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Bildende Künste bis Bilderschrift (Bd. 2, Sp. 858 bis 860)
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Artikelverweis Bildende Künste, die Künste, die einem bildsamen Stoff eine künstlerische Form geben, die einem erdachten oder vorhandenen Vorbild entspricht. Es sind die Künste des Raumes oder des Nebeneinander: Baukunst, Bildnerei und Malerei mit ihren Nebenkünsten. S. Meyers Kunst.
 
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Bilder, reelle und virtuelle, s. Meyers Linse und Meyers Spiegelung.
 
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Bilderbibel, jede mit Bildern versehene Bibel, insbes. die mit Miniaturen oder Federzeichnungen geschmückten Bibelhandschriften des Mittelalters, anderen Stelle seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrh. Holzschnittwerke traten. Während die Handschriften gewöhnlich den ganzen Text der Bibel oder des Alten

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oder Neuen Testaments enthielten, beschränkten sich die Holzschnittbibeln später, besonders im 16. Jahrh, auf kurze, die einzelnen Bilder erläuternde Bibelstellen in lateinischer oder in der Landessprache; die Holzschnitte wurden auch illuminiert. Durch die Tätigkeit der Miniaturmaler hatten sich allmählich bestimmte Bilderreihen, insbes. die der Passion, der Geschichte Abrahams, Davids etc., ausgebildet, die für spätere Zeiten typisch blieben. Bisweilen wurden in diesen Bilderbibeln als parallel gedeutete Vorgänge des Alten und Neuen Testaments einander gegenübergestellt. Im 16. Jahrh. waren die Bibelbilder von H. Holbein dem jüngern, Cranach, H. S. Beham, T. Stimmer, de Bry und A. Woensam von Wornis am meisten verbreitet. Vgl. Muther, Die ältesten deutschen Bilderbibeln (Münch. 1883). In neuerer Zeit sind die Bibelillustrationen von Schnorr von Carolsfeld und G. Doré am populärsten geworden. Außerdem sind noch zu nennen die »Bibel mit Bildern der Meister christlicher Kunst« (hrsg. von Pfleiderer, Stuttg. 188895, 3 Bde.) und die »Tausend-B.« (das. 1900). S. auch Meyers Biblia pauperum.
 
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Bilderblende (Bildernische), s. Meyers Blende.
 
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Bilderchroniken, im ersten Viertel des 14. Jahrh. auftauchende, mit Illustrationen versehene Aufzeichnungen der Ereignisse seit der Erschaffung der Welt (am verbreitetsten die Weltchronik des Rudolf von Ems), denen im 15. Jahrh. Chroniken einzelner Städte folgten. Seit dem Ende des 15. Jahrh. wurden die handschriftlichen B. durch gedruckte mit Holzschnitten und später auch mit Kupferstichen verdrängt, die Schilderungen von Zeitereignissen (Kriegen, Belagerungen, Festlichkeiten, abenteuerlichen Fahrten u. dgl.), Reisebeschreibungen und Darstellungen einzelner Geschichtsepochen oder auch der ganzen Weltgeschichte enthielten. Die Holzschnitte sind oft nach Zeichnungen hervorragender Künstler ausgeführt. Eine der berühmtesten dieser B. ist die Weltchronik von Hartmann Schedel mit Holzschnitten nach M. Wolgemut und Wilhelm Pleydenwurff (Nürnb. 1494). Vgl. Zemp, Die schweizerischen B. (Zürich 1897).
 
