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Bakau bis Bakengeld (Bd. 2, Sp. 285 bis 286)
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Artikelverweis Bakau (Bacău), Hauptstadt des gleichnamigen Kreises in Rumänien (Moldau), an der Bistritza. Knotenpunkt an der Eisenbahn von Ungheni nach Turnu-Severin, Sitz eines Präfekten, eines Tribunals und eines deutschen Vizekonsuls, hat 8 Kirchen, darunter eine römisch-katholische, Gymnasium, Gewerbeschule, eine Papierfabrik, Handel und (1899) 16,187 Einw. (fast zur Hälfte Juden).
 
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Bakauner, s. Meyers Schwein.
 
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Bakchĭaden, Herrschergeschlecht zu Meyers Korinth (s. d.), angeblich von dem Herakliden Aletes abstammend, benannt nach Bakchis, dem fünften König nach Aletes. Fünf seiner Nachkommen regierten bis um 750 v. Chr.; dann ging ihr Königtum in eine Oligarchie über. Geschickt die geographische Lage benutzend und selbst an den Handelsgeschäften und Kolonisationen sich beteiligend, erhoben die B. Korinth zu einer mächtigen Seehandelsstadt. Aber durch Grausamkeit und Übermut verhaßt, wurden sie 657 von Kypselos, der durch seine Mutter selbst den B. angehörte, mit Hilfe der untern Stände größtenteils aus Korinth vertrieben.
 
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Bakchos, s. Dionysos.
 
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Bakchylĭdes, griech. Lyriker, aus Julis auf der Insel Keos, Schwestersohn und Schüler des Simonides, lebte längere Zeit wie dieser am Hofe des Hieron (477467 v. Chr.) zu Syrakus, später als Verbannter im Peloponnes. Er war in den verschiedensten lyrischen Gattungen tätig und ein tüchtiger Dichter, wenn er auch nicht an Pindar und Simonides heranreichte. Früher waren von seinen Gedichten nur Fragmente bekannt; neuerdings sind in einem ägyptischen Papyrus des British Museum 13 (oder 14) Epinikien und 6 Dithyramben mehr oder minder vollständig zutage gekommen (hrsg. von Kenyon, Lond. 1897; Blaß mit den übrigen Fragmenten, 2. Aufl., Leipz. 1900).
 
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Bake, Jan, Philolog, geb. 1. Sept. 1787 in Leiden, gest. daselbst 26. März 1864, war seit 1815 außerordentlicher und 181757 ordentlicher Professor der klassischen Literatur in Leiden. Die Kritik Ciceros und die sachliche Erklärung der attischen Redner förderte er besonders in der »Bibliotheca critica nova« (mit Geel, Hamaker und Peerlkamp, Leiden 182531, 5 Bde.) und seinen »Scholica hypomnemata« (das. 183762, 5 Bde.) sowie durch die Ausgaben von Ciceros »De legibus« (das. 1842) und »De oratore« (Amsterd. 1863). Auch gab er Kleomedes (Leiden 1820) und die »Rhetorica« des Apsines und Longinus (Oxf. 1849) heraus. Vgl. die Gedächtnisrede von Bakhuizen van den Brink (Amsterd. 1865).
 
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Bakel (lat. Baculus), Stab, besonders Schulstock.
 
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Bakel, befestigter Handelsplatz in der franz. Kolonie Senegal, am linken, steilen Ufer des Senegal, 900 km von der Mündung, unter 14°55´ nördl. Br. und 12° westl. L., mit (1890) 1762 Einw. In der Nähe des starken Forts liegen drei Dörfer der Wolof, Soninke und Kassonke. B. ist strategisch wichtig wegen seiner Lage an der Grenze zwischen Mauren und Berbern einerseits und den Negerstämmen stromauf anderseits, kommerziell als Ausgangspunkt der Handelsstraßen nach Guidimakha und Kaarta, Bambuk und Bandu. Hier tauschen die Eingebornen Gummi, Erdnüsse, Honig, Mais, Elfenbein und Goldstaub gegen europäische Waren ein. Regelmäßige Dampfschiffahrt Juni bis Oktober zwischen B. und St.-Louis.
 
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Bakelai (Akalai), Negerstamm in Meyers Französisch-Kongo (s. d.).
 
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Baken (Baaken), in der Feldmeßkunst soviel wie Fluchtstäbe (s. Meyers Abstecken). Im Seewesen heißen B. an Stromufern, am Strand und auf Sandbänken errichtete Landmarken für die Schiffahrt. Es sind gerüstartige oder volle Aufbauten mit auffälliger Gestalt. Die deutschen B. haben meist die in Fig. 1 dargestellte Form. Rettungsbaken, wie die Scharhörnbake auf dem Neuwerker Watt (Fig. 2) bergen einen Unterkunftsraum mit Trinkwasser und Lebensmitteln für Schiffbrüchige. Winkbaken (Signalbaken) am Eingange von Häfen, die bei gewissen Stürmen für hinausgehende Lotsen nicht passierbar

[Bd. 2, Sp. 286]


sind, bezeichnen den Schiffen das Fahrwasser durch eine lange Stange mit Flagge. Auf Leuchtbaken brennt nachts ein Leuchtfeuer. Turmbaken sind kleine, meist steinerne runde Türme. Pfahlbake, ein als Bake dienender Pfahl mit Faß oder Korb am Topp. Treibbake, eine verankerte schwimmende Pfahlbake.
 
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Bakengeld, eine Abgabe der Schiffe zur Ausbesserung und Unterhaltung der Betonnung und Befeuerung der Fahrwasser. Nach den Regeln des Board of trade z. B. zahlen die Schiffe B., wenn sie englische Gewässer passieren.

 

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