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Wallfahrten bis Wallis (Bd. 6, Sp. 349 bis 350)
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Artikelverweis Wallfahrten (Betfahrten, lat. Peregrinationes religiosae), in der katholischen Kirche Wanderungen oder Reisen, teilweise unter Gebet und Gesang, um entfernte heilige Orte (Gnadenorte), Reliquien oder wundertätige Heiligenbilder (Gnadenbilder) und Quellen, an die sich besondere Erinnerungen und Wunderereignisse knüpfen, zwecks Hilfe in geistiger und leiblicher Not oder aus bloßer Andacht und Buße zu besuchen (vgl. Pilger). Ihr Vorbild haben die W. in den Festreisen der Juden nach Bethel, zur Bundeslade und zum Tempel. Auch Griechen und Römer unternahmen Reisen nach fernen Tempeln, und die Germanen veranstalteten »Waldfahrten« nach heiligen Hainen. Schon früh wurden auch im Christentum die heiligen Stätten in Jerusalem aufgesucht, namentlich nach der Kreuzauffindung, und bereits zu Ende des 4. Jahrh. eiferten die Kirchenväter gegen dabei zutage tretende Mißstände. Bald kam auch der Besuch der Gräber der Apostel und Märtyrer in Übung, bis endlich im Zeitalter der Kreuzzüge der Besuch des Heiligen Landes die höchste Sehnsucht jedes Christen wurde. Auch nach dem Verluste Palästinas blieb das Heilige Land Hauptziel von W., die neben der Wallfahrt zu den Gräbern der Apostelfürsten in Rom (limina apostolorum) und des heil. Jakobus in Santiago de Compostela sowie zum heiligen Hause von Loreto als Ersatz für strenge Kirchenbußen galten. Besonders berühmte Wallfahrtsorte sind noch jetzt Tschenstochow, Einsiedeln, Kevelaer, Altötting, Loreto, Lourdes, Montserrat u. a. Im Islam gibt es zweierlei W.: Hadsch, die Wallfahrt zum Grabe Mohammeds in Mekka, die vorgeschrieben ist, und Ziaret, der Besuch heiliger Gräber im allgemeinen, der als gottgefälliges Werk gilt (s. Meyers Mekka und Islam). Vgl. Marx, Das Wallfahren in der katholischen Kirche (Trier 1842); Rudniki, Die berühmtesten Wallfahrtsorte der Erde (2. Ausg., Paderb. 1897); A. Müller, Das heilige Deutschland. Geschichte und Beschreibung sämtlicher im Deutschen Reiche bestehender Wallfahrtsorte (2. Aufl., Köln 1897); Baumstark, Abendländische Palästinapilger des ersten Jahrtausends (Köln 1906).
 
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Wallgänge, wasserdichte Zellenreihen an den Seiten der Panzerschiffe oberhalb des Doppelbodens,

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werden nach innen durch die Wallgangsschotten abgeschlossen.
 
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Wallgebirge, s. Meyers Gebirge, S. 409.
 
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Wallhof (Wallhofen), Gut in Kurland; hier siegte Gustav II. Adolf von Schweden über die Polen unter dem Fürsten Sapieha 7. Jan. 1626.
 
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Wallĭa, Westgote, wurde 415 nach Athaulfs Ermordung auf den Thron erhoben, zog, obwohl ein Feind römischer Sitten, im Solde Roms gegen die Völker, welche die Iberische Halbinsel besetzt hatten, und unterwarf sie, worauf ihm Kaiser Honorius Aquitanien mit Tolosa als Reich abtrat. Er starb 419.
 
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Wallich, Nathanael (eigentlich Nathan Wolff), Botaniker, geb. 28. Jan. 1787 in Kopenhagen, gest. 28. April 1854 in London, wurde 1807 Arzt beim dänischen Etablissement zu Frederiksnagor in Ostindien und 1815 Direktor des Botanischen Gartens in Kalkutta. 1825 untersuchte er die Waldungen des westlichen Hindostan, und 182627 bereiste er Ava und das birmanische Gebiet. 1828 kehrte er mit einer Sammlung von 8000 Pflanzenarten nach Europa zurück, ging aber 1834 wieder nach Indien und erhielt die Leitung einer Expedition nach Assam, um über den dort betriebenen Teebau zu berichten. 1847 mußte er des Klimas wegen Ostindien verlassen. Er schrieb: »Plantae asiaticae rariores« (Lond. 18291832, 3 Bde.); »Tentamen florae nepalensis« (Serampur 182426).
 
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Wallin, Johan Olof, schwed. Dichter, geb. 15. Okt. 1779 in Dalarne in sehr dürftigen Verhältnissen, gest. 30. Juni 1839 in Upsala, wußte sich durch seine Geistes- und Willenskraft den Weg zum Studium der Theologie zu bahnen, machte sich als Kanzelredner einen glänzenden Namen und starb als Erzbischof von Schweden. Seine dichterische Bedeutung beruht vorzugsweise auf seinen geistlichen Liedern, deren Zahl (mit Einschluß der Bearbeitungen und Übersetzungen) weit über 300 beträgt. Sein letztes Werk dieser Gattung war die ergreifende Dichtung »Dödens engel«. Auch seine weltlichen Gedichte zeichnen sich durch warmes Gefühl und ansprechende Form aus; besonders erwähnenswert ist der begeisterte Gesang »George Washington«. Mit dem Lehrgedicht »Uppfostraren« (»Der Erzieher«) hatte er sich in der Jugend einen akademischen Preis errungen. Seine »Samlade Vitterhetsarbeten« erschienen in 2 Bänden Stockholm 1878.
 
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Wallingford, 1) alte Stadt (municipal borough) in Berkshire (England), an der Themse, inmitten eines dicht bevölkerten Bezirks, hat mehrere alte Kirchen, Lateinschule, Kornbörse, Produktenhandel und (1901) 2808 Einw. Von dem alten, 1652 zerstörten Schloß sind nur geringe Trümmer übrig. 2) Stadt im nordamerikan. Staat Connecticut, Grafschaft Newhaven, am Quinnipiacfluß, hat Fabriken von Silber- und Neusilberwaren und (1900) 6737 Einw.
 
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Wallis, geköpertes Baumwollenzeug mit streifigen Mustern, durch einen Wechsel von Ketten- und Schußköper hervorgebracht. S. auch Meyers Dimity.
 
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Wallis, polynes. Inselgruppe, s. Uea 1).
 
