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Messe bis Messenhauser (Bd. 6, Sp. 656 bis 660)
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Artikelverweis Messe (lat. Missa), ursprünglich der Teil des christlichen Gottesdienstes, in dem der Priester das Offizium oder die Konsekration der A bendmahlssubstanzen vornahm. Da schon seit Ende des 2. Jahrh. das Abendmahl zu den Mysterien des christlichen Glaubens gehörte, durften daran nur die Gläubigen oder Getauften teilnehmen, während alle andern Zuschauer sowie die Büßenden und Katechumenen vorher mit den Worten: »Ite, missa est« (missa, spätlat. statt missio, resp. dimissio), d. h. »Geht, die Versammlung ist entlassen«, aufgefordert wurden, sich zu entfernen. Dieselbe Aufforderung erging am Schlusse der Feier auch an die Gläubigen. Von dieser Formel erhielt in der Folge der ganze Gottesdienst den Namen Missa, und zwar nannte man den ersten Teil Missa catechumenorum, den zweiten Missa fidelium. In der katholischen Kirche ist die M. oder das heil. Meßopfer, in dem der Priester Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi verwandelt und dem himmlischen Vater darbringt, wesentlich das nämliche Opfer wie das Kreuzopfer und als eucharistisches Opfer der Mittelpunkt des ganzen katholischen Lebens und Kultus. Man unterscheidet Privatmessen (missae privatae) oder stille Messen, die ein Priester privatim ohne besondere Feierlichkeit darbringt, und öffentliche oder feierliche (missa publica, cantata, solemnis), die mit Gesang, auch mehreren Ministranten, Leviten und Assistenz abgehalten werden, und für die auch die Bezeichnungen Amt, Hochamt, Levitenamt vorhanden sind. Für Messen, die nicht aus besonderer Pflicht, wie z. B. Pfarrmesse, Stiftmesse, zu zelebrieren sind, erhält der Priester gewöhnlich ein Handgeld (stipendium), daher Manualmessen, wozu gewöhnlich die Votivmessen (s. unten) gehören. Der Ausbildung der Meßzeremonien lag namentlich der Papst Gregor d. Gr. (590604) ob, von dem auch die Bestimmung herrührt, daß die M. nur in lateinischer Sprache gehalten werden darf. Der ganze Akt aber hat seinen Mittelpunkt in der Opferhandlung und wird nur von hier aus verständlich. Ihm dient schon die sogen. Vorbereitung (paraskeuastika), d. h. die Reinigung des Priesters und die Weihung des Altars. Sie vollzieht sich so, daß der Priester und der Meßdiener wechselweise den 43. (nach römischer Zählung 42.) Psalm hersagen. Dann folgt des Priesters und der Ministranten Schuldbekenntnis (das sogen. Confiteor) und Bitte um Vergebung. Jetzt beginnt der der Missa catechumenorum entsprechende erste Hauptteil mit dem Eingang (introitus), bestehend aus einigen Bibelsprüchen, meist den Psalmen entnommen, nach denen einzelne Sonntage im Kirchenjahr ihre Namen tragen, wie Esto mihi, Invocavit, Reminiscere, Oculi, Laetare, Judica, Quasimodogeniti, Misericordias. Jubilate, Cantate. Exaudi. Sofort folgt das Kyrie eleïson und das Gloria in excelsis. Gleichfalls nach dem Kirchenjahr oder dem zu feiernden Fest wechselt der Inhalt des Hauptgebetes, der sogen. Kollekte, worauf die Schriftlesung folgt; und zwar wird die Epistel auf der linken, das Evangelium auf der rechten Seite des Altars verlesen. An ersteres schließt sich das Halleluja, unter Umständen die Sequenz, an letzteres das Credo an. Der zweite Hauptteil, die alte Missa fidelium, besteht aus Offertorium, Konsekration und Kommunion. Im Offertorium oder der Opferung segnet der Priester unter bestimmten Gebeten um Annahme des darzubringenden Opfers (oblatio) Brot und Wein, worauf die Händewaschung, das Stillgebet (Sekret) und die Präfation (s. d.) mit dem Sanktus folgt. Die Meyers Konsekration (s. d.) bringt die eigentliche Wandlung der Elemente (Transsubstantiation) mit sich, so daß der geopferte Christus nach seinem Fleisch und Blut jetzt erst als gegenwärtig erscheint. Die sechs Gebete vor, bei und nach der Konsekration heißen der Kanon und bilden den Hauptteil der M., der stets unverändert bleibt. Das Vaterunser und die nachfolgende Brechung des Brotes vermitteln den Übergang zur Kommunion (s. Meyers Abendmahl). Den Schluß bilden noch einige Gebete, das Ite missa est, der priesterliche Segen und der Anfang des Johannisevangeliums (»letztes Evangelium«). Die Kleidung des Priesters (Meßgewand, Näheres darüber s. Meyers Klerus) bei der M. wechselt in verschiedenen Farben je nach den kirchlichen Zeiten und Festlichkeiten. Das Ritual und die Gesänge der M. sind in Meßbüchern oder Missalen (s. d.) enthalten und modifizieren sich nach den Zeiten und dem Gegenstand der Feier. Vom ständigen Gebrauch derselben bei der M. stammt der

