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Magnesiaglimmer bis Magnesīt (Bd. 6, Sp. 80)
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Artikelverweis Magnesiaglimmer (Biotit), s. Meyers Glimmer, S. 36.
 
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Magnesialicht, dem Drummondschen Licht entsprechendes und wie dieses angewandtes Licht, bei dem statt der Kalkstifte solche aus gebrannter Magnesia im Knallgasgebläse auf Weißglut erhitzt werden. Beim Magnesiakammlicht wird eine Reihe von Magnesiastiften durch eine Wassergasflamme erhitzt. Magnesiumlicht wird durch Verbrennen von Meyers Magnesium (s. d.) erzeugt.
 
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Magnesialösung, s. Meyers Magnesiaflüssigkeit.
 
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Magnesiamilch, in Zuckerlösung verteilte gebrannte Magnesia.
 
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Magnesiamixtur, soviel wie Magnesiaflüssigkeit.
 
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Magnesian limestone (engl., spr. laimstōn), Magnesiakalk, d. h. Dolomit, mittlere Abteilung des englischen Zechsteins, s. Text zur Tafel Meyers »Dyasformation«.
 
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Magnesiasalze (Magnesiumsalze, Magnesiumoxydsalze) finden sich zum Teil weitverbreitet in Mineralien, Quellen, Pflanzen und Tieren; sie entstehen beim Lösen von Magnesia oder kohlensaurer Magnesia in Säuren, die unlöslichen durch Wechselzersetzung; sie sind den Zinksalzen ähnlich, farblos, wenn die Säure farblos ist, meist leicht löslich in Wasser; unlöslich sind die basischen und von den neutralen das Kohlensäure- und das Phosphorsäuresalz. Die löslichen schmecken bitter, reagieren neutral, zersetzen sich beim Glühen, zum Teil schon beim Verdampfen der Lösungen; die unlöslichen werden fast alle von Salzsäure leicht aufgenommen. Aus den Lösungen fällen Kalilauge, Baryt- und Kalkwasser weißes Magnesiumhydroxyd. Phosphorsaures Natron fällt aus neutralen, nicht zu stark verdünnten Lösungen phosphorsaure Magnesia, aber auch aus sehr verdünnten Lösungen bei Gegenwart von überschüssigem Ammoniak kristallinische phosphorsaure Ammoniakmagnesia. Mehrere M. werden in der Technik, einige auch in der Medizin benutzt.
 
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Magnesiaweiß, aus schwefelsaurer Magnesia durch Fällen mit Ätzkalk oder Ätzbaryt gewonnenes Gemisch von Magnesia mit schwefelsaurem Kalk, resp. schwefelsaurem Baryt, wird in der Papierfabrikation als Füllstoff benutzt.
 
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Magnesiazement, s. Meyers Zement.
 
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Magnesiaziegel, s. Meyers Magnesia, S. 79.
 
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Magnesīt (Talkspat, Bitterspat), Mineral, kohlensaure Magnesia MgCO3 meist mit kohlensaurem Eisen- und Manganoxydul, findet sich in rhomboedrischen Kristallen ein- und aufgewachsen und besonders in körnigen und körnig-stängeligen Aggregaten, farblos, gelblich oder grau, glasglänzend, durchsichtig bis kantendurchscheinend, Härte 44,5, spez. Gew. 2,93,1, im Talkschiefer am St. Gotthard, Zillertal, Pfitschtal, im Serpentin von Snarum (Norwegen), bei Bruck, Trieben u. a. O. in Steiermark, auch in Kalifornien. Der krypto-kristallinische, dichte M. erscheint ziemlich häufig in weißen und gelblichgrauen Massen, zuweilen mit Opalsubstanz gemengt (Kieselmagnesit) im Serpentin bei Baumgarten und Frankenstein in Schlesien, Hrubschitz in Mähren, Kraubat in Steiermark, in Piemont etc. M. dient zur Darstellung von Kohlensäure durch Brennen oder durch Zersetzung mit Schwefelsäure, wobei Bittersalz als Nebenprodukt gewonnen wird, auch in der Porzellanfabrikation, zu feuerfesten Ziegeln etc.