnitzschule, Amtsgericht, Forstamt, Braunkohlengruben, Basaltwerk, Steingutfabrik, Torfstecherei und (1900) 1260 meist kath. Einwohner. In der Nähe Ruine Osterburg. 2) Dorf in der hess. Provinz Starkenburg, Kreis Groß-Gerau, unweit des Mains, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Mainz-Aschaffenburg und Mainz-Goldstein, hat eine evang. Kirche und (1900) 2986 Einw. 3) S. Meyers Neckar-Bischofsheim. 4) S. Meyers Tauber-Bischofsheim.
 
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Bischofshofen, Marktflecken in Salzburg, Bezirksh. St. Johann, 547 m ü. M., an der Salzach, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Salzburg-Wörgl und B.-Selzthal, hat eine alte gotische Pfarrkirche, ein Säge- und Elektrizitätswerk u. (1909) 1996, als Gemeinde 3385 Einw. B. ist Fundort römischer Altertümer u. Ausgangspunkt für die Besteigung des Hochkönig (2938 m) u. des Hochgründeck (1827 m). In dem südwestlich gelegenen Mühlbachtal werden Kupferberg- und Hüttenwerke betrieben.
 
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Bischofshut, auf Wappen das Zeichen der bischöflichen Würde: ein flacher, grüner Hut mit breiter Krempe, an dem an

[Bd. 2, Sp. 906]


ebenfalls grünen Schnüren rechts und links je sechs Quasten hängen, geordnet 1,2,3 untereinander (s. Abbildung, S. 905). Auf dem Schild ruht die Mitra, hinter dem Schild erscheinen ein einarmiges Vortragskreuz und das Pedum. Die Erzäbte führen denselben Hut, aber kein Vortragskreuz. Über den Meyers Erzbischofshut s. d.

 

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