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Bielenstein bis Bielshöhle (Bd. 2, Sp. 833 bis 834)
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Artikelverweis Bielenstein, August, Sprachforscher, besonders um das Lettische verdient, geb. 4. März (20. Febr.) 1826 in Mitau, studierte 184650 Theologie in Dorpat, ward 1852 Pfarrer zu Neu-Autz in Kurland und 1867 Pastor der deutschen Gemeinde in Doblen unfern Mitau. Sein Hauptwerk ist das für die Erforschung des Lettischen grundlegende Buch »Die lettische Sprache nach ihren Lauten und Formen« (Berl. 186364, 2 Bde.), dem sich in kürzerer Fassung die »Lettische Grammatik« (Mitau 1863) anschloß. Seit 1864 Präsident der Lettischen literarischen Gesellschaft in Mitau, übernahm B. die sprachliche und exegetische Revision der lettischen Bibel (Mitan 1877). Das »Magazin der Lettischen literarischen Gesellschaft«

[Bd. 2, Sp. 834]


und die »Baltische Monatsschrift« enthalten viele wertvolle Aufsätze von ihm.
 
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Bieler See, s. Meyers Biel.
 
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Bieliden, s. Meyers Sternschnuppen.
 
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Bielitz, Stadt in Österreichisch-Schlesien, an der galizischen Grenze, 309 m ü. M., an der Biala, die B. von der galizischen Stadt Biala trennt, Knotenpunkt der Nordbahn, hat ein altes Schloß des Fürsten Sulkowski mit Park, 2 katholische, eine prot. Kirche und einen israelitischen Tempel, ein Obergymnasium, eine Oberrealschule, Staatsgewerbeschule, evangelische Lehrerbildungsanstalt, ein evangelisches Waisenhaus, Krankenhaus, Theater, 2 Banken, eine Filiale der Österreichisch-Ungarischen Bank, Gasanstalt, elektrische Zentralanlage mit Straßenbahn und mit den drei Vorstädten (1900) 16,597 meist deutsche Einwohner. Die industrielle Tätigkeit erstreckt sich vornehmlich auf Schafwollverarbeitung, in welchem Zweig B. mit der Nachbarstadt Biala nächst Brünn und Reichenberg den ersten Rang in der österreichisch-ungarischen Monarchie behauptet (vgl. Haase, Die B.-Bialaer Schafwollwarenindustrie, Bielitz 1874). Der Tuchhandel ist besonders nach Galizien, Ungarn und dem Orient sehr lebhaft. Außerdem hat B. Fabriken für Maschinen, Kratzen, Phosphorbronze und Eisenguß, Schrot, Papier, Möbel, Seife, Likör, Flachs- und Jutespinnerei, Bierbrauerei etc. B. ist Stadt mit eignem Statut und Sitz einer Bezirkshauptmannschaft (für den Landbezirk B.), eines Bezirks- und eines Gewerbegerichts und eines Hauptzollamtes. Westlich die Fabrikorte Alt-B. (2732 Einw.), Alexanderfeld (2191 Einw.) und Kamitz (2619 Einw.), dann der Kurort Ernsdorf mit hübschem Schloß und Park, einer Molken- und Kaltwasserheilanstalt und (1900) 2289 Einw.
 
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Biëlla, Kreishauptstadt in der ital. Provinz Novara, 412 m ü. M., rechts am Cervo, an der Eisenbahnlinie Santhià-B., Ausgangspunkt mehrerer Dampfstraßenbahnen (nach Vercelli, Cossato, Andorno, Mongrando), amphitheatralisch an einem Hügel hinaufgebaut und daher in die Ober- und die Unterstadt geteilt, die durch eine Drahtseilbahn verbunden sind, hat eine gotische Kathedrale, Denkmäler von Lamarmora und Sella und (1901) ca. 16,000 (als Gemeinde 19,514) Einw., die Schafwollspinnerei und -Weberei, Baumwollweberei, Fabrikation von Wirkwaren, Hüten, Leder, Maschinen und regen Handel betreiben. B. hat ein Gymnasium, ein Seminar, eine Notariats-, eine technische und eine Gewerbeschule, Theater, Wasserheilanstalt und ist Sitz eines Bischofs und zweier Tribunale. 7 km nördlich liegt am Berg Mucrone, 1250 m hoch, die besuchte Wallfahrtskirche Madonna d'Oropa, in der alle 100 Jahre ein achttägiges Fest gefeiert wird (zuletzt 1825). Vgl. Sella u. Mosca, Memorie della città di B. (Biella 1901).
 
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Bielmans, soviel wie Siebenschläfer.
 
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Bielolasica, Berg, s. Meyers Kapelagebirge.
 
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Bielo-Vrh, Gebirge, s. Meyers Kroatien-Slawonien.
 
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Bielowski (spr. bje-), August, poln. Gelehrter und Dichter, geb. 1806 in Krechowice, gest. 11. Ott. 1876 als Direktor der Ossolińskischen Bibliothek in Lemberg, studierte daselbst und begann seine literarische Tätigkeit mit Übersetzungen serbischer Volkslieder (1330) und der altrussischen Igor-Dichtung (Lemb. 1833). Unter seinen eignen Dichtungen ist die historische Rhapsodie »Pieśń o Henryku Pobożnym« (»Lied von Heinrich dem Frommen«) die bedeutendste. Erst in spätern Lebensjahren widmete sich B. ausschließlich historischen Studien. Seine »Kritische Ein leitung in die Geschichte Polens« (Lemb. 1850), worin er Dacien als die Urheimat des polnischen Stammes bezeichnet, ist von andern polnischen Geschichtsforschern, namentlich von Bartoszewicz (1852), aufs schärfste verurteilt worden. Am verdienstlichsten ist seine Veröffentlichung der »Monumenta Poloniae vetustissima« (Lemb. 186472, 2 Bde.; Bd. 35 hrsg. von der Krakauer Akademie der Wissenschaften 187888).
 
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Bielschowitz, Dorf im preuß. Regbez. Oppeln, Kreis Zabrze, hat eine kath. Kirche, Steinkohlenbergbau, Ziegelbrennerei und (1900) 7394 Einw.
 
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Bielshöhle, Höhle im Harz, im Bodetal bei Rübeland, wurde schon um 1672 aufgefunden, aber erst 1788 zugänglich gemacht und nach einem angeblichen Götzen Meyers Biel (s. d.) benannt. Sie hat 15 Abteilungen, die sich durch schöne Stalaktiten auszeichnen, ist aber für den allgemeinen Besuch geschlossen.

 

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