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Wallis (franz. Le Valais), der gebirgigste Kanton der Schweiz, grenzt nördlich an die Kantone Bern und Waadt, östlich an Tessin und Uri, südlich und westlich an Italien und Frankreich und hat eine Fläche von 5224,49 qkm (94,9 QM.). W. besteht von der Furka bis Martigny aus einem von der Rhone durchflossenen Längental (Vallis Poenina der Römer), von hier bis zum Genfer See aus der linken Rhoneebene, einem Quertal. Die starken Nebenflüsse der Rhone entspringen der gewaltigen Hochgebirgswelt der Walliser und Berner Meyers Alpen (s. d.) mit 932,94 qkm Gletschern, d. h. 17,9 Proz. des Einzugsgebietes der Rhone. Von den zahlreichen Pässen tragen Grimsel, Furka, Simplon und Großer St. Bernhard Straßen nach bez. Bern, Uri und Italien. Seit 1906 ist der Meyers Simplon (s. d.) durchbohrt; der Lötschbergtunnel (13,7 km) wird Kandersteg im Berner Oberland mit Goppenstein im Lötschental verbinden und eine nördliche, kurze Zufahrtslinie zum Simplon ermöglichen. Sehr mannigfaltig sind die klimatischen Abstufungen. Das zentrale W. von Martigny bis gegen Leuk ist ein Stück Spanien, mit nur 5463 cm Niederschlag, 4,7 Bewölkung, nur 8090 Niederschlagstagen und einer Durchschnittstemperatur von 9,6°. Daher hat die Sonnenseite künstliche Bewässerung nötig, die durch 1536 km Kanäle vermittelt wird, die in 12002520 m ü. M. von den Gletscherbächen gespeist werden. Der Getreidebau reicht in St. Luc bis 1675 m, in Findelen auf 2000 und 2100 m (Roggen). Die Schnee- und Waldgrenzen erreichen hier die schweizerischen Maximalwerte von 3200, bez. 2300 m innerhalb der Monte Rosa-Gruppe. Die (1900) 114,158 zählende, vorherrschend katholische Bevölkerung (1610 Protestanten) verteilt sich auf die Deutsch sprechenden (34,339) Oberwalliser von der Furka bis zu dem gewaltigen Schuttkessel des Pfynwaldes bei Leuk und die Französisch redenden (74,562) Unterwalliser. Sie wohnen vorherrschend in eng gruppierten, aus Holzbauten bestehenden Dörfern, die zunächst auf Schuttkegeln der in das durch die Korrektion von 1863 sanierte Haupttal mündenden Zuflüsse ruhen oder auf Terrassen des letztern am Eingang der seitlichen Hängetäler, zu denen Zickzackwege führen. Die Sonnenseiten sind bevorzugt. Die tiefern Täler sind treffliche Wein- und Obstgebiete, mit stattlichen Walnuß- und Kastanienbäumen, sogar mit Südfrüchten (Mandeln etc.) geziert. Die produktive Fläche innerhalb dieser großartigen Gebirgswelt beträgt nur 54,9 Proz. des Gesamtareals, wovon auf Wald 770,61 qkm, Rebland 27,8, die übrigen land- und alpenwirtschaftlichen Flächen 2069,68 qkm entfallen. Mittels Terrassen erstrecken sich beispielsweise die Weinhalden ununterbrochen bei Martigny von 495810 m ü. M., bei Sion von 510830 und bei Visperterminen sogar von 7201100 m. Johannisberger und Malvasier gedeihen vortrefflich, und der Garten- und Obstbau sind in ausgezeichnetem Aufschwung begriffen. Eine Haupterwerbsquelle bilden Land- und Alpenwirtschaft. Der Kanton besaß 1906: 2862 Pferde, 2595 Maultiere (fast das Fünffache der übrigen Schweiz), 572 Esel, 75,547 Rinder, 21,200 Schweine, 44,740 Schafe (mehr als ein Fünftel der Schweiz) und 35,738 Ziegen. Der nicht unbedeutende Bergbau liefert Blei im Lötschental, Gold bei Gondo am Simpl on, Eisenerze bei Martigny und im Val d'Illiez; bedeutende Anthrazitlager sind bei Sion. geschätzter Marmor bei Saillon, Schiefer bei Vernayaz, im Drancetal etc. Leuk hat eine Gipstherme von 51°, Saxon eine erdige Jodquelle. Trotz der gewaltigen Wasserkräfte ist die Industrie wenig entwickelt. Monthe besitzt Zucker-, Seifen-, Glas- und Tabakfabrikation, Saron liefert geschätzte Gemüse- und Obstkonserven, in Gamsen bei Brig wird Dynamit erzeugt. Größere Marktplätze sind in Sion und Martigny. Zermatt ist der vornehmste Ort für den