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Ausdruck »M. lesen«. Über Totenmessen (Totenamt, missa pro defunctis) bei Beerdigungen s. Requiem. Für Kinder, die unter sieben Jahren sterben, wird keine Trauermesse, sondern eine Dankmesse (Engelsmesse) gehalten. Da man frühzeitig Messen mit Fürbitten in besondern Anliegen und Gelübden verband, sie ferner auch gegen die elementaren Gewalten der Natur sowie gegen die Bosheiten der Menschen in Anspruch nahm, so entstanden neben den Fest- und Wochenmessen eine große Anzahl von sogen. Votivmessen. Dergleichen sind: die Braut- und Hochzeitsmessen, Seelenmessen für Verstorbene zur Erlösung aus dem Fegfeuer oder Linderung ihrer Pein, die Heilige Geist-M., die vor der Wahl zu einem kirchlichen Amt, beim Beginn einer großen Festlichkeit abgehalten wird. Eine weitere Art ist die ewige M., die für ewige Zeiten an gewissen Tagen im Jahr, gewöhnlich für Verstorbene gestiftet, gelesen wird, dann die Primizmesse, die erste M. des Neugeweihten. Der Priester muß zur Vornahme des Meßopfers nüchtern sein (jejunium naturale); er darf ohne besondere Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten Stunden der Zelebration spricht man von Frühmesse, 10-Uhr-M., Mitternachtsmesse etc. Über die abweichende Entwickelung der M. in der griechischen Christenheit s. Meyers Griechische Kirche und Meyers Russische Kirche. Luthers Reformation richtete sich besonders gegen das Meßwesen; er schaffte die M. in ihrem Kern ab, d. h. den Wandlungs- und Opferbegriff. Im übrigen schloß sich selbst noch seine »Deutsche M.« von 1526 im Gegensatz zu den Calvinisten an die katholische M. an, deren Ritual er übrigens mit der größten Freiheit behandelte und namentlich kürzte. Der Konsekration folgt die Kommunion auf dem Fuß, und alles wird möglichst der Einfachheit der ursprünglichen Abendmahlsfeier genähert. Im protestantischen Gottesdienst hat sich von der M. nur das Kyrie und das Gloria gehalten. Vgl. Schwane, Die eucharistische Opferhandlung (Freib. 1889); Smend, Die evangelischen deutschen Messen bis zu Luthers deutscher M. (Götting. 1896); Renz, Die Geschichte des Meßopferbegriffs (Freising 190102, 2 Bde.); Franz, Die M. im deutschen Mittelalter (Freib. 1902); Gihr, Das heilige Meßopfer, dogmatisch, liturgisch und asketisch erklärt (8. Aufl., das. 1902); Drews, Zur Entstehungsgeschichte des Kanons in der römischen M. (Tübing. 1902); Baumstark, Liturgia romana (Rom 1904); Knauer, Unser Meßopfer (Mainz 1905).
   Die Musik während der kirchlichen M. wird ebenfalls M. (Missa) genannt. Sie besteht aus den Intonationen des zelebrierenden Priesters, den Rezitationen des Subdiakons und Diakons und den Gesängen des Chors. Nur die feierliche M. (Missa solemnis) hat aber an Stelle der alten, unisonen, gregorianischen Melodien mehrstimmig gesetzte Kunstmusik und zwar nur für folgende Teile, deren Anfangsworte der Priester intoniert: Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei. Diese Sätze beginnen daher in den mehrstimmigen Bearbeitungen meist mit Textworten, die an die Intonation des Priesters anschließen, z. B. das Credo mit »Patrem omnipotentem«, das Gloria mit »Et in terra pax«, das Agnus mit »Qui tollis« etc. Die M. ist einer der Hauptvorwürfe der polyphonen a cappella-Setzweise des 15. u. 16. Jahrh., und wohl alle Meister jener Zeit haben Messen in größerer Zahl geschrieben (Dufay, Okeghem, Josquin Deprés, Haßler, Lasso, Palestrina etc.). Das 17. Jahrh. brachte den Orgelbaß (continuo), und allmählich gesellte sich überhaupt der M. die Instrumentalbegleitung. Messen mit Orchester komponierten: Seb. Bach (»Hohe M.« aus II moll), Jos. und Mich. Haydn, Mozart, Beethoven, Cherubini, Rossini, Fr. Schneider, Hauptmann, Liszt, Fr. Kiel, Alb. Becker, Anton Bruckner u. a. Vgl. Requiem.
 
