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Matutinum bis Maubeuge (Bd. 6, Sp. 445 bis 446)
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Artikelverweis Matutinum (lat., die Matutin oder Mette) ist der erste und Hauptteil des kath. Breviergebetes. Früher in drei Abschnitten als officium nocturnum während der Nacht gebetet, wurde es später in die Morgendämmerung verlegt und mit den nachfolgenden »Landes« als horae nocturnae (im Gegensatz zu horae diurnae) zusammen persolviert. Es besteht aus drei Nokturnen (s. d.) und darf, außer wenn Chorgebet Pflicht ist, privatim schon abends vorher rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette, die ebenfalls feierlicher abgehaltene Matutin an den Vorabenden der letzten drei Tage in der Karwoche Trauermette, auch Finstermette (s. d.) oder Rumpelmette.
 
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Matz, s. Meyers Quark.
 
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Matzāt, Heinrich Ferdinand, deutscher Geschichtsforscher, geb. 9. Jan. 1846 in Milchbude bei Kleinhof-Tapiau (Kreis Wehlau in Ostpreußen), studierte 186670 in Berlin und Königsberg Geschichte und Philosophie, war dann Lehrer in Spremberg und Sorau und ist seit 1876 Direktor der Landwirtschaftsschule zu Weilburg in Nassau. Von seinen Schriften sind zu erwähnen: »Erdkunde« (4. Aufl., Berl. 1905); »Methodik des geographischen Unterrichts« (das. 1885); »Chronologische Untersuchungen zur Geschichte der Könige von Juda und Israel« (Weilb. 1880); »Römische Chronologie« (Berl. 188384, 2 Bde.), ein bedeutendes Werk; »Römische Zeitrechnung für die Jahre 219 bis 1 v. Chr.« (das. 1889); »Die Überfüllung der gelehrten Fächer und die Schulreformfrage« (das. 1889); »Grundzüge der Geschichte« (das. 188195, 2 Tle.); »Philosophie der Anpassung mit besonderer Berücksichtigung des Rechtes und des Staates« (Jena 1903); »Rechts- und Staatslehre für deutsche Schulen« (Berl. 1904).
 
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Matze, soviel wie Meyers Mazza (s. d.).
 
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Matzelgebirge (Maceljgebirge), östlicher Ausläufer des Berglandes von Cilli, an der Grenze von Steiermark und Kroatien, 622 m hoch, senkt sich nordöstlich zum Drautal ab. S. Karte »Steiermark«.
 
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Matzen, Henning, dän. Jurist und Staatsmann, geb. 28. Dez. 1840 im Kirchspiel Satrup (Schleswig), ward 1870 Professor des Staatsrechts in Kopenhagen. Im Landsthing, dem er seit 1879 angehört und wo er 18941902 den Vorsitz führte, verfocht er von Anfang an die Politik Meyers Estrups (s. d.) und trug als Leiter der konservativen Landsthingsmehrheit wesentlich zu dem innern Verfassungskonflikt sowie zum Erlaß von provisorischen Budgetgesetzen bei, deren Rechtmäßigkeit er schon 1873 in einer Broschüre behauptet hatte. Seine wichtigsten Schriften sind: »Den danske Panteretshistorie indtil Christian V.'s Lov« (Kopenhagen 1869); »Kjöbenhavns Universitets Retshistorie 14791879« (1879, 2 Bde.); »Foreläsninger over den danske Tingsret« (2. Aufl. 1884); »Den danske Statsforfatningsret« (2. Aufl. 18871895, 3 Bde.; 3. Aufl. 1899); »Danske Kongers Haandfästninger« (1889); »Om Bevisreglerne i

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den äldste danske Proces« (1893); »Foreläsninger over den danske Retshistorie« (189397, 6 Bde.).
 
