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Ladenschluß bis Ladesysteme (Bd. 6, Sp. 28)
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Artikelverweis Ladenschluß, im Sinne der Gewerbeordnung die Vorschrift, daß in offenen Verkaufsstellen (Läden, Buden, Basaren, Verkaufsmagazinen etc.) zu einer bestimmten Zeit jegliche geschäftliche Tätigkeit zum Zweck des Vertriebs von Waren einzustellen ist. Nach § 1390 der Reichsgewerbeordnung ist der L. für offene Verkaufsstellen allgemein und zwingend auf 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens festgesetzt. Innerhalb dieser Zeit dürfen weder der Unternehmer und seine Angehörigen noch die Angestellten (Handlungsgehilfen etc.) für den geschäftlichen Verkehr tätig sein. Ein Verschließen des Ladens, Verhängen der Schaufenster etc. ist während der Zeit des Ladenschlusses nicht notwendig. Über 9 Uhr abends dürfen Verkaufsstellen für den geschäftlichen Verkehr nur geöffnet sein 1) für unvorhergesehene Notfälle, 2) an höchstens 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr abends, 3) in Landgemeinden und in Städten unter 2000 Einwohnern auf Anordnung der höhern Verwaltungsbehörde. Während der Zeit des Ladenschlusses muß auch der Automatenbetrieb eingestellt werden, jedoch ist er in Wirtschaften, soweit es sich um den Vertrieb von Gegenständen handelt, die zum Wirtschaftsbetrieb gehören, gestattet. Ebenso ist während dieser Zeit der Hausierhandel auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder an andern öffentlichen Orten verboten. Ausnahmen hiervon können die Ortspolizeibehörden bei besondern Gelegenheiten oder für gewisse Arten von Geschäften im Interesse des Publikums gestatten. Auf Antrag kann die höhere Gemeindebehörde den L. auch für die Zeit zwischen 8 und 9 Uhr abends und 5 und 7 Uhr morgens anordnen (§ 139 s. der Gewerbeordnung).
 
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Ladepforten, auf manchen Kriegs- und Handelsschiffen seitlich in der Bordwand angebrachte Öffnungen zum Laden und Löschen kleinerer Stückgüter; diese L. werden in See wasserdicht mit Riegeln von innen verschlossen. Schiffe, die Holz verfrachten, haben vorn im Bug seitlich vom Vorsteven solche L.
 
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Ladeprofil, s. Meyers Lademaß.
 
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Ladepumpe, s. Meyers Gaskraftmaschine, S. 373.
 
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Laderampe (Ladebühne), eine feste oder auf Rädern bewegliche Fläche, deren oberer Teil in gleicher Hohe mit dem Fußboden der Güterwagen liegt, während im Anschluß daran eine geneigte Ebene zur Straßenhöhe hinabführt und so zur Erleichterung des Ein- und Ausladens von Gütern, Fahrzeugen, Vieh etc. dient. Für gewisse Zwecke, z. B. Langholzverladung, kann der geneigte Teil fehlen, indem die Ladebühne an beiden Langseiten senkrecht abschließt, und auf der einen Seite die Bahnwagen, auf der andern das Straßenfuhrwerk vorfährt. In der Regel sind die Laderampen sowohl für Seiten-als für Kopfverladung (über das Stumpfende eines Gleises hinweg in der Längsrichtung des Bahnwagens) eingerichtet, so unter anderm für lange Möbelwagen, die auf die Bahnwagen geschoben werden. Ladebühnen, die nur zum Umladen zwischen zwei Eisenbahngleisen liegen, bedürfen keiner geneigten Ausfahrt, werden dagegen oft mit Dach (auf Säulen ruhend) versehen.
 
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Ladeschaufel, s. Meyers Geschützzubehör.
 
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Ladeschein (Strom-, Fluß-, Binnenkonnossement), ein dem Meyers Konnossement (s. d.) nachgebildetes Warenpapier (s. d.), auf dem der Frachtführer oder Binnenschiffer dem Absender den Empfang des ihm zur Beförderung übergebenen Gutes bestätigt und sich verpflichtet, es an den legitimierten Besitzer des Scheines gegen dessen Rückgabe auszuliefern (Handelsgesetzbuch, § 444 ff., und Binnenschiffahrtsgesetz, § 72 ff.). Der L. ist entweder Meyers Rektapapier (s. d.) oder an Meyers Order (s. d.) gestellt. Zum Empfange des Frachtgutes legitimiert ist, an wen es nach dem L. abgeliefert werden soll, oder auf wen der an Order gestellte L. durch Indossament (s. d.) übertragen ist (§ 447). Während sich das Rechtsverhältnis zwischen Frachtführer und Absender nach dem Frachtverträge bestimmt, entscheidet zwischen Frachtführer und Empfänger des Gutes ausschließlich der L. (§ 446). Dafür, daß das Gut den der Bezeichnung entsprechenden Inhalt hat, haftet der Frachtführer jedoch nur, wenn ihn bei der Bezeichnung eignes Verschulden trifft. Für die Richtigkeit der im L. enthaltenen Bezeichnung der Zahl, des Maßes oder Gewichts der verladenen Güter haftet der Frachtführer nach dem Binnenschiffahrtsgesetz (§ 73), es sei denn, daß er einen Zusatz wie: »Zahl, Maß, Gewicht unbekannt« mit aufgenommen hat. Der Frachtführer darf einer Anweisung des Absenders, das Gut anzuhalten, zurückzugeben oder einem andern auszuliefern (Konterorder) nur Folge leisten, wenn ihm der L. zurückgegeben wird (§ 447). Wegen der dinglichen Wirkung des Ladescheins im Gegensatz zu dem eine bloße Beweisurkunde bildenden Frachtbrief vgl. auch Warenpapiere. Der L. hat sich übrigens bei uns nur im Binnenschiffahrtsverkehr eingebürgert.
 
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Ladesteig (Ladesteg), die an den Güterschuppen entlang laufende wagerechte Fläche von 0,61,6, auch 2 m Breite zum Aus- und Einladen des Stückguts einerseits für die Bahn-, anderseits für die Straßenwagen.
 
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Ladestellen, im Eisenbahnwesen Haltestellen ohne Personenverkehr.
 
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Ladestock, konischer oder zylindrischer Stab zum Hinabstoßen der Ladung in den Lauf der Vorderlader; für Kriegswaffen aus Stahl, für andre meist aus Holz; ersterer wurde 1730 vom »alten Dessauer« in der preußischen Armee eingeführt. Hinterlader haben einen Entladestock.
 
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Ladesysteme, jetzt Munitionsarbeitsräume genannt, Gruppen artilleristischer Hohlräume in Festungswerken zur Herstellung des täglichen Munitionsbedarfs für eine Anzahl Geschütze. Sie bestehen aus Geschoßladestelle, Verbrauchsgeschoß- und Verbrauchspulvermagazin und stehen durch Hebevorrichtungen mit der Munitionsfördertraverse (s. Meyers Traverse) auf dem Wall in Verbindung.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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