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Magna Charta-Insel bis Magnentĭus (Bd. 6, Sp. 78 bis 79)
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Artikelverweis Magna Charta-Insel, s. Meyers Egham.
 
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Magna cum laude (lat.), mit großem Lob.
 
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Magnalĭum, von Mach hergestellte Legierungen von Magnesium mit Aluminium, deren Zusammensetzung zwischen Al2Mg und AlMg13 schwankt. Zur Herstellung werden die Metalle unter Luftabschluß zusammengeschmolzen und im Vakuum oder unter einem Druck von 100200 Atmosphären abgekühlt. Die Legierungen haben geringes spezifisches Gewicht, muscheligen Bruch, sind sehr fest, silberweiß und nehmen vorzügliche Politur an. Eine Legierung aus gleichen Teilen Aluminium und Magnesium eignet sich besonders zu Spiegelmetall, ist sehr spröde, luftbeständig und besitzt ein Reflexionsvermögen, welches das aller bisherigen Spiegelmetalle übertrifft und dem der Silber- oder Quecksilberspiegel gleichkommt. Legierungen mit 1030 Proz. Magnesium sind im allgemeinen dehnbar, schwanken in der Härte zwischen Messing und Rotguß und haben ein spezifisches Gewicht von 22,5; sie lassen sich vorzüglich bearbeiten und wie Aluminium gießen. M. mit 25 Proz. Magnesium eignet sich zum Ziehen von Draht und Röhren, solches mit 58 Proz. zum Walzen, mit 1215 Proz. zum Gießen.
 
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Magna mater, Göttin, s. Meyers Rhea.
 
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Magnan (spr. manjāng), Bernard Pierre, Marschall von Frankreich, geb. 7. Dez. 1791 in Paris, gest. 29. Mai 1865, trat 1809 als Freiwilliger in die Armee, kämpfte 180913 in Spanien und machte als Kapitän in der kaiserlichen Garde die Feldzüge 1814 in Frankreich und 1815 in Belgien mit. 1817 wurde er Bataillonschef im 34. Linienregiment, zog 1823 mit nach Spanien und 1830 nach Algier. 1831 wegen seines energielosen Verhaltens bei einer Insurrektion in Lyon zur Disposition gestellt, trat er als General in belgische Dienste. Nach siebenjähriger Dienstzeit in Belgien kehrte er nach Frankreich zurück und ward mit der Unterdrückung der Arbeiterunruhen in Lille beauftragt. Im Sommer 1851 ward er Oberkommandeur der Pariser Armee, mit der er den durch den Staatsstreich vom 2. Dez. d. J. hervorgerufenen Aufstand niederschlug, wofür er 1852 zum Senator und 1853 zum Marschall ernannt wurde.
 
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Magnanerīe (franz., spr. manja-, von magnan, Seidenraupe), Anstalt zum Betrieb der Seidenraupenzucht; Maulbeerbaumpflanzung.
 
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Magnanimität (lat.), Großmut, Hochherzigkeit.
 
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Magnāten (lat. magno-nati), in Ungarn Bezeichnung der vornehmsten adligen Geschlechter und der Reichswürdenträger, die nach der Verfassung geborne Repräsentanten des Landes sind und die Magnatentafel (Oberhaus) bilden. Zu dieser gehören nach der Reform, die durch den Gesetzesartikel VIII vom Jahre 1886 bewirkt wurde: 1) die volljährigen Erzherzoge; 2) die volljährigen Mitglieder von 273 im Gesetz aufgezählten fürstlichen, gräflichen und freiherrlichen Familien, bei einer Steuerleistung von mindestens 3000 Gulden jährlich an Grund- und Haussteuer; die Zahl kann durch königliche Verleihung oder (gegenüber Nichtungarn) durch die Legislative vermehrt werden; 3) kraft Amtes die zehn Bannerherren

[Bd. 6, Sp. 79]


des Reiches und der Graf von Preßburg, die zwei Kronhüter, der Gouverneur von Fiume, die zwei Präsidenten der königlichen Kurie und die Präsidenten der königlichen Tafel, die katholischen und griechischorientalischen Erzbischöfe und Bischöfe und einige andre Prälaten, ferner ein Vertreter der unitarischen Kirche und eine Anzahl Würdenträger der zwei evangelischen Kirchen; 4) vom König ernannte lebenslängliche Mitglieder bis zu 50; 5) drei Abgeordnete des kroatisch-slowenischen Landtags, die nur Stimmrecht bei Angelegenheiten haben, welche die Länder der ungarischen Krone gemeinsam betreffen, alle übrigen Adligen faßt man unter dem Namen Gentry (Landadel) zusammen. In Polen hießen M. die geistlichen und weltlichen Senatoren oder Reichsräte und der hohe Adel.
 
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Magnavacca (spr. manja-), Hafenort bei Meyers Comacchio (s. d.).
 
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Magne (spr. mannj'), Pierre, franz. Staatsmann, geb. 3. Dez. 1806 in Périgueux, gest. 19. Febr. 1879, ließ sich in seiner Vaterstadt als Advokat nieder. 1843 zum Mitglied der Deputiertenkammer gewählt, bewies er bei Verhandlungen über Finanzfragen ein hervorragendes Talent und gehörte bis zur Februarrevolution dem rechten Zentrum an. Wiederholt zum Unterstaatssekretär ernannt, diente er dem Prinz-Präsidenten Ludwig Napoleon dreimal als Bautenminister (1851 u. 1852) und wurde im Juni 1853 zugleich zum Minister des Ackerbaues und des Handels ernannt; im Februar 1855 vertauschte er diese drei Verwaltungszweige gegen das Ministerium der Finanzen, das er bis Ende November 1860 innehatte. Von da an bis 1863 war er Minister ohne Portefeuille. Als die kaiserliche Regierung einer neuen Anleihe bedurfte, wurde M., der ebensoviel finanzielles Geschick wie Vertrauen in den Börsenkreisen besaß, 13. Nov. 1867 wieder zum Finanzminister berufen. Im Dezember 1869 nahm er seine Entlassung, weil er als Gehilfe des Absolutismus zu stark kompromittiert war, um an dem Ministerium Ollivier teilnehmen zu können, und trat erst 10. Aug. 1870 in das Ministerium Palikao wieder ein, mit dem er 4. Sept. von dem politischen Schauplatz verschwand, bis er 2. Juli 1871 in die Nationalversammlung gewählt wurde. Als Bonapartist wurde er nach Thiers' Sturz nochmals Finanzminister (1873 u. 1874). Im Januar 1876 wurde er in den Senat gewählt.
 
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Magnentĭus, Flavius Magnus M., röm. Kaiser 350353, von Geburt ein Franke aus Gallien, stieß 350 in Augustodunum (Autun) als germanischer Truppenführer mit Hilfe des Marcellinus den verhaßt gewordenen Constans vom Thron und wurde in Gallien, Britannien, Spanien, Afrika und Italien als Kaiser anerkannt. Vergebens suchte er mit dem Bruder des Constans, Constantius, Unterhandlungen anzuknüpfen, er wurde 28. Sept. 351 in der mörderischen Schlacht bei Mursa (Essek) von ihm geschlagen, und nachdem er sich klug und geschickt noch eine Zeitlang gewehrt hatte, nahm er sich 10. Aug. 353 selbst das Leben.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
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108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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