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Magerö bis Maghsen (Bd. 6, Sp. 73 bis 74)
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Artikelverweis Magerö, norweg. Insel mit dem Meyers Nordkap (s. d.).
 
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Magersfontein (spr. -tīn), Ort in der Oranjeflußkolonie zwischen Kimberley und Modder River, nahe der Eisenbahn von Kimberley nach Kapstadt, bekannt durch den Sieg der Buren über General Methuen (11. Dez. 1899), dessen Hochländerregiment fast aufgerieben wurde. Vgl. »Kriegsgeschichtliche Einