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Birkelstein bis Birkenlaubsänger (Bd. 2, Sp. 893 bis 894)
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Artikelverweis Birkelstein, Höhle, s. Meyers Schnaitheim.
 
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Birken, Siegmund von, Dichter, geb. 5. Mai 1626 in Wildenstein bei Eger, gest. 12. Juni 1681 in Nürnberg, Sohn des evangelischen Geistlichen Betulius, der später ein Predigtamt in Nürnberg erhielt, studierte in Jena seit 1643 zuerst die Rechte, dann Theologie, wurde 1645 in Nürnberg unter dem Namen Floridan Mitglied des Meyers Pegnitzordens (s. d.) und übernahm 1646 die Erziehung des Prinzen Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel und seines Bruders. Das Verhältnis löste sich aber schon nach Jahresfrist, und B. kehrte 1648 nach Nürnberg zurück, wo er zur Friedensfeier (1650) ein mit großem Pomp ausgeführtes Festschauspiel verfaßte. 1654 wurde er geadelt, worauf er seinen latinisierten Namen ins Deutsche rückübersetzte und sich »v. B.« nannte. Nachdem er von 165760 in Bayreuth gelebt, kehrte er nach Nürnberg zurück. B. ist ein Versvirtuos der äußerlichsten Art; seine allegorischen Dramen zeigen ein gewisses Geschick der äußerlichen Mache. Sein »Spiegel der Chren des Hauses Österreich« (Nürnb. 1668) ist die Umarbeitung eines ältern Werkes von F. I. Fugger; sein »Guelfis, oder Niedersächsischer Lorbeerhain« (das. 1669) eine ähnliche Verherrlichung des Hauses Braunschweig. Seine theoretischen Ansichten von Poesie und Rhetorik legte er in seiner »Teutschen Redebind- und Dichtkunst« (Nürnb. 1679) nieder. Vgl. Tittmann, Die Nürnberger Dichterschule

[Bd. 2, Sp. 894]


(Götting. 1847); Que denfeld, Siegmund von B. (Freienwalde 1878).
 
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Birkenartige Gewächse, soviel wie Betulazeen.
 
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Birkenberg, Stadt, s. Meyers Přibram.
 
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Birkenfeld, ein zum Großherzogtum Oldenburg gehörendes, aber abgesondert liegendes Fürstentum, südlich am Hunsrück, wird ganz von der preußischen Rheinprovinz begrenzt (s. Karte »Oldenburg«) und umfaßt ein Areal von 593 qkm (9,13 OM.). Es besteht aus der Herrschaft Meyers Oberstein (s. d.) und der Grafschaft Meyers Sponheim (s. d.). Das Land wird vom Hochwald und Idarwald durchzogen und im südöstlichen Teil von der Nahe durchflossen. Der Ackerbau ist trotz der gebirgigen Beschaffenheit des stark bewaldeten Landes im allgemeinen befriedigend; Obst gedeiht besonders an den Ufern der Nahe; blühend ist die Rindviehzucht. Die Waldungen bestehen größtenteils aus Laubholz. Gegenstand des Bergbaues sind Eisenstein und Dachschiefer. Die Industrie ist lebhaft, besonders im Amtsbezirk Oberstein die Achatschleiferei und die Fabrikation unechter Bijouterien. Die Bevölkerung betrug 1900: 43,409 Seelen, davon 34,523 Evangelische, 8180 Katholiken und 524 Juden. Die Regierung ist in dem großherzoglich oldenburgischen Hause nach dem Rechte der Erstgeburt erblich; aber die Verbindung des Fürstentums mit den übrigen oldenburgischen Ländern ist eine bloß persönliche, durch den gemeinsamen Regenten vermittelte. Die Regierungsgeschäfte besorgt unter der unmittelbaren Leitung des oldenburgischen Kabinetts das Regierungskollegium zu Birkenfeld. B. ist im oldenburgischen Landtage vertreten; außerdem besteht ein Provinzialrat (14 Mitglieder). Die Gemeindeverwaltung ist selbständig und wird durch Bürgermeister, die Staatsbeamte sind, kontrolliert. Es bestehen zwei Amtsgerichte (Birkenfeld und Oberstein) unter dem Landgericht in Saarbrücken. Über die Finanzen des Fürstentums s. Meyers Oldenburg. Seit 1569 führte ein Zweig des Hauses Zweibrücken, der bis 1733 in B. (s. unten) residierte, den Namen B.; 1776 kam B. an Baden, 1801 an Frankreich, 1817 an Oldenburg. Vgl. Barnstedt, Beschreibung des Fürstentums B. (Birkenf. 1845).
 
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Birkenfeld, 1) Hauptort des gleichnamigen oldenburg. Fürstentums (s. oben), 381 m ü. M., an der Eisenbahn B.-Neubrück, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, eine Synagoge, Gymnasium, Amtsgericht, Oberförsterei, Zichorien- und Tabakfabrikation, Gerberei, Bierbrauerei, Dampfziegelei und (1900) 2230 meist evang. Einwohner. Etwa 1 km von B. liegt auf einem Berg die alte Burg B., einst Residenz der Herzöge von Pfalz-B. Der Ort B. wird schon im 10. Jahrh. erwähnt. 2) Dorf im württemberg. Schwarzwaldkreis, Oberamt Neuenbürg, unweit der Enz und an der Staatsbahnlinie Pforzheim-Wildbad, hat eine evang. Kirche, Leder- und Seifenfabrikation und (1900) 2264 Einw.
 
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Birkenhäher, soviel wie Mandelkrähe und Tannenhäher.
 
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Birkenhain, Dorf im preuß. Regbez. Oppeln, Landkreis Beuthen, hat Zink- und Bleierzbergbau und (1900) 3466 Einw.
 
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Birkenhead (spr. börkenhedd), Hafenstadt (municipal borough) und Grafschaft im nordwestlichen England, am Mersey, Liverpool gegenüber und mit diesem seit 1886 durch einen 1,6 km langen Eisenbahntunnel verbunden, ist regelmäßig gebaut, hat breue Straßen, stattliche öffentliche Gebäude, eine Kunstschule, Freibibliothek und (1901) 110,926 Einw. (1841 kaum 8000). B. verdankt seinen Aufschwung den seit 1844 eröffneten großartigen Docks, die jetzt ein Areal von 201 Hektar mit 68 Hektar Wasserfläche bedecken und von 16 km langen Kais und zahlreichen Speichern umgeben sind. Schiff- und Dampfmaschinenbau sind die wichtigsten Industriezweige. Der Handel ist bei Liverpool inbegriffen. Dabei ein musterhaft angelegter Park von 72 Hektar und ein theologisches Seminar (St. Aidan's College). B. gehörte bis 1888 zu Cheshire.
 
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Birkenknopfhornwespe, s. Meyers Blattwespen.
 
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Birkenlaubsänger (Fitis), s. Meyers Laubsänger.

 

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