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Fremdenverkehr. Für den Fernverkehr dienen die Simplonbahn mit ihren Zufahrten und seit 1907 die elektrische Bahn Trient-Vallorcine. W. besitzt in Sion und Brig öffentliche Gymnasien und Lehrerseminare. Die öffentlichen Bibliotheken des ganzen Kantons enthalten gegen 40,000 Bände. Das Staatswesen ist durch die Verfassung vom 8. März 1907 neu geordnet. Es ist eine demokratische Republik mit obligatorischem Referendum und Volksinitiative. Die kantonale Verwaltung wird je auf vierjährige Amtsdauer neu bestellt, die Legislative (Grand Conseil) direkt, der Conseil d'Etat (fünf Mitglieder) indirekt gewählt wie die Cour d'appellation. Der Kanton zerfällt in 13 Bezirke, deren jeder seinen Préfet oder Regierungsstatthalter hat, dem ein Bezirksrat beigegeben ist. Jede der 166 Gemeinden hat eine Urversammlung, Bürgerversammlung, Municipalité (Gemeinderat) und einen Juge (Richter). Hauptstadt ist Sion (Sitten). Die Staatsrechnung für 1906 ergibt an Einnahmen 1,990,193 Fr., an Ausgaben 2,207,985 Fr., mithin ein Defizit von 217,792 Fr.
   [Geschichte.] Das abgeschlossene Becken der obern Rhone, von den Römern Vallis Poenina genannt, war im Altertum von den keltischen Stämmen der Nantuaten, Seduner und Veragrer sowie den lepontischen Uberern bewohnt. Von Cäsar 57 v. Chr. angegriffen, wurde es von Augustus unterworfen und Rätien einverleibt, später jedoch wegen seiner Pässe über den Großen St. Bernhard und Simplon mit Hochsavoyen als besondere Statthalterschaft organisiert. Hauptort des römischen W. war Octodurus (Martinach), wo auch der Bischof residierte, bis um 580 der Sitz nach Sedunum (Sitten) verlegt wurde. Um 470 geriet das Tal unter die Botmäßigkeit der Burgunder, deren König Sigismund in Agaunum, wo angeblich die thebäische Legion samt ihrem Obersten Mauritius durch Kaiser Maximian das Martyrium erlitten, das berühmte Kloster St.-Maurice stiftete (515). Mit dem Burgunderreich kam es 534 an die Franken und wurde 888 ein Bestandteil des neuburgundischen Reiches. Dessen König Rudolf III. verlieh 999 die Grafschaft über W. dem Bischof von Sitten; aber früh gelang es den Grafen von Savoyen, im Tale Fuß zu-fassen, und Graf Peter II. zwang den Bischof, ihm 1260 alles Gebiet unterhalb Sitten zu überlassen. Da die Grafen auch das Recht, dem Bischof die Regalien zu erteilen, an sich brachten, so wäre das ganze Tal savoyisch geworden, hätte nicht der Bischof in seinen endlosen Streitigkeiten mit Savoyen und dem trotzigen Lehnsadel in den sieben Zehnten, d. h. den Gemeinden im Oberwallis, das durch Einwanderung seit dem 12. Jahrh. größtenteils deutsch geworden war, einen festen Rückhalt gefunden. 1388 schlugen die Oberwalliser ein savoyisches Heer bei Visp. Der Bischof sicherte sich die Anhänglichkeit der Zehnten durch Verleihung von Freiheiten, die ihnen auch Teilnahme an der Landesregierung gewährten. Ihre Abgeordneten bildeten den seit 1339 erwähnten »Landrat«, der unter dem Vorsitz des ursprünglich vom Bischof, später vom Landrat ernannten »Landeshauptmanns« Gesetzgebung, Gericht und Verwaltung immer mehr in seine Hand nahm und auch auf die Bischofswahl Einfluß ausübte. Die Gesetzgebung des Landrats unterlag aber dem Referendum der Zehnten. Während eines Aufstandes gegen das mächtige Geschlecht der Raron, das den Bischofssitz und die Landeshauptmannschaft innehatte, verbanden sich die Zehnten mit Luzern, Uri und Unterwalden (1416/17); 1475 trat der Bischof auch mit Bern in ein ewiges Bündnis, und W. galt seitdem als ein »zugewandter Ort« der Eidgenossenschaft. Zugleich entrissen die Oberwalliser