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Bildungswärme bis Bilen (Bd. 2, Sp. 873 bis 874)
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Artikelverweis Bildungswärme, s. Meyers Thermochemie.
 
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Bildweberei (Bildwirkerei), die Kunst, figürliche und ornamentale Darstellungen mittels des Webstuhls zu verfertigen; s. Meyers Gobelins, Meyers Teppiche u. Weben.
 
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Bildweite, der Abstand der optischen Bilder vom optischen Mittelpunkte der Hohlspiegel oder Linsen.
 
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Bildwirkerei, soviel wie Bildweberei.
 
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Bildwölbung durch Linsen. Das Bild, das eine Linse von einem ebenen Objekt erzeugt, ist im allgemeinen nicht eben, sondern gewölbt, d. h. es müßte, um an allen Punkten scharf zu erscheinen, auf einem gewölbten Schirm (wie z. B. durch die gewölbte Netzhaut im Auge) aufgefangen werden. Entsteht es auf einer ebenen Platte, wie z. B. bei photographischen Apparaten, so erscheinen nur die Mitte oder nur die Ränder scharf. Bei größern Gruppenaufnahmen werden deshalb die einzelnen Personen auf einer gewölbten Fläche angeordnet, damit das Bild eben wird. Durch Kombinationen von Linsen aus verschiedenen Glassorten kann man mehr oder minder eine Ebnung des Bildes bewirken.
 
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Bildzauber, schon von indischen, chaldäischen, griechischen und römischen Magiern geübte Zauberei vermittelst eines gemalten oder aus Ton, Wachs, Metall geformten Bildes, um in der Ferne auf diejenige Person zu wirken, die dieses Bild vorstellen sollte, oder mit dem es durch allerlei Praktiken magisch verbunden

[Bd. 2, Sp. 874]


worden war. Je nachdem man eine solche Rachepuppe peinigte, köpfte, ersäufte, in den Rauch hing oder im Feuer schmolz, glaubte man die betreffende Person zu peinigen, ihr (durch einen Stich in die Leber) Liebe einzuflößen, sie durch einen Schuß zu verletzen (s. Meyers Hexenschuß), rasch zu töten oder langsamem Siechtum zu überliefern. Zum Liebeszauber fertigte man auch wohl die Bilder zweier durch Zauberei zu verbindender Personen und operierte mit ihnen. In der nordischen Nornagest- und griechischen Meleagersage ist ein ähnliches Motiv dichterisch verwertet worden; die erotischen Dichter der Griechen und Römer erwähnen den B. häufig. Im Mittelalter und in den Hexenprozessen spielte das Zauberbild (Atzmann. franz. vols, voûts) eine große Rolle, und die Päpste erließen zahlreiche Bullen gegen seinen Gebrauch. Später wurde die Anklage, mittels Wachsbilder dem König nach dem Leben zu stehen, am französischen Hofe Gegenstand zahlreicher Prozesse. Die Quelle dieses Aberglaubens beruht in der Vorstellung, daß das Bild einen wirklichen Teil der Person darstelle, weshalb Naturvölker einen großen Abscheu, sich malen oder photographieren zu lassen, an den Tag legen. Nach Ansicht des Mittelalters gehörten noch Teile der Mumie (s. d.) des lebenden Menschen, nämlich Haar, Haut oder Nägelabschnitzel, die dem Bild eingefügt wurden, oder eine kirchliche Taufe auf den Namen desselben dazu, um sein Schicksal mit dem des Bildes unauflöslich zu vereinigen. Man hütete sich deshalb sehr, Abfallstoffe des Körpers in die Macht fremder Menschen geraten zu lassen.
 
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Bilĕam (hebr., »Volksverderber«), Wahrsager und Magier zu Pethor am Euphrat, Beors Sohn (4. Mos. 2224). Vom Moabiterkönig Balak aufgefordert, die herandringenden Israeliten zu verfluchen, gab er erst wiederholten glänzenden Versprechungen nach und mußte dann, überwältigt von prophetischer Begeisterung, segnen statt fluchen, gab aber den hinterlistigen Rat, die Israeliten durch heidnische Weiber zum unzüchtigen Baalsdienst zu verleiten und so ihre Kraft zu brechen (4. Mos. 31,8,16); er fiel im Kampf gegen Midian. Die Erzählung von der redenden Eselin und dem Engel, der dem B. in den Weg trat, schildert Bileams Sinn, der zwischen seiner bessern prophetischen Erkenntnis und dem Verlangen nach dem dargebotenen Gewinn geteilt war. Im Neuen Testament ist B. (gräzisiert Balaam) der Typus falscher Propheten.
 
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Biledschik, Hauptort des Liwa Erthogrul im kleinasiat. Wilajet Chodawendikjâr, am Karasu, Zufluß des Sakaria, mit 800 Häusern und 10,500 halb türkischen, halb armen. Einwohnern, betreibt ansehnliche Seidenraupenzucht, Weinbau und Seidenspinnereien. Station der Eisenbahn Skutari-Eskischehr. Das alte Schloß B. (bei den Byzantinern Belekoma), von Emir Osman 1299 erobert, war die erste türkische Eroberung im griechischen Kaiserreich.
 
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Biled ul Dscherid (Belâd el Dscherid, d. h. Dattelland), Landschaft im südlichen Tunis, zwischen den Schotts Gharsa und El Dscherid, mit 1 Million Dattelpalmen in seinen 2000 Hektar umfassenden Oasen (Tusar, Nafta, El Udian, El Hamma u. a.). Zur Römerzeit war B., zu dem man auch die Umgebung der westlichern Schotls rechnete, eine Stätte hoher Kultur, wie noch zahlreiche Ruinen beweisen; auch zur Blütezeit des arabischen Kalifats trug es zahlreiche Burgen und Städte. In neuester Zeit hat die französische Regierung durch Anlage artesischer Brunnen Keime neuer Entwickelung geschaffen
 
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Bilek, Städtchen in der Herzegowina, an der Grenze von Montenegro und an der Trebinjčiča gelegen, hat (1895) 1497 Einw. und wurde nach der Okkupation vom General Galgóczy auf dem Hochplateau B. (480 m) neu erbaut und mit einem Kranz von Forts umgeben.
 
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Bilen (Bilin), die Sprache der Meyers Bogos (s. d.).

 

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