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Messe (v. engl. mess, »Haushalt«), zunächst die dem Offizierkasino am Land entsprechende Tischgenossenschaft auf Kriegsschiffen; man unterscheidet Admiralsmesse, Offiziermesse, Deckoffizier-, Fähnrichs-, Seekadetten- und Marine-Ingenieuraspirantenmessen, deren jede einen Messevorstand wählt, der die den Messemitgliedern zuständigen Messegelder zur Messeführung (Wirtschaftsbetrieb der M.) verwendet und verwaltet. Ferner wird auch der Aufenthalts- und Speiseraum der Messegenossenschaften M. genannt; er heißt Achtermesse, wenn er im Hinterschiff liegt, Zwischendecksmesse, wenn im Zwischendeck. Messestatuten sind die Satzungen für den Betrieb und das Leben in der M. Messeanzug der deutschen Seeoffiziere ist ein besonderer Gesellschaftsanzug mit kurzer Jacke an Stelle des Rockes. Großer Messeanzug mit Hofhosen, Halsorden und Ordensschnalle wird bei Bällen an Bord und auf Wunsch auch zu Festlichkeiten am Lande getragen.
 
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Messeanzug, s. den vorhergehenden Artikel.
 
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Messedaglia (spr. -dallja), Angelo, ital. Nationalökonom, geb. 2. Nov. 1820 in Villafranca bei Verona, promovierte 1842 in Pavia, war dann Privatlehrer in Verona und 185866 Professor der politischen Ökonomie an der Universität Pavia und wurde darauf Professor an der Universität Rom. Er war lange Jahre Mitglied des Hauses der Abgeordneten, wurde dann Senator und Mitglied der obersten Unterrichtsverwaltung. Er schrieb 1850 ein Werk über öffentliche Anleihen, seit 1858 mehrere Bücher über Bevölkerungswesen, Kriminalstatistik, Theorie der Statistik u. a. Seine weitern Arbeiten sind zerstreut in den »Memorie del Istituto Veneto di scienze e lettere« und in dem »Archivio di Statistica« (Rom).
 
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Messel, Alfred, Architekt, geb. 22. Juli 1853 in Darmstadt, bildete sich von 187374 auf der Kunstakademie in Kassel und studierte dann bis 1878 auf der Bauakademie in Berlin, wo er sich besonders an Strack anschloß. Von 187888 war er als Regierungsbaumeister im Staatsdienst tätig, und 1883 unternahm er seine erste Studienreise nach Italien, der später noch mehrere nach Italien, England, Frankreich und Spanien folgten. 1885 trat er als Assistent in den Lehrkörper der Technischen Hochschule in Charlottenburg, dem er bis 1893 angehörte, von 189396 war er Lehrer am Kunstgewerbemuseum in Berlin. Sein baukünstlerisches Schaffen begann er 18861887 mit einem großen Kaufhaus am Werderschen Markt in Berlin, dem 1890 die Volkskasseehallen, 189293 mehrere Wohnhäuser im Tiergartenviertel, in der Tauentzienstraße und am Kurfürstendamm, 1897 das Kaufhaus Wertheim (Erweiterungsbau 1904), 1898 das Bankgebäude der Berliner Handelsgesellschaft und das Museum in Darmstadt (1906 vollendet) folgten, für das er in Anlehnung an das Residenzschloß den Barockstil wählte. Als gründlicher Kenner der historischen Stilarten bewegt er sich meist in den Ausdrucksformen der deutschen Frührenaissance, der italienischen Hochrenaissance und des italienischen Barockstils, denen er jedoch stets, besonders in der sorgsam durchgebildeten und von modernem Geist erfüllten Ornamentik, ein persönliches Gepräge