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Bilderdienst und Bilderverehrung (Ikonolatrie, Idololatrie). Die Neigung und Gewohnheit, das göttliche Wesen und die göttlichen Kräfte in Bildern darzustellen und zu verehren, ist dem gesamten Altertum gemein. Einen scharfen Gegensatz dazu bieten nur die Religion Zoroasters, der Mosaismus und der Islam. Auch das Christentum war dem Bildet dienst von Haus aus abgeneigt. Die sehr alte Anwendung der christlichen Symbole des Kreuzes, des Hirten, des Lammes, des Fisches, des Schiffes, der Palme. des Phönix, der Taube etc. an den Wänden der Wohnungen, auf Gräbern, Sarkophagen und Geräten widerspricht dem nicht. Erst bei den gnostischen Sekten des 2. und 3. Jahrh. treffen wir auch Bildnisse Christi an. Allmählich drang aber der Schmuck der Gotteshäuser mit Bildern auch in die rechtgläubige Kirche ein. Im 4. Jahrh. begann der Bilderstreit. Noch sprachen sich Synoden und die angesehensten Kirchenväter namentlich gegen die Abbildungen Christi und Gottes als durchaus unzulässig aus. Aber schon jetzt gab es z. B. in Edessa ein angeblich authentisches Bild Christi, und bald kamen solche sowie Bilder der Jungfrau Maria und andrer Heiligen allenthalben auf. Es wurde Sitte, die gewissen Heiligen geweihten Kirchen mit Darstellungen aus ihrem Leben oder mit Bildern aus der heiligen Geschichte zu schmücken. Schon Augustin klagte über Bilderanbetung, Cyrillus von Alexandria dagegen beförderte grundsätzlich den Bilderdienst. Die Theorie dazu erfand Gregor I.: die Bilder seien die Bücher der Armen, aus denen sie, die nicht lesen können, die Kenntnis der heiligen Geschichte schöpfen. Im Verlauf des 6. Jahrh. wurde es besonders im Orient herrschende und kirchlich gebilligte Sitte, sich vor den Bildern und Statuen niederzuwerfen, sie durch Niederknieen, Küssen, Anzünden von Kerzen und von Weihrauch, Bekleidung mit kostbaren Gewändern und Verzierung mit Geschmeiden zu ehren (s. Meyers Anbetung). Man sing an, zu besonders berühmten Bildern zu wallfahrten, sie zu preisen und zu beschenken; ja, der Gegensatz gegen den andringenden Islam und gegen das Judentum konnte dazu verleiten, in diesem Bilderdienst etwas spezifisch Christliches zu finden. Aber darin lag auch für die oströmischen Kaiser, denen eine so schroffe Scheidewand zwischen den Religionen im politischen Interesse unerwünscht war, ein Motiv zum Einschreiten. Besonders Leo der Isaurier (717741), Konstantin Kopronymos (741775), Leo der Chasare (775780), Leo der Armenier (813820) und Theophilos (829842) hatten sich die Ausrottung des Bilderdienstes zum Ziel gesetzt. Aber gegen den schon vom ersten dieser Monarchen eingeleiteten förmlichen Bildersturm (Ikonoklasmus) erhob sich der Fanatismus der Mönche im Bunde mit weiblicher Bigotterie, und die Kaiserinnen Irene und Theodora ließen auf den Synoden von Nicäa (787) und Konstantinopel (842) beschließen, daß die Bilder Christi, der Jungfrau, der Engel und Heiligen durch Küssen, Kniebeugen, Lichteranzünden und Weihrauch zu verehren, wahrhaftiger Gottesdienst aber nur der Trinität zu leisten sei. Dieselbe Theorie eignete sich auch die lateinische Kirche an trotz des Widerstandes, den die fränkische Kirche unter Karl d. Gr. leistete (s. Karolingische Bücher). Auch die Abbildung Gottes des Vaters wurde erlaubt. In der Tat haben auch die Maler darauf nie verzichtet, und nur die reformierte Kirche hat im Gehorsam gegen den Dekalog mit den Bildern Gottes allen und jeden Bilderschmuck aus den Kirchen entfernt, während Luther sich durch Karlstadts Bildersturm (1522) auf die andre Seite drängen ließ. Vgl. Schlosser, Geschichte der bilderstürmenden Kaiser (Frankf. 1812); v. Wessenberg, Die christlichen Bilder (neue Ausg., St. Gallen 1845, 2 Bde.); Piper, Über den christlichen Bilderkreis (Berl. 1852); Lüdtke, Die Bilderverehrung in den ersten christlichen Jahrhunderten (Freiburg 1874); Schwarzlose, Der Bilderstreit (Gotha 1890).
 
