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Scheder bis Scheelesches Grün (Bd. 6, Sp. 718)
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Artikelverweis Scheder, Georg, deutscher Admiral, geb. 19. April 1853 in Schweidnitz. trat 1870 in die Marine, wurde 1874 Leutnant zur See, 1885 Kapitänleutnant, 1891 Korvettenkapitän, 1897 Kapitän zur See, unternahm größere Reisen mit der Niobe, Hela, Gazelle und Elisabeth (um die Welt), befehligte in Australien den kleinen Kreuzer Bussard, war dann drei Jahre zum Oberkommando der Marine kommandiert und hatte den Befehl über die Linienschiffe Bayern und Kaiser Wilhelm II. Seit Herbst 1900 Chef des Stabes der Marinestation der Nordsee in Wilhelmshaven, erhielt S. 1902 den Befehl über das deutsche Geschwader in den venezolanischen Gewässern, das vom Dezember 1902 bis Februar 1903 die Küste von Venezuela blockierte (vgl. Deutschland, S. 835). Anfang 1904 wurde S. als Konteradmiral zum Inspekteur der zweiten Marineinspektion ernannt und bekleidete 19041905 den Posten eines Oberwerftdirektors in Kiel.
 
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Schedewitz, Dorf in der sächs. Kreis- und Amtsh. Zwickau, an der Zwickauer Mulde und der Staatsbahnlinie Werdau-Aue, mit Zwickau durch eine elektrische Straßenbahn verbunden, hat eine evang. Kirche, Kammgarnspinnerei, Porzellanfabrik, mechanische Weberei und Färberei, Fabrikation von keramischen und Glasfarben, Steinkohlenbergbau und (1905) 5656 Einw. S. ist Sitz des Erzgebirgischen Steinkohlenaktienvereins.
 
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Schedĭasma (griech.), das aus dem Stegreif nachlässig Gesagte, Geschriebene, Ausgeführte.
 
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Schedĭr, der hellste Stern (α) in der Kassiopeja, ein veränderlicher Stern, dessen Helligkeit zwischen 2,2. und 2,8. Größe schwankt.
 
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Schédo Ferrōti, Pseudonym, s. Meyers Fircks 1).
 
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Schedŭla (lat.), Diminutiv von Meyers Scheda (s. d.), Zettel, Blättchen. Pro s. disputieren, auf Universitäten: gedruckte Thesen öffentlich verteidigen.
 
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Scheel, Mineral und Metall, s. Meyers Wolfram.
 
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Scheel, Hans von, Nationalökonom, geb. 29. Dez. 1839 in Potsdam, gest. 27. Sept. 1901 in Berlin, studierte in Halle, Jena und Berlin, habilitierte sich 1867 für Nationalökonomie in Halle, ward 1868 Assistent seines Lehrers Bruno Hildebrand am Statistischen Bureau in Jena, 1869 Lehrer der Nationalökonomie an der landwirtschaftlichen Akademie zu Proskau i. Schl., 1871 als Professor der Staatswissenschaften an die Universität Bern, von da 1877 als Regierungsrat und Mitglied des Statistischen Amtes des Deutschen Reiches nach Berlin berufen und im April 1891 zum Direktor desselben ernannt. Er schrieb außer zahlreichen Abhandlungen in Zeitschriften: »Die Theorie der sozialen Frage« (Jena 1871), eine der ersten Begründungen der neuern (sogen. kathedersozialistischen) Richtung der Volkswirtschaftslehre in Deutschland, »Die soziale Frage« (Bern 1873), »Erbschaftssteuern und Erbrechtsreform« (Jena 1875), »Eigentum und Erbrecht« (Berl. 1877), »Unsre sozialpolitischen Parteien« (Leipz. 1878), »Die deutsche Volkswirtschaft am Schlusse des 19. Jahrhunderts« (Berl. 1900) und veranstaltete eine deutsche Bearbeitung von M. Blocks »Traité de statistique« (zugleich als »Handbuch der Statistik des Deutschen Reichs«, Leipz. 1879). Auch gab er Übersetzungen von Ingram: »Die notwendige Reform der Volkswirtschaftslehre« (Jena 1879), und Morselli: »Der Selbstmord« (Leipz. 1881), heraus. In Schönbergs »Handbuch der politischen Ökonomie« schrieb er die Abhandlungen über Sozialismus und Erwerbseinkünfte des Staates.
 
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Scheelbleierz, Mineral, soviel wie Wolframbleierz.
 
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Scheele, Karl Wilhelm, Chemiker, geb. 9. Dez. 1742 in Stralsund, konditionierte als Apothekergehilfe in Malmö und Stockholm und starb 21. Mai 1786 als Apotheker in Köping. Mit beschränkten Mitteln und einfachen Apparaten in dem Laboratorium seiner Apotheke arbeitend, entdeckte er den Sauerstoff, Weinsäure, Zitronensäure, Oxalsäure, Gerbsäure, Harnsäure, Milchsäure etc., das Glyzerin, Molybdän- und Wolframsäure, Arsensäure und Arsenwasserstoff, Kieselfluorwasserstoffsäure, das Mangan, das Chlor, den Baryt, die Zusammensetzung des Flußspats, analysierte das Berlinerblau und zerlegte die atmosphärische Luft, das Ammoniak und den Schwefelwasserstoff. Eine Sammlung seiner Schriften gab Hebenstreit u. d. T.: »Opuscula chemica et physica« (Leipz. 1788, 2 Bde.) und Hermbstädt: »Scheeles sämtliche physikalische und chemische Werke« (Berl. 1793, 2 Bde.; Neudruck 1891), seine nachgelassenen Briefe und Aufzeichnungen (»Efterlemnade bref och anteckningar«) Nordenskiöld heraus (Stockh. 1892, auch deutsche Ausgabe). In Stockholm wurde ihm ein Denkmal (von Börjeson) errichtet.
 
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Scheelesches Grün (Schwedischgrün, Mineralgrün), aus arsenigsaurem Kupfer bestehende grüne Farbe, wird aus einer heißen Lösung von Kupfervitriol durch eine Lösung von Arseniger Säure und Pottasche gefällt. Es ist lebhaft zeisiggrün, äußerst giftig, als Öl-, Kalk- und Wasserfarbe sehr tauglich, aber durch das Schweinfurtergrün fast ganz verdrängt. Eine Mischung mit Schweinfurtergrün bildet das Papagei- oder Meyers Mitisgrün (s. d.). Mit Kalk vermischt, kommt es als Wasserfarbe (Kalkgrün, Erdgrün) im Handel vor.