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Biolychnĭon bis Biophysik (Bd. 2, Sp. 889 bis 890)
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Artikelverweis Biolychnĭon (grch., »Lebenslampe«), nach Burggrave (gest. 1775) ein aus dem Blut eines Menschen bereitbares Lampenöl, das durch den Helligkeitsgrad seines Brennens Lebenskraft und -Dauer anzeigen sollte.
 
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Biomagnetismus, soviel wie tierischer Magnetismus.
 
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Biomantīe (Biomantik, griech.), Bestimmung aus gewissen Zeichen (z. B. aus der Lungenprobe), ob bei einem neugebornen Kinde Leben vorhanden war; auch Voraussagung der Lebensschicksale und Lebensdauer aus gewissen Zeichen; daher Biomant, einer, der sich mit dergleichen Wahrsagungen befaßt.
 
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Biomechanik (griech.), die Lehre von den mechanischen Kräften im lebenden Organismus.
 
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Biometrie (griech.), soviel wie Meyers Bioarithmetik (s. d.).
 
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Bion (griech.), s. Meyers Individuum.
 
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Bion, 1) B. von Borysthenes (am Dnjepr), Philosoph, um 280 v. Chr., beeinflußt vom Kynismus und von dem Hedonismus des Theodoros. In seinen »Diatriben«, die wir nur aus Fragmenten und zahlreichen Nachbildungen (unter andern in den »Satiren«

[Bd. 2, Sp. 890]


des Horaz) kennen, geißelte er höchst lebhaft und witzig menschliche Schwächen und Laster. Vgl. Hoogvliet, De vita, doctrina et scriptis Bionis (Leiden 1821).
   2) Griech. Bukoliker, gegen Ende des 2. Jahrh. v. Chr., aus Smyrna, scheint in Sizilien gelebt zu haben und soll vergiftet worden sein. In seinen Gedichten (meist mit Theokrit hrsg. und übersetzt; mit Moschos hrsg. von G. Hermann, Leipz. 1849, und Ziegler, Tübing. 1868), 18 kleinern, meist erotischen Inhalts, und einem größern epischen, der »Adonisklage« (hrsg. mit Übersetzung von v. Wilamowitz, Berl. 1900), zeigt er sich als Nachahmer Theokrits, jedoch ohne dessen Kraft und Naturwahrheit.
 
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Bionomie (griech.), die Lehre von den Beziehungen der Organismen zur umgebenden Welt, zu den Pflanzen und Tieren, mit denen sie zusammenleben, ihren Cymbioten und Parasiten, ihren wechselseitigen Anpassungen.
 
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Biophänomenologie (griech.), die Lehre von den Erscheinungen des Lebens.
 
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Biophoren (griech., »Lebensträger«), nach Weismann die Fortpflanzungselemente der beiden Geschlechter.
 
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Biophysik (griech.), die Wissenschaft von den physikalischen Lebensvorgängen (animalischen Erscheinungen).

 

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