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Bilderdijk (spr. -daik), Willem, berühmter niederländ. Dichter, geb. 7. Sept. 1756 in Amsterdam, gest. 18. Dez. 1831 in Haarlem. Durch einen Spielkameraden am Fuße verletzt, war B. an elf Jahre an die Stube gefesselt; dies Leiden mag mit Ursache gewesen sein zu der innerlichen Verstimmung, von der er sich in seinem ganzen spätern Leben nicht freimachen konnte, und die seinem Charakter und seinem Schaffen den Stempel ausdrückte. Er begann frühzeitig zu dichten und war, als er 1780 die Universität Leiden bezog, um die Rechte zu studieren, bereits, 1774 für ein Gedicht preisgekrönt, eine Berühmtheit. Von 17821787 war er im Haag als Advokat tätig, 1785 vermählte er sich mit Katharina Rebekka Woesthoven, mit der er in höchst unglücklicher Ehe bis 1795 zusammenlebte. In diesem Jahre verließ er sein Vaterland, nachdem er sich als eifriger Orangist bei dem Einbruch der Franzosen geweigert hatte, den Beamteneid zu leisten. Seine Frau folgte ihm nicht, 1802 wurde die Ehe gesetzlich getrennt. B. ging zuerst nach

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Hamburg, dann nach London, wo er in Katharina Wilhelmina Schweickhardt, der Tochter eines niederländischen Malers, eine begeisterte Schülerin fand, die ihm 1797 nach Braunschweig folgte und bis an ihr Lebensende seine treue Gefährtin blieb. Sie selber (geb. 1776 im Haag, gest. 1830 in Haarlem) war eine fruchtbare und vielseitige Dichterin. Ihre vollständigen »Dichtwerken« erschienen Haarlem 18581860 in 3 Bänden. In Braunschweig, wo ihm der Herzog eine kleine jährliche Pension aussetzte, war B. ungemein tätig, auch als juristischer Schriftsteller (»Observationes et emendationes juris«, Braunschw. 1806) und kehrte 1806 nach Holland zurück, wo er Bibliothekar Ludwig Napoleons wurde. Nach Ludwigs Abdankung verlor er seine Stellung und hatte mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, trotz seiner ziemlich beträchtlichen Einnahmen als Schriftsteller. Von 181727 wirkte er in Leiden als Privatdozent der Geschichte, wo er eine reiche Tätigkeit auf sprachgeschichtlichem Gebiet entfaltete. Mit I. Grimm stand er im regsten Briefwechsel. Vgl. »Brieven van W. B.« (Teil 3, Amsterd. 1837). 1827 siedelte er nach Haarlem über, wo er vier Jahre später einsam und verbittert starb. Als Dichter entfaltete B. eine ungemein fruchtbare und vielseitige Tätigkeit. In die erste Periode seines Schaffens fallen seine Übertragungen von Sophokles, Homer, Ovid, Horaz etc. Große, aber durchaus nicht unbestrittene Anerkennung fand er als Romanzendichter (»Elius«, »Urzijnen Valentijn«), noch größere als lyrischer Dichter, obwohl seine Lyrik der warmen Gefühlstöne völlig entbehrt und mehr durch die souveräne Beherrschung der Form fesselt. In rascher Aufeinanderfolge erschienen: »Mengelpoezij« (1799, 2 Bde.); »Poezij« (18031807, 4 Bde.); »Mengelingen« (18041808, 4 Bde.); »Nieuwe Mengelingen« (1806, 2 Bde.). 1807 veröffentlichte er das Lehrgedicht »De ziekte (Krankheit) der geleerden«, das in Holland als sein poetisches Hauptwerk gilt. Sein Epos »De ondergang der eerste wareld« (1809), bedeutender als jenes, blieb Fragment. Auch als dramatischer Dichter versuchte er sich (»Floris V.«, »)Villem van Holland«, »Kornak«). Die Befreiung des Vaterlandes feierte er in der Dichtung »Hollands verlossing« (181314, 2 Bde.). Als historischer Schriftsteller machte er sich verdient mit der erst nach seinem Tode herausgegebenen »Geschiedenis des vaderlands« (Amsterd. 183251, 13 Bde.), deren 9. Band Bilderdijks Selbstbiographie enthält. Eine Gesamtausgabe seiner »Dichtwerken« besorgte Da Costa (Haarl. 185659,16 Tle.), deren Schlußband die Biographie des Dichters: »De menschen de Dichter B.« bringt; neuere Auswahlen gaben I. van Vloten, I. Koenen, R. A. Kollewijn und A. Verwey heraus. Vgl. Allard Pierson in der Monatsschrift »De Gids« (1886); Jan te Winkel, B., lotgenoot van Multatuli (Haarlem 1890), und R. A. Kollewijn, B., zijn levenen zijn werken (Amsterdam 1891, 2 Bde.).
 