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zu geben weiß. In dem Kaufhaus Wertheim suchte er einen baulichen Organismus ausschließlich aus dem Bedürfnis heraus zu gestalten und damit den Typus eines modernen, nur einem Betriebe dienenden Warenhauses zu schaffen (s. Tafel Meyers »Kaufhäuser I«, Fig. 6, II, Fig. 8, und III, Fig. 1). Auch auf dem Gebiete der Innendekoration hat er einen seinen künstlerischen Geschmack bewiesen, besonders in der Gestaltung des Ministerberatungszimmers für das neue Landtagsgebäude in Berlin und des Thronsaals im Palazzo Caffarelli, dem Sitz der deutschen Botschaft in Rom. Von Bedeutung ist auch seine Tätigkeit auf dem Gebiete des Arbeiterwohnhausbaues. Für den Berliner Spar- u. Bauverein hat er von 188796 drei große Häusergruppen an der Proskauer Straße (s. Tafel Meyers »Arbeiterwohnhäuser II«, Fig. 4, und III, Fig. 2), an der Sickingenstraße und in dem Vorort Westend erbaut. M. ist königlicher Professor. Eine Sammlung seiner in Berlin ausgeführten Bauten (36 Tafeln in Lichtdruck) gab Rückwardt heraus (Berl. 1896). Vgl. auch H. Albrecht, Das Arbeiterwohnhaus (mit Entwürfen von A. M., Berl. 1896) und »Alfred M.« (5. Sonderheft der »Berliner Architekturwelt«, 1905).
 
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Messen (Handelsmessen), Märkte, die sich von den gewöhnlichen Jahrmärkten nur durch ihren größern Umfang, längere Dauer und größere Zahl der Besucher unterscheiden; insbes. die längere Zeit andauernden, vorzugsweise für den Großhandel bestimmten Märkte. Einen gesetzlichen Unterschied zwischen M. und Märkten kennt die deutsche Gewerbeordnung nicht. M. sind bei wenig entwickeltem Verkehr unentbehrliche Sammelpunkte von Angebot und Nachfrage, die eine vollständigere Übersicht über Bedarf und Vorrat gewähren, größern Absatz und sicherere Deckung mannigfaltigen Bedarfs ermöglichen. Die meisten M. sind im Anschluß an kirchliche Feste entstanden, die große Menschenmengen und mit diesen viele Handelsleute herbeizogen. So erwuchs besonders um größere Kirchen ein vollständiger Marktverkehr. Der deutsche Name »Messe« sowie das Ein und Ausläuten der M. erinnern an die Entstehung dieser Märkte aus der kirchlichen Messe. Im mohammedanischen Orient sind noch jetzt die heiligen Städte, wie Mekka mit seiner Kaaba in Arabien, Hardwar in Ostindien, als Zielpunkte großer Wallfahrten auch gleichzeitig Hauptpunkte des Marktverkehrs. Seit dem 13. Jahrh. waren die durch große Privilegien geschützten M. die wichtigsten Veranstaltungen im Großhandel des Binnenlandes. Hier fanden sich Groß- und Kleinhändler zusammen, um Einkäufe zu machen oder an andre Kaufleute ihre Waren abzusetzen. An den Warenverkehr schloß sich mehr und mehr der Geld- und Wechselverkehr an. Im 12. und 13. Jahrh. waren die M. der Champagne die bedeutendsten; seit dem 14. Jahrh. rücken im Norden Brügge und Antwerpen, im Süden Lyon und Genf in den Vordergrund; infolge der veränderten Züge der orientalischen Waren dann Frankfurt a. M., der Verkehr nach den östlichen Gebieten brachte Frankfurt a. O. und Leipzig in die Höhe. An sonstigen M., deren es noch eine große Anzahl gab, waren besonders bekannt die zu Sinigaglia und Bergamo in Italien, Medina del Campo in Spanien, Nishnij Nowgorod in Rußland. Da die M. nicht allein gemeinnützig waren, sondern auch dem Landesherrn reiche Einnahmen erbrachten, so suchte man sie durch verschiedene Verordnungen und Veranstaltungen, die den Meßverkehr sicherten, erleichterten und regelten, besonders zu heben. Man bewilligte den Meßbesuchern gewisse Meßfreiheiten und Meßprivilegien, ermäßigte die Zölle und Geleitsgelder, milderte oder suspendierte das Repressalien- und Retorsionsrecht, befreite die Marktbesucher vom Personal- und Güterarrest wegen früherer Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der auf den M. eingegangenen, und gewährte ein Asylrecht. Den Meßplätzen wurde das Recht der Warenniederlage (Zwang zur Benutzung der städtischen Speicher gegen eine Abgabe), das Münzrecht, das Zollerhebungsrecht, freier Handel während der Meßzeit (Befreiung von dem sonst geltenden Innungszwang), Veranstaltung von Lustbarkeiten aller Art, zeitweilige Gestattung sonst verbotener Spiele etc. verliehen. Von besonderer Bedeutung war die Errichtung eines eignen Meßgerichts, das in allen zwischen den Meßbesuchern entstandenen Rechtsstreitigkeiten nach dem Meßrecht ohne die üblichen Formalitäten mit beschleunigtem Verfahren entschied. Die Gesamtheit der die Messe betreffenden Verfügungen bilden die Meßordnungen. Die Zeit der Abhaltung der M. richtete sich nach dem Klima (Benutzbarkeit der Land- und Wasserstraßen) und nach den Produktionsverhältnissen (Ernte) des Landes. Bezüglich der Meßzeit selbst sind zu unterscheiden die für die eigentlichen Meßgeschäfte bestimmten Meßtage und die zur Abrechnung und zur Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten festgestellten Zahltage. Die größern M. haben ihre eigentliche Meßwoche und ihre eigne Zahlwoche, letztere aber meist mit einem bestimmten Zahltag oder sogen. Skontro. Gewöhnlich werden jedoch schon vor dem Eintritt der Meßwoche, oft in der gar nicht zur Messe gehörigen Vorwoche, die wichtigsten Geschäfte des Großhandels abgeschlossen, weil sich die Einkäufer in der Auswahl aus den Vorräten zuvorkommen wollen. Nicht alle in der laufenden Messe entstandenen Schuldverpflichtungen werden auch während der Dauer derselben erledigt, vielmehr erfolgen viele Käufe auf Kredit mit Fälligkeit der Zahlung in der nächsten oder einer der nächsten M. Schon frühzeitig wurden auf vielen M. Geschäfte auf Lieferung nach Proben und mit Zahlfrist bis zur nächsten Messe abgeschlossen; ja, einige M., wie im 16. Jahrh. die zu Lyon, Besançon, Medina del Campo und Piacenza, nahmen vorwiegend den Charakter von Abrechnungstagen an. Zahlung und Einkassierung von Meßwechseln vereinigten sich in den Händen von wenigen Bankiers. Infolgedessen dienten auch die M. in ähnlicher Weise zur Ausgleichung gegenseitiger Forderungen wie die heutigen Clearinghouses. Während die M. mit wirklicher Warenzufuhr in Ländern mit mangelnden Transportmitteln noch heute von großer Wichtigkeit sind (wie die zu Kiachta, zu Nishnij Nowgorod), haben sie in andern mit zunehmender Entwickelung und Sicherheit des Verkehrs ihre alte Bedeutung mehr und mehr eingebüßt, oder sie behaupten sich mit Erfolg nur noch dadurch, daß sie mehr und mehr den Charakter von Gewerbeausstellungen und Musterlagern annehmen, die Gelegenheit zu reicherer Auswahl von Neuem, zur Annahme von Bestellungen und zu Abrechnungen bieten. Oft sind an ihre Stelle Börsen getreten. Dagegen haben die Spezialmärkte mit ihrem heutigen großen Umfang vielfach den Charakter der M. angenommen, insbes. für solche Güter, die, wie Vieh, Pferde, dann auch mancherlei Rohstoffe, einen persönlichen Verkehr erfordern. Die wichtigsten deutschen M. sind diejenigen in Leipzig (Oster- und Michaelismesse; s. Meyers Leipzig, S. 380 f.), dann die M. in Frankfurt a. M. (Frühjahrs- und Herbstmesse), ferner die M. in Frankfurt a. O.

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(Margareten-, Reminiszere- und Martinimesse), deren Hauptverkehr nach dem Osten (Polen, Ost- und Westpreußen, Schlesien und Pommern) gerichtet ist, die Tuchmesse in Augsburg, die Braunschweiger M. (Lichtmesse und Laurentiusmesse). Die übrigen in Deutschland noch bestehenden M. sind nur noch als Jahrmärkte zu betrachten. Nur der »Umschlag« in Kiel mag noch eine Erwähnung verdienen, weil er zugleich eine Geldmesse für den Umsatz von Hypothekenkapitalien ist. Von den außerdeutschen M. in Europa sind besonders wichtig: diejenigen von Basel in der Schweiz; Pest und Debreczin in Ungarn; Sinigaglia, Alessandria und Bergamo (Seide) im Königreich Italien; Beaucaire, die wichtigste französische, ehemals ungleich bedeutender; Nishnij Nowgorod, Irbit, Poltawa und Charkow in Rußland, deren Besucher zum großen Teil aus dem Innern Asiens kommen; ferner Usundschowa und Tultscha in der Türkei. Von den außereuropäischen M. sind vorzüglich zu nennen: diejenigen von Tanta in Oberägypten, Kiachta im südlichen Sibirien, Mekka in Arabien und Hardwar in Hindostan. Über die Buchhändlermesse in Leipzig s. Meyers Buchhandel. Vgl. Philippi, Beiträge zur Geschichte und Statistik der deutschen M. (Frankf. a. O. 1857) und Die M. der Stadt Frankfurt a. O. (das. 1877); Hasse, Geschichte der Leipziger M. (Leipz. 1885); Chaffignet, Essai historique sur les foires françaises an moyen-âge (Nancy 1890); Artikel »Märkte und M.« im »Handwörterbuch der Staatswissenschaften«, Bd. 5 (2. Aufl., Jena 1900; dort auch weitere Literatur).
 
