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Bikanir bis Bikuspidālklappe (Bd. 2, Sp. 856 bis 857)
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Artikelverweis Bikanir (Bikaner), britisch-ind. Vasallenstaat in Radschputana, zwischen 27°12´-30°12´ nördl. Br. und 72°15´-75°30´ östl. L., 57,859 qkm, mit (1891) 831,955 Einw. Das Land gehört im N. und NW. zur Tharwüste, der Süden und Südosten besteht aus öden Sandflächen, nur die bewässerte Nordostecke ist fruchtbarer. Die Sommer sind sehr heiß, die Winter sehr kalt. Man zieht treffliche Pferde, Rinder, Schafe und Kamele. Der Maharadscha unterhält 2700 Soldaten mit 10 Geschützen. Die Staatseinnahmen betragen

[Bd. 2, Sp. 857]


102,000 Pfd. Sterl. Die Hauptstadt B., in dürrer Ebene, hat eine starke Mauer, deren Türme ein mächtiges Fort überragt, mit dem Palast des Maharadscha, 13 Hindutempel, 14 Moscheen, ein College, 7 Dschainaklöster, Fabrikation von berühmten Zuckerwaren und Wollendecken und (1901) 53,071 Einw. (meist Hindu).
 
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Bikarbonāt (lat.), ein saures Kohlensäuresalz, speziell das saure oder doppeltkohlensaure Natron.
 
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Bikélas, Dimitrios, hervorragender griech. Dichter u. Essayist, geb. 1835 in Hermupolis auf Syra, lebt gegenwärtig in Paris. Er veröffentlichte 1862 in London eine Sammlung seiner Gedichte (»Στγο«, 2. Ausg., Athen 1885) und offenbarte namentlich in seinen Prosaerzählungen (»Lukis Laras«, das. 1879, 7. Ausg. 1891; in sehr viele Sprachen übersetzt, deutsch in Reclams Universalbibliothek; »Δηγματα«, Athen 1887; franz., Par. 1887; 2. Ausg. 1892) ein bedeutendes Talent. Sehr wichtig für die Entwickelung der neugriechischen Sprache sind seine Übersetzungen von Stücken aus »Faust« (in den »Στγο«), von Andersens »Märchen« (Leipz. 1873; 2. Ausg., Lond. 1887), besonders aber von Shakespeares »Romeo«, »Othello«, »Lear«, »Macbeth«, »Hamlet« und »Kaufmann von Venedig« (Athen 187687,2. Ausg. 188590). Als anmutiger Reiseschilderer zeigt er sich in »Ἀπὸ Νικοπόλεως εἰς Ὀλυμπίαν« (das. 1886, ursprünglich französisch geschrieben: »De Nicopolis á Olympie«, Par. 1885), als vornehmer historischer und politischer Essayist in zahlreichen Schriften, von denen die wichtigsten in den »Διαλέξεις καὶ ἀναμνήσεις« (Athen 1893) und in »La Grèce byzantine et moderne« (Par. 1893) gesammelt sind.
 
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Bikh, Pflanzengift, s. Aconitum.
 
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Bikh, Gewicht, s. Meyers Bihk.
 
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Bikkurim (hebr.), s. Meyers Erstlinge.
 
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Bikol, Volksstamm von 800,000 Köpfen auf der Halbinsel Camarines der Philippineninsel Luzon sowie den Südostinseln Catanduanes, Burias, Ticao und Masbate, friedlich, halbzivilisiert, Ackerbau treibend, in der Sprache sowohl von den Tagalen als den Bissaya abweichend. Physisch und geistig stehen die B. unter jenen, aber über diesen.
 
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Bikonkav und Bikonvex, s. Meyers Linse.
 
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Bikszád (spr. -ßād), Bad im ungar. Komitat Szatmár (203 m), mit drei alkalisch-muriatischen Säuerlingen und (1901) 1579 Einw.
 
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Bikuibafett, s. Myristica.
 
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Bikuspidālklappe (v. lat. bi- und cuspis, Spitze), die Klappe zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer.

 

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