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Bienenameise bis Bienenkorbhäuser (Bd. 2, Sp. 838)
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Artikelverweis Bienenameise (Mutilla L.), Gattung der Hautflügler aus der Familie der Heterogynen, meist elegant gefärbte Insekten, von denen nur die Männchen geflügelt sind und in der Färbung oft von den Weibchen abweichen. Letztere leben unter Steinen, Moos, auch in der Erde. Von den ca. 500 Arten leben die meisten in Südamerika, 10 in Deutschland. M. europaea L., 10 mm lang, schwarz, am Hinterleib mit weißlichen oder gelblichen, seidenhaarigen Querbinden, beim etwas größern und viel schlankern Männchen blau schimmernd, am Thorax rot, findet sich überall in Europa; die Larve schmarotzt in Hummelnestern und nährt sich von deren Brut.
 
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Bienenblumen (Bienengewächse), Pflanzen, deren Blüten den Bienen besonders reichliche Nahrung geben. Vgl. Bienenzucht und Melzer, Die Bienennährpflanzen, ihr Anbau und Nutzen (Neudamm 1891); auch die Blüten, die durch Bienen befruchtet werden; s. Meyers Blütenbestäubung.
 
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Bienenbrot, der eingetragene, mit Honig angefeuchtete Blütenstaub, der den Bienen zur Nahrung dient.
 
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Bienenbuckelfliege, s. Meyers Buckelfliege.
 
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Bienenfalke, s. Meyers Weihen.
 
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Bienenfänger, s. Meyers Bienenfresser.
 
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Bienenfresser (Meropidae Gray), Familie der Klettervögel, prachtvoll gefärbte Vögel mit gestrecktem Körper, überkopflangem, sanft gebogenem Schnabel, sehr kurzen Läufen, langen Zehen, langen spitzen Flügeln und gerade abgeschnittenem, gegabeltem oder sanft gerundetem Schwanz, dessen beide Mittelfedern sich bei vielen Arten verlängern. Die B. bewohnen meist die warmen Länder der Alten Welt, die nördlicher wohnenden wandern; alle sind höchst gesellig, nähren sich von Kerbtieren, nisten gesellig in Höhlen, die sie in steil abfallenden Erdwänden graben, und legen auf den bloßen Sand 47 Eier. In der Gefangenschaft sind sie nicht zu erhalten. Die einzige europäische Art, der Bienenfresser (Bienenfänger, Bienenvogel, Bienenwolf, Heuvogel, Seeschwalm, Merops apiaster L), ist 26 cm lang, sehr bunt gefärbt, bewohnt Südeuropa, Vorder- und Südasien, er durchstreift ganz Afrika, brütet aber selten nördlich der Pyrenäen und der Alpen. Die Eier (s. Tafel Meyers »Eier I«, Fig. 2) sind glänzend weiß. Seine Hauptnahrung sind stechende Insekten, und er plündert häufig Bienenstöcke. In Griechenland schießt man ihn wegen seines schmackhaften Fleisches.
 
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Bienengewächse, s. Meyers Bienenblumen.
 
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Bienenkäfer (Immenkäfer, Bienenwolf, Trichodes apiarius Herbst, s. Tafel Meyers »Bienen«, Fig. 12 u. 12 a), Käfer aus der Familie der Cleriden, 815 mm lang, glänzend stahlblau, rauhhaarig, mit drei breiten roten Querbinden auf den Flügeldecken, lebt auf den Blüten von Umbelliferen in der Nähe von Bienenhäusern, in denen die Larve schmarotzt. Ein andrer, südeuropäischer B. (Sitaris muralis Forst.), aus der Familie der Blasenkäfer, ist 9 mm lang, schwarz mit roter Flügeldeckenbasis; seine Larve schmarotzt bei der Schnauzenbiene (Anthophora pilipes) und unterliegt einer Hypermetamorphose (s. Meyers Blasenkäfer).
 
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Bienenkönigin, s. Meyers Bienen, S. 835.
 
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Bienenkorbhäuser, bienenkorbartige Gebäude mit dicken Erdmauern, kommen gruppenweise in Schottland vor und sollen teilweise aus der Steinzeit herstammen. Einige sind jedenfalls neuern Ursprungs und waren noch im Anfang des 19. Jahrh. bewohnt.

 

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