dem mit Karl dem Kühnen verbündeten Savoyen das Unterwallis und machten es zu ihrem Untertanenland. In den italienischen Feldzügen der Eidgenossen spielte W. durch seinen kriegerischen Bischof, den Kardinal Matthäus Schinner (14561522), das Haupt der antifranzösischen Partei in der Schweiz, eine hervorragende Rolle. Am 17. Dez. 1533 wurde das Bündnis des W. mit Luzern, Uri und Unterwalden zu einem Glaubensbund des Bischofs und der Zehnten mit sämtlichen sieben katholischen Orten erweitert. Trotzdem fand die Reformation auch im W. zahlreiche Anhänger, bis unter dem Einfluß der Jesuiten und der katholischen Orte im 17. Jahrh. Verfolgungen begannen, die 1655 mit der völligen Austreibung der Reformierten endeten. Nach einem vergeblichen Aufstandsversuch 1790 empfing das Unterwallis 1798 die Franzosen als Befreier, während die Oberwalliser sich erst nach blutigem Kampfe der helvetischen Regierung unterwarfen. 1802 wurde W. durch einen Machtspruch Napoleons als besondere Republik von der Schweiz getrennt und im Dezember 1810 als Simplon-Departement Frankreich einverleibt. Das Einrücken der Verbündeten in die Schweiz im Dezember 1813 machte der französischen Herrschaft im W. ein Ende, und 12. Sept. 1814 wurde es wieder als Kanton W. in die Eidgenossenschaft aufgenommen, durch die Verfassung von 1815 aber Unterwallis bei der Verteilung der Stimmen im Landrat benachteiligt. 1839 schritten die Unterwalliser im Verein mit Sitten und Siders zu einer Revision der Verfassung, um die Repräsentation nach der Kopfzahl einzuführen, und zwangen Oberwallis mit Waffengewalt zur Annahme derselben (im April 1840). Bald warf der Gegensatz zwischen Klerikalen und Liberalen den Kanton in neue Wirren. Die Priesterpartei der »Altschweizer« benutzte das Übergewicht, das sie 1843 im Großen Rat und Staatsrat erhielt, zur Niederwerfung ihrer Gegner, der radikalen »Jungschweizer«, durch einen blutigen Überfall am Trient (21. Mai 1844) und zur Revision der Verfassung (14. Sept.), wodurch die Repräsentation des Klerus im Landrat vermehrt, seine Immunität anerkannt und der protestantische Gottesdienst unterdrückt wurde. Selbstverständlich schloß sich W. jetzt auch dem Sonderbund an, kapitulierte jedoch ohne ernstlichen Widerstand 29. Nov. 1847. Eine provisorische Regierung von Liberalen ersetzte die sonderbündische, und durch eine Verfassungsrevision vom 10. Jan. 1848 verloren Bischof und Klerus ihre Vertretung im Großen Rat. Aber schon 1852 setzten die Klerikalen eine Verfassungsrevision durch und behaupteten fortan beständig bei den Wahlen die Oberhand. 1876 wurden durch eine am 13. Febr. vom Volk angenommene Verfassungsrevision größere außerordentliche Ausgaben dem Referendum unterstellt. Erst 1907 wurde eine neue, rein demokratische Verfassung (s. oben) eingeführt. Vgl. Boccard, Histoire du Valais (Genf 1844); Furrer, Geschichte von W. (Sitten 185052, 3 Bde.); Gay, Histoire du Valais (2. Aufl., Genf 1903); Grenat, Histoire moderne du Valais de 1536 à 1815 (das. 1904); Ribordy, Documents pour servir á l'histoire contemporaine du Valais (Sitten 1885); Heierli und Oechsli, Urgeschichte des W. (Zürich 1896); Hoppeler, Beiträge zur Geschichte des W. im Mittelalter (das. 1897); Imesch, Die Kämpfe der Walliser 17981799 (Sitten 1899); Courthion,

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Le peuple du Valais (Genf 1903); Gremaud, Documents relatifs à l'histoire du Valais (Lausanne 18751900, 8 Bde.); Heusler, Rechtsquellen des Kantons W. (Basel 1890); »Blätter aus der Walliser Geschichte« (Sitten 1890 ff.); Wolf und Ceresole, W. und Chamonix (Zürich 1888, 2 Bde.).