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Bilderkapitell, Kapitell des romanischen Baustils, das mit Relieffiguren von Menschen, Tieren und fabelhaften Phantasiegebilden verziert ist.
 
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Bildermarmor, soviel wie Ruinenmarmor, s. Meyers Marmor.
 
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Bilderreime (lat. Carmina figurata), eine bei den Griechen der alexandrinischen Zeit aufgekommene Künstelei, darin bestehend, daß man Gedichten durch Verse von verschiedener Länge die äußere Gestalt der Gegenstände zu geben suchte, deren Namen sie in der Überschrift führten, z. B. eines Altars, eines Eies, einer Hirtenflöte etc. Sammlung der »Carmina figurata graeca« von Haeberlin (2. Aufl., Hannov. 1887). Auch in der deutschen Poesie wurde zur Zeit des gesunkenen Geschmacks diese Spielerei bei Gelegenheitsgedichten mit Vorliebe angewendet.
 
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Bilderschrift (Piktographie; hierzu die Tafel Meyers »Indianische Bilderschrift«), vor Erfindung der Buchstabenschrift das nächstliegende Hilfsmittel, um Geschehenes, Nachrichten, Wünsche, Befehle etc. an ferne Personen oder auch an die Nachwelt gelangen zu lassen. Dahin gehören auf Denk- und Grabsteinen oder auf Felswänden eingeritzte Bilder (Petroglyphen), Einritzungen, Zeichnungen und Malereien auf Geweihen, Walroßzähnen und Knochen (bei den Eskimos), Holztafeln, Rindenstücken, Tierhaut und Gewebstoffen (vgl. »Kunst der Naturvölker«, Tafel II, Fig. 4 und 2527). B. findet man aus der Vor- und Jetztwelt bei allen Naturvölkern, die eine gewisse Kulturstufe erreicht haben, z. B. auf Felsen und megalithischen Denkmälern Englands und Skandinaviens, wie diejenigen von Bohuslän und auf dem Kiwik-Monument in Schonen, an vielen Orten Afrikas, in Arizona, Colorado, New Mexico, Kolumbien, Venezuela, Guayana u. a. Oft sind die Bilder in härtesten Granit und, z. B. an den Ufern des Orinoko, so hoch an den steilen Felswänden eingeritzt, daß die Volkssage sie von Leuten, die bei der »großen Flut« mit Kähnen da oben fuhren, ableitet. Im weitern Sinne lassen sich auch hierher die Meyers Sandmalereien (s. d.) der Indianer, die nur für ihre Festzeiten Bestand haben, die redenden Zeichen bei der Tätowierung etc. ziehen. Ursprünglich sind die Zeichnungen möglichst naturalistisch und dem Sinne nach leicht zu entziffern; dann aber mischen sich Zeichen ein, die nur dem Stamm selbst bekannt sein können, obwohl die Deutung meist naheliegend und daher nicht schwer ist. So bezeichnen die nordamerikanischen Indianer in ihren Rindenbriefen die Zahl der zu einem Unternehmen vereinigten Personen durch rohe menschliche Figuren, die oft durch ihre Totemtiere (s. Meyers Totem) wie durch Wappen genauer charakterisiert sind. Rot angemalte Glieder bezeichnen