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Magnetstab bis Magnoferrīt (Bd. 6, Sp. 97 bis 98)
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Artikelverweis Magnetstab s. Meyers Magnetische Influenz und Meyers Magnetische Kraft.
 
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Magnetstahl, jeder Stahl mit besonders großer Koerzitivkraft, besonders ein bei 800° gehärteter Wolframstahl.
 
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Magnettes (franz., spr. manjett'), mittelfeines Leinen, oft in Deutschland und Belgien gewebt, in Holland gebleicht und appretiert und von dort als holländische Leinwand versandt.
 
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Magni (Magnus), 1) Johannes, schwed. Geschichtschreiber, geb. 19. März 1488 in Linköping, gest. 22. März 1544 in Rom, seit 1523 Erzbischof in Upsala, verließ 1526 sein Vaterland, da er die kirchliche Reformation nicht zu hindern vermochte. In seiner »Historia de omnibus Gothorum Suconumque regibus« (Rom 1554, 24 Bücher) hat er aus falschem Patriotismus ganze Reihen apokrypher Könige ein geschaltet.
   2) Olaus, schwed. Geschichtschreiber und Kartograph, Bruder des vorigen, geb. 1490, gest. 1. Aug.

[Bd. 6, Sp. 98]


1557 in Rom, ward Geistlicher, später von Gustav Wasa öfters mit diplomatischen Aufträgen betraut, verließ aber 1526, als überzeugter Gegner der Reformation, für immer Schweden. Von seinem berühmten kulturgeschichtlichen Werk »Historia de gentibus septentrionalibus etc.« (Rom 1554, 22 Bücher; 4. Aufl., Basel 1567) erschienen auch viele Bearbeitungen in deutscher, französischer, englischer, italienischer und holländischer Sprache. Seine »Carta marina et descriptio septentrionalium terrarum etc.« (Venedig 1539) ist eins der besten kartographischen Werke seiner Zeit. Seine Biographie schrieb H. Hildebrand (Stockh. 1899). Vgl. O. Brenner, Die echte Karte des Olaus M. vom Jahre 1539 (Münch. 1886); Hjärne, Bidrag till Olai M. historia (Stockh. 1893); Ahlenius, Olaus M. och hans framställning af Nordens geografi (Upsala 1895).
 
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Magnifĭcat (lat.), der mit den Worten: »M. anima mea Dominum« (»Meine Seele erhebet den Herrn«) anhebende Lobgesang der Maria im Haus des Zacharias (Luk. 1,4655); wird in der katholischen Kirche täglich in der Vesper gebetet. Neuere Kritiker haben das M. der Elisabeth zuschreiben wollen. Vgl. Harnack, Das M. der Elisabeth (in den Sitzungsberichten der Akademie der Wissenschaften zu Berlin, 1900), und dagegen Bardenhewer, Ist Elisabeth die Sängerin des M.? (in den »Biblischen Studien«, Bd. 6, Freiburg 1901).
 
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Magnifĭcus (lat.), an Universitäten übliche Abkürzung für Rector oder Prorector magnificus. Magnifica, scherzweise dessen Gattin. S. Meyers Rektor und Magnifizenz.
 
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Magnifik (franz. magnifique), prächtig, herrlich.
 
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Magnifizénz (lat., »Herrlichkeit, Hoheit«), Titel der Rektoren, Prorektoren und Kanzler der Universitäten (s. Universität) sowie der Bürgermeister in den Freien Hansestädten. Bekleidet ein Fürst ehrenhalber ständig die Würde des Rektors, so wird er als Rector magnificentissimus vom Prorector magnificus unterschieden.
 
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Magniloquénz (lat.), Erhabenheit im Ausdruck; Großsprecherei.
 
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Magnĭum, soviel wie Magnesium.
 
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Magnoferrīt, Mineral, s. Meyers Magneteisenerz.