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Kremser, Eduard bis Kreodonten (Bd. 6, Sp. 635)
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Artikelverweis Kremser, Eduard, Komponist, geb. 10. April 1838 in Wien, seit 1869 Chormeister des Wiener Männergesangvereins, erregte Aufsehen durch seine wirkungsvolle Bearbeitung von sechs altniederländischen Volksliedern und schrieb eine Reihe größerer Männerchorwerke mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
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Kremserweiß, s. Meyers Bleiweiß.
 
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Kremsier (tschech. Kroměříž), Stadt mit eignem Statut in Mähren, in der fruchtbaren Landschaft Hanna, an der March und an den Linien Kojetein-Bielitz und K.-Zborovic der Nordbahn gelegen, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft (K.-Umgebung) und eines Bezirksgerichts, hat eine Kollegiatkirche, ein Schloß des Erzbischofs von Olmütz (1711 vollendet) mit Bibliothek, großem Park und Ziergarten, ein deutsches und ein tschechisches Obergymnasium, eine deutsche und eine tschechische Landesoberrealschule, ein erzbischöfliches Knabenseminar, Lehrerbildungsanstalt, Ackerbauschule, 2 Musikschulen, eine Maschinenfabrik und Eisengießerei, 2 Malzfabriken und 2 Bierbrauereien, eine Zuckerfabrik, Elektrizitätswerk, Handel mit Gerste, Obst und Vieh, ein Krankenhaus, Sparkasse und mit den 8 Vorstädten (1900) 13,935 meist tschech. Einwohner (1460 Deutsche), davon 1065 Mann Militär. K. wurde 1110 ein Besitztum des 1063 neubegründeten Bistums Meyers Olmütz (s. d.) durch Kauf von dem Olmützer Teilfürsten Otto, erlangte durch den berühmten Staatsmann und Kolonisator Bischof Bruno 1266, insbes. aber durch Bischof Theodor 1290 städtische Rechte nach Brünner Muster und wurde ein immer beliebterer Residenzort der Bischöfe und Kanoniker. 1643 wurde K. von den Schweden erstürmt und verbrannt. K. war nach der Erhebung von 1848 Sitz des österreichischen konstituierenden Reichstags, der am 22. Nov. 1848 hier in der fürsterzbischöflichen Residenz eröffnet und 7. März 1849 aufgelöst wurde (die Verhandlungen desselben wurden von Springer 1885 herausgegeben). Am 25. Aug. 1885 fand hier eine Zusammenkunft der Kaiser von Österreich und Rußland statt.
 
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Kremsmünster, Marktflecken in Oberösterreich, Bezirksh. Steyr, 345 m ü. M., an der Krems und der Linie Linz-Klaus-Steyrling der Kremstalbahn, Sitz eines Bezirksgerichts, hat Bierbrauerei, bedeutende Jahr- und Viehmärkte, eine Sparkasse und (1900) 1035, mit der Gemeinde K. Land 4356 Einw. Die berühmte Benediktinerabtei, auf einer Anhöhe über dem Markt gelegen, wurde 777 vom Herzog Tassilo von Bayern gestiftet und umfaßt eine Stiftskirche (teilweise aus dem 13. Jahrh.) mit guten Gemälden, eine Schatzkammer (darin der sogen. Tassilokelch), ein Obergymnasium mit Konvikt, eine Bibliothek (70,000 Bände, 835 Inkunabeln, 1700 Handschriften) und eine achtstöckige, 57 m hohe Sternwarte (1758 erbaut). Vgl. Hagn, Das Wirken der Benediktinerabtei K. (Linz 1848).
 
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Kren (slaw.), Meerrettich, s. Nasturtium.
 
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Krenelieren, Gebäude, Mauern zur Verteidigung mit Zinnen und Schießscharten versehen (daher krenelierte Mauern; vgl. Arkadenmauern).
 
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Krenesesu (spr. krenesesch), 1863 m hoher Berg, nördlich vom Tömöspaß in der schon auf rumänischem Boden sich erhebenden Berggruppe Plaiulu Muntelei, einem Ausläufer der ostsiebenbürgischen Grenzkarpathen.
 
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Krengel, s. Meyers Kringel.
 
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Krennerīt (Bunsenin), Mineral, Tellurgold mit 43,8 Gold, 58,7 Tellur und 0,5 Silber, zuweilen auch silberreicher (5,9 Silber), findet sich in kleinen silberweißen, säuligen rhombischen Kristallen zu Nagyag in Siebenbürgen und Cripple Creek in Colorado.
 
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Krensäure, s. Humus.
 
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Kreodonten (Urfleischfresser), Ordnung der Säugetiere, in der Gestalt, dem Gehirn und den Backenzähnen auffallend an die Raubbeutler erinnernde sehr

[Bd. 6, Sp. 636]


kleine bis große Tiere mit großem Kopf, kleinem Gehirn, meist drei Schneidezähnen und nicht scharf voneinander unterschiedenen Eck- u. Backenzähnen, kurzen Beinen, oft stumpfen Krallen und langem Schwanz Die K. vertreten in der ältern Tertiärzeit die Raubtiere und sind im Eocän am zahlreichsten. Die primitiven Formen stehen den ältesten Insektenfressern, Tillodontiern, Kondylarthren und Halbaffen sehr nahe; sie gelten als die Vorgänger der Raubtiere und der Flossensäugetiere. Man kennt zahlreiche Arten aus Europa und Nordamerika und teilt sie in fünf Familien: Proviverridae, von denen sich die übrigen Familien ableiten lassen dürften, Mesonychidae, Hyaenodontidae mit den Gattungen Hyaenodon, Pterodon u. a., Arctocyonidae mit Arctocyon (Bärhund) und Miacidae, Übergangsformen zwischen den Proviverriden und den Raubtieren.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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