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Messen, ein Verfahren, das bei der Vergleichung verschiedener Größen (s. Meyers Größe) miteinander angewendet wird, und mit Hilfe dessen man genau durch Zahlen ausdrücken kann, um wieviel eine Größe größer oder kleiner ist als eine andre. Das nach wissenschaftlichen Grundsätzen betriebene M. heißt Meßkunst (Metrologie). Das Wort M. benutzt man, wenn es sich um stetige (kontinuierliche) Größen handelt, d. h. um solche, die in eine unbegrenzte Zahl von Teilen zerlegbar sind. Für diese Größen leistet das M. dasselbe, was für die unstetigen (diskreten) Größen, die bloß aus einer endlichen Zahl von Teilen bestehen, das Zählen dieser Teile leistet. Es gibt aber auch diskrete Größen, die aus einer so großen Zahl von Teilen bestehen, daß ihre Vergleichung durch Zählen der Teile gar nicht mehr ausführbar ist oder doch einen unverhältnismäßigen Zeitaufwand erfordert; auch solche Größen vergleicht man durch M. miteinander. Z. B. wird man zwei Weizenhaufen nicht dadurch vergleichen, daß man in jedem die einzelnen Körner zählt, sondern indem man beide mit demselben Hohlmaß (Liter, Scheffel etc.) mißt oder, indem man beide wägt (ihre Gewichte mißt). Bei zwei diskreten Größen kann man, auch wenn sie ganz verschiedenartig sind, doch die Zahlen der darin enthaltenen Teile vergleichen, weil das Zählen mit der Beschaffenheit der gezählten Dinge nichts zu tun hat und es ganz gleichgültig ist, ob man Äpfel zählt oder Sterne. Dagegen sind zwei stetige Größen nur dann durch M. vergleichbar oder durcheinander meßbar, wenn sie gleichartig, d. h. von derselben Qualität sind und sich nur durch ihre Quantität unterscheiden, wie z. B. zwei verschiedene Mengen desselben Stoffes (Wasser, Sand etc.) oder derselben Ware. So ist eine geradlinige Strecke, d. h. das zwischen zwei Punkten liegende Stück einer geraden Linie, nur durch andre Strecken derselben Art meßbar, ferner ein Flächenraum nur durch einen Flächenraum, nicht aber durch eine Strecke. Das Verfahren, das man beim M. einer geradlinigen Strecke b durch eine andre Strecke a (bei der sogen. Längenmessung) anwendet, ist vorbildlich für das M. einer beliebigen Größe durch eine andre. Man teilt zuerst die Strecke a in lauter gleiche Teile, gewöhnlich in Zehntel, jedes Zehntel wieder in Hundertstel, jedes Hundertstel in Tausendstel etc. (Dezimalteilung). Nun trägt man die Strecke a auf b so oft ab wie möglich; wenn dabei von b ein Teil (ein Rest) übrigbleibt, trägt man auf diesem Rest so viele Zehntel von a ab wie möglich, auf dem dann noch etwa bleibenden Rest von b so viele Hundertstel von a wie möglich u. s. s. Meyers Man findet so eine Zahl, die aus einer ganzen Zahl und aus einem Dezimalbruch besteht und die angibt, aus wie vielen Strecken von der Länge der Strecke a und aus wie vielen Zehnteln, Hundertsteln etc. der Strecke a die Strecke b besteht. Diese Zahl heißt die Maßzahl der Strecke b bei der Messung durch a. Um nicht immer neue Strecken in gleiche Teile teilen zu müssen, benutzt man zur Messung eine einzige Strecke, die Einheitsstrecke oder Längeneinheit, die man ein für allemal in gleiche Teile teilt (vgl. Einheit). Mehrere aneinandergesetzte und in gleiche Teile geteilte Einheitsstrecken bilden dann einen Meyers Maßstab (s. d.), der zur Längenmessung dient, und die Maßzahlen, die man durch M. mit dieser Längeneinheit erhält, sind die in der Längeneinheit ausgedrückten Längen der Strecken. Sind a und b in diesem Sinne die Längen zweier Strecken a und b, so ist der durch Division von a in b entstehende Quotient b/a die Maßzahl der Strecke b beim M. durch a und daher die Länge der Strecke b, wenn man die Strecke a als Längeneinheit benutzt. Die Wahl der Längeneinheit ist vollkommen willkürlich und Sachr der Verabredung; eine durch die Natur selbst gegebene (natürliche oder absolute) Längeneinheit, die man, wenn sie verloren ginge, jederzeit wiederherstellen könnte, ist nicht vorhanden, und alle Versuche, eine solche zu finden, sind vergeblich gewesen. Deshalb ist die Zahl der zu den verschiedenen Zeiten benutzten Längeneinheiten sehr groß (s. Meyers Maße und Meyers Meter). Jede wirklich ausgeführte Messung ist nur bis zu einem gewissen Grade genau. Erstens kann man die als Maßstab benutzte Längeneinheit nur in eine begrenzte Zahl gleicher Teile teilen, und wenn bei der Messung ein Rest übrigbleibt, der kleiner ist als die kleinsten Teile des Maßstabes, so kann man die Länge dieses Restes nur schätzen, nicht mehr messen, doch kann man durch besondere Vorrichtungen (vgl. Nonius) die Genauigkeit der Messung noch weiter treiben, als es die Einteilung des Maßstabes an und für sich gestattet. Zweitens ist die Einteilung jedes Maßstabes mit Fehlern behaftet, weil die Teile niemals ganz genau gleich lang gemacht werden können. Drittens ändern die Maßstäbe selbst mit der Zeit ihre Länge, weil sie sich z. B. unter dem Einfluß der Wärme ausdehnen. Endlich ist jeder Maßstab, den man in der Praxis benutzen kann, nur eine niemals ganz vollkommene Nachbildung eines Urmaßes, d. h. eines Maßstabes, der durch Verabredung oder durch die Gesetzgebung zum Normalmaß gewählt ist, wie z. B. das in Paris aufbewahrte Originalmeter (s. Meyers Meter). Deshalb ist jede Längenmessung an sich schon mit Fehlern behaftet, die aus der Beschaffenheit des benutzten Maßstabes entspringen. Außerdem aber sind beim M. selbst kleine Fehler (Beobachtungsfehler) unvermeidlich, und man gelangt deshalb bei mehrmals wiederholter Messung derselben Länge zu Ergebnissen, die um kleine Beträge voneinander abweichen. Um der Wahrheit

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möglichst nahe zu kommen, nimmt man dann aus den Ergebnissen der verschiedenen Messungen das arithmetische Mittel. Das über die Längenmessung Gesagte gilt im wesentlichen auch für die Messung aller andern Arten von Größen. Neben der Längenmessung ist besonders wichtig die Winkelmessung. Hat man nämlich in einem geradlinigen Dreieck eine Seite und die anliegenden Winkel gemessen, so kann man mit Hilfe der Trigonometrie den dritten Winkel und die beiden andern Seiten berechnen, und auf diese Weise ist es der Geodäsie, die man wohl auch Meßkunst schlechthin nennt, und der Astronomie möglich, Entfernungen auf der Erde und die Abstände der Himmelskörper zu bestimmen oder, wie man auch in übertragenem Sinne sagt, zu »messen«, obwohl von einem M. im ursprünglichen Sinne der Worte schon bei den meisten irdischen Entfernungen nicht die Rede sein kann. Um den Einfluß der bei allen Messungen unvermeidlichen Fehler auf die berechneten Entfernungen und Winkel möglichst zu verringern, bedient man sich dabei der Meyers Ausgleichungsrechnung (s. d. und Wahrscheinlichkeit). Die Messung der Flächen- und der Körperräume setzt man zur Längenmessung dadurch in Beziehung, daß man als Einheit des Flächenraums (Flächeninhalts) das Quadrat und als Einheit des Körperraums (Rauminhalts) den Würfel benutzt, dessen Seite gleich der Längeneinheit ist. In diesem Falle, wo Größen verschiedener Art durch Einheiten gemessen werden, die aus einer dieser Einheiten nach bestimmten Regeln abgeleitet sind, hat man ein Maßsystem. Bei dem metrischen Meyers Maßsystem (s. d.) ist auch die Einheit des Gewichts (1 Kilogramm gleich 1 Kubikdezimeter oder Liter Wasser bei 4°) aus der Längeneinheit abgeleitet. Übrigens geschieht das M. von Flächenräumen und das von Körperräumen meist nicht unmittelbar, sondern wird durch Rechnung auf das M. von Längen zurückgeführt, ebenso wie das M. krummer Linien (s. Meyers Rektifikation). Das M. der Menge eines Stoffes mit Hilfe eines Hohlmaßes, wie des Liters, ist nur bei Flüssigkeiten, die den von ihnen ein genommenen Raum ganz ausfüllen, gleichbedeutend mit dem M. des Rauminhalts, den die Stoffmenge einnimmt. Außer Längen und Winkeln sowie Gewichten oder Massen wird eigentlich nur noch die Zeit unmittelbar gemessen (s. Meyers Zeitmessung). Die Messung jeder andern Größe muß man auf die genannten Arten des Messens und auf Rechnung zurückführen können, soll von wirklichem, wissenschaftlichem M. die Rede sein. Das ist besonders die Aufgabe der Physik und der Chemie, die recht eigentlich messende Wissenschaften sind. Zur Lösung dieser Aufgabe muß man vor allen Dingen Einheiten für die messenden Größen festsetzen, und zwar müssen diese Einheiten so gewählt werden, daß sie vollkommen bestimmt sind, sobald man Einheiten der Länge, der Masse und der Zeit gewählt hat. Für die verschiedenen Arten von Kräften, besonders für die elektrischen und magnetischen, deren Messung heutzutage von außerordentlicher praktischer Bedeutung ist, sind diese Einheiten in dem sogen. absoluten Maßsystem festgesetzt. Zweitens muß man Meyers Meßinstrumente (s. d.) konstruieren, mit Hilfe deren man die Quantität der gemessenen Größen durch Messung von Längen oder Winkeln, durch Wägungen und durch Zeitmessungen feststellen kann. So ist z. B. das M. der Temperatur und des Luftdrucks durch das Thermometer und das Barometer auf das M. der Länge einer Quecksilbersäule zurückgeführt. Da aber die bei solchen Meßinstrumenten zugrunde gelegten Einheiten der gemessenen Größen im allgemeinen nicht mit den theoretisch festgesetzten Einheiten übereinstimmen, sondern sogen. empirische Einheiten sind, die von der Einrichtung und Wahl der Meßinstrumente abhängen, so muß man schließlich noch diese empirischen Einheiten durch die theoretisch festgesetzten Einheiten ausdrücken können. Ein unschätzbares Hilfsmittel bei allen Arten von Messungen ist die Photographie, besonders für die Astronomie (s. Meyers Astrophysik) und für die Geodäsie und Architektur (s. Meyers Meßbildverfahren). Die photographische Platte ermöglicht es namentlich, schnell vorübergehende Erscheinungen, die sich sonst der Messung entziehen würden, festzuhalten, um sie nachher auf der Platte auszumessen.
 
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Messen (Maßnehmen), in der frühern Volksmedizin und auf dem Lande noch heute eine wichtige Untersuchung eines kranken Menschen. Man behauptete, die Körperhöhe müsse mit der Länge der wagerecht ausgestreckten Arme, quer über den Rücken bis zu den Fingerspitzen gemessen, genau übereinstimmen, erklärte, wenn dies nicht der Fall war, der Patient habe das Maß verloren, und suchte durch Streichen, Heben und Strecken nachzuhelfen.
 
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Messēne, s. Messenien.
 
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Messenger (engl., spr. méssindscher, »Bote«), Name von englischen Zeitungen und Zeitschriften.
 
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Messenhauser, Cäsar Wenzel, Kommandant der Wiener Nationalgarde 1848, geb. 4. Jan. 1813 zu Proßnitz in Mähren, aus niederm Stande, trat 1829 in die Armee, ward infolge seiner Abhandlung »Über die schiefe Schlachtordnung« 1833 Fähnrich und kam 1840 als Leutnant nach Wien, wo er außer Beiträgen für Saphirs »Humorist« die Geschichte des Regiments Hoch- und Deutschmeister schrieb. Beim Ausbruch des polnischen Aufstandes 1846 wurde M. mit seinem Regiment nach Krakau versetzt, wo er eine Auswahl seiner Novellen unter dem Titel »Wildnis und Parkett« (Wien 1847, 3 Bde.) und unter dem Namen Wenzel March »Die Polengräber« herausgab. Im März 1848 nahm er seinen Abschied und ging nach Wien. Am 12. Okt. vom Ministerium des Innern zum Kommandanten der Wiener Nationalgarde ernannt, entwickelte er für die Verteidigung der Stadt eine rastlose Tätigkeit. Nachdem die Vorstädte von Windischgrätz genommen waren, kapitulierte er 30. Okt.; als auf die Nachricht von dem Anmarsch der Ungarn die Insurgenten den Kampf von neuem begannen, legte er das Kommando nieder, nahm es aber auf die dringendsten Bitten sämtlicher Offiziere der Nationalgarde wieder auf. Nach dem Einzug der kaiserlichen Truppen blieb er in Wien, stellte sich 6. Nov. selbst dem Stadtkommandanten und wurde 16. Nov. wegen Bruches der Kapitulation standrechtlich erschossen. Aus seinem Nachlaß erschienen noch mehrere Novellensammlungen. Vgl. Nitschner, Wenzel M. (Wien 1849); Friedemann, Messenhauser. Biographisches Denkmal (Leipz. 1849).

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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