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Mätzner, Eduard, Philolog, besonders der neuern Sprachen, geb. 25. Mai 1805 in Rostock, gest. 13. Juli 1892 in Steglitz bei Berlin, studierte in Rostock und Greifswald Theologie, später in Heidelberg Philologie, wirkte von 1830 an als Gymnasiallehrer in Berlin und Bromberg und übernahm 1838 die Direktion der Luisenschule in Berlin, welche Stelle er bis kurz vor seinem Tode bekleidete. Auf dem Gebiete des klassischen Altertums veröffentlichte er: »De Jove Homeri« (Hallische Dissertation, Berl. 1834), Ausgaben des Lykurg (das. 1836), des Antiphon (das. 1838) und Dinarchos (das. 1842) u. a. Sodann wandte er sich, wohl vorgebildet durch das Studium der vergleichenden Sprachwissenschaft, der Erforschung des Französischen und Englischen zu und gab heraus: eine »Syntax der neufranzösischen Sprache« (Berl. 1843 bis 1845, 2 Bde.); »La nobla leyczon«, mit Einleitung, Übersetzung und Anmerkungen (das. 1845); »Altfranzösische Lieder, mit Bezugnahme auf die provenzalische, altitalienische und mittelhochdeutsche Liederdichtung« (das. 1853); »Französische Grammatik mit besonderer Berücksichtigung des Lateinischen« (das. 1856, 3. Aufl. 1884); eine vorzügliche »Englische Grammatik« (das. 186065; 3. Aufl. 188085, 3 Bde.), in der das Altenglische zur geschichtlichen Erklärung der modernen Wort- und Satzformen des Neuenglischen vielfach herangezogen ist; endlich »Altenglische Sprachproben«, d. h. eine Auswahl von mittelenglischen Texten (1. Teil, das. 186769) mit reichem Kommentar, gefolgt von einem leider noch unvollendeten Wörterbuch (2. Teil, 1872 ff.), das, soweit es geht (bis M), den mittelenglischen Wortschatz am reichhaltigsten und sachkundigsten verzeichnet. Vgl. den Nekrolog in den »Englischen Studien« (Bd. 17, S. 464471, Leipz. 1893).
 
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Ma-u (Me-u), Feldmaß in China zu 4 Kióh oder auch 10 Fen von 10 Li = rund 62/3 Ar.
 
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Mau, August, Archäolog, geb. 15. Okt. 1840 in Kiel, studierte 185963 daselbst und in Bonn Philologie, wurde 1863 Gymnasiallehrer in Glückstadt, mußte aber diese Stellung bald krankheitshalber aufgeben und lebt seit 1872 in Rom. Seit 1873 Hilfsarbeiter am deutschen archäologischen Institut daselbst, berichtet er seitdem jährlich in den Institutsschriften über die Ausgrabungen in Pompeji und hat dort zahlreiche Aufsätze über pompejanische Altertümer veröffentlicht. Seine Hauptleistung ist die Entdeckung der verschiedenen auseinander gefolgten Stile in der pompejanischen Wandmalerei. Er schrieb: »Pompejanische Beiträge« (Berl. 1879); »Geschichte der dekorativen Wandmalerei in Pompeji« (das. 1882); »Führer durch Pompeji« (4. Aufl., Leipz. 1903). Er war auch Mitarbeiter an der vierten Auflage von J. Overbecks »Pompeji« (Leipz. 1884), an dessen Stelle das von ihm allein verfaßte Werk »Pompeji in Leben und Kunst« (das. 1900) trat.
 
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Mauá (Porto da M.), Ort, s. Petropolis.
 
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Maubeuge (spr. mobösch', lat. Malbodium), Stadt und Festung ersten Ranges im franz. Depart. Nord, Arrond. Avesnes, 140 m ü. M., an der Sambre, Knotenpunkt der Nordbahn, ist von sechs neuen Forts und mehreren Batterien umgeben, hat ein Denkmal der Schlacht von Wattignies (s. d.), ein Collège, eine Zeichen- und eine Handelsschule, Hochöfen, Fabrikation von Eisenwaren, Maschinen etc., Handel mit Steinkohlen, Getreide und Marmor und (1901) 14,433 (als Gemeinde 20,826) Einw. M. wird schon im 7. Jahrh. genannt; zu Frankreich kam es erst 1678 durch den Frieden von Nimwegen, wurde durch Vauban befestigt, aber im Juli 1814 von den Preußen erobert. M. ist Geburtsort des Malers Mabuse.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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