dabei entsprechende Verwundungen, Fehlen des Kopfes, daß sie getötet wurden. Pfeile und Sonnenbilder deuten Richtung u. Tagereisen (Dauer) des Zuges, Kähne Flußübergänge an. Auch ganze Geschichtserzählungen, Gesänge u. dgl. werden bildlich fixiert, z. B. auf der innern Seite der Fellmäntel bei den Prärie-Indianern. Auch die »Winterzählungen« der Dakotas, bei denen jedes Jahr durch ein hervorragendes Ereignis in spiralförmiger Anordnung bezeichnet war, gehören hierher. Von historischem Interesse ist das Walam-Olum (»bemalte Brett«) der Lenape-Indianer, das die Schicksale dieses Stammes von seiner Auswanderung aus einer nördlichen Heimat an, seine Kriege etc. bis zu seiner Niederlassung im östlichen Pennsylvanien und Ankunft der Weißen schildert. Die Odschibwä-Indianer reichten noch 1849 eine piktographische Bittschrift beim Kongreß m Washington ein. Bei den Völkern Mittelamerikas war die B. bereits viel weiter entwickelt, so daß z. B. bei der Landung des Cortez geschickte Bild- und Schriftmaler die neuen Ereignisse sofort und mit großer Geschicklichkeit auf baumwollenen Geweben darstellten, um sie an Montezuma zu senden. Die amerikanischen Zauberer bedienten sich zur Unterstützung ihres Gedächtnisses solcher Schriftmalereien für ihre Zaubergesänge, wobei aber die einzelnen Darstellungen nicht vielmehr als mnemotechnische Hilfsmittel sind, um Inhalt und Reihenfolge der Verse ihrer Gesänge ins

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Gedächtnis zurückzurufen. Die B. eines solchen Zaubergesanges der Wabino-Genossenschaft unter den Odschibwä-Indianern von 38 Strophen stellt die beifolgende Tafel dar. Auch hier beruht die Bedeutung vieler Zeichen schon auf Lehre und Übereinkunft. Aus der Vereinfachung und Schematisierung solcher konventioneller Bilder sind vielleicht die ältesten Wort-, Silben- und Buchstabenschriften hervorgegangen, namentlich bei den Chinesen und alten Ägyptern. Die Maya-B. der Mexikaner und die Holztafelnschriften der Osterinseln zeigen solche Übergänge. Die alten Mexikaner wußten lateinische Gebete niederzuschreiben, indem sie ihre Bilderschrift als Laut- und Silbenschrift benutzten (vgl. Schrift). Viele Beispiele solcher Bilderschriften findet man wiedergegeben in dem großen Indianerwerk von H. R. Meyers Schoolcraft (s. d.), ferner in Lubbocks »Urgeschichte der Zivilisation« (deutsch, Jena 1875) und R. Andrees »Ethnographischen Parallelen und Vergleichen« (Stuttg. 1878). Vgl. Mallery, Pictographs of the North-American-Indians (»Annual Reports of the Bureau of Ethnology IV«, Washingt. 1886) und »Picture writing of the American-Indians« (ebenda X, 1893). Über die B. der Osterinseln s. den »Annual Report of the National Museum ( Meyers Smithsonian Institution) for 1888/89« (Washingt. 1891).

 

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