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Bildhauerwerkstatt bis Bildung (Bd. 2, Sp. 871 bis 872)
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Artikelverweis Bildhauerwerkstatt (Sculptor), Sternbild am südlichen Himmel, zwischen dem Phönix und Walfisch, vgl. Beilage zum Art. »Fixsterne«.
 
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Bildmeßkunst, s. Meyers Meßbildverfahren.
 
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Bildnerei, s. Plastik.
 
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Bildnis, s. Meyers Porträt.
 
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Bildsäulen, Rundbilder sinnlich wahrnehmbarer, besonders aber lebender Gegenstände und namentlich menschlicher Gestalten in Holz, Stein, Metall, Ton, Wachs, Gips oder ähnlichen Stoffen; s. Meyers Bildhauerkunst.
 
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Bildschnitzerei, die Kunst, die sich zur Ausarbeitung von Bildwerken des Elfenbeins und des Holzes und als Werkzeuge des Schnitzers und Messers bedient; s. Meyers Elfenbeinschnitzerei und Meyers Holzbildhauerei.
 
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Bildsteine (Lithomorphi, Lithoglyphi), Steine, die in ihrer Gestalt Ähnlichkeit mit andern, nicht dem Mineralreich angehörigen Gegenständen haben. Die

[Bd. 2, Sp. 872]


B. sind teils Naturspiele, teils Versteinerungen. Bildstein auch soviel wie Agalmatolith.
 
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Bildstock, die einfachste Form der Meyers Betsäule (s. d.), ein hölzerner Pfeiler mit einem Kruzifix oder einem Heiligenbild in einer Nische.
 
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Bildstock, Weiler im preuß. Regbez. Trier, Kreis Saarbrücken, zur Gemeinde Friedrichsthal gehörig, hat Steinkohlenbergbau und (1900) 4841 Einw.
 
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Bildt, 1) Diedrik Gillis, Freiherr, schwed. Staatsmann und Militär, geb. 16. Okt. 1820 in Gotenburg, gest. 22. Okt. 1894 in Stockholm, ward 1837 Artillerieoffizier, 1859 Generalmajor und Oberadjutant Karls XV., dessen Vertrauen er in hohem Grade besaß, 1862 Oberstatthalter zu Stockholm und 1864 in den Freiherrenstand erhoben. Im Ständereichstag (seit 1847) sowie später in der Ersten Kammer (1867 bis 1874 und 188793) erwarb er sich durch seine Rednergabe schon frühzeitig eine bedeutende Stellung. 1874 ging er als Gesandter nach Berlin, wo er erfolgreich für eine Verbesserung der deutsch-schwedischen Beziehungen wirkte. 1886 als Reichsmarschall und Generalleutnant nach Schweden heimgekehrt, übernahm er Anfang 1888 als Minister des Auswärtigen die Bildung eines gemäßigt schutzzöllnerischen Kabinetts, trat aber schon Ende 1889 zurück.
   2) Karl, Freiherr, schwed. Diplomat und Historiker, Sohn des vorigen, geb. 15. März 1850 in Stockholm, seit 1870 teils im diplomatischen Dienst, teils im Auswärtigen Amt beschäftigt, 1899 Mitglied der Haager Friedenskonferenz, seit 1889 Gesandter in Rom, ward im Herbst 1902 nach London versetzt. Die Ergebnisse seiner systematisch in Italien betriebenen Archivstudien hat B. in mehreren wertvollen Abhandlungen, von denen »S. Birgittas hospital och den svenska kolonien i Rom under 1600talet« erwähnt sei, sowie in den beiden, durch Fleiß, Scharfsinn und vollendete Form ausgezeichneten Werken »Christine de Suède et le cardinal Azzolino« (Par. 1899) und »Svenska minnen och marken i Rom« (Stockh. 1900) niedergelegt. Auch seine Reiseskizzen »Anteckningar från Italien« (Stockh. 1896) haben weite Verbreitung gefunden. Seit 1901 ist B. Mitglied der schwedischen Akademie.
 
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Bildung, dem ältern Sprachgebrauch nur, wie noch immer der Naturwissenschaft, in der eigentlichen Bedeutung von (körperlicher) Gestaltung oder Gestalt (Bild, Gebilde) geläufig, wird in der neuern Sprachweise (seit I. Möser) vorwiegend im übertragenen, geistigen (pädagogischen) Sinne gebraucht für die Tätigkeit des Bildens (Unterrichtens, Erziehens) und zumeist für das Ergebnis dieser Tätigkeit, den geistigen Zustand. Daher unterscheidet man materiale B. (Bereicherung oder Reichtum an Kenntnissen) und formale B. (Befähigung zum Auffassen, Beurteilen, Darstellen) und stellt die allgemeine B. der Fachbildung, die harmonische (allseitige) der einseitigen, die gesunde B. der Verbildung, die abgeschlossene der Halbbildung, die B. des Gemüts der des Verstandes gegenüber. Auch spricht man von verschiedenen Bildungsidealen und demnach von christlicher, patriotischer, nationaler, humaner, humanistischer oder gelehrter, realistischer, ästhetischer B. Nach dem Bildungsgang endlich unterscheiden sich akademische und seminarische, Gymnasial- und Realschulbildung etc. Daher: Bildungsanstalten, Schulen; Bildungs- (Volksbildungs-)vereine, Gesellschaften zur Verbreitung nützlicher und erfreulicher Kenntnisse (s. den besondern Artikel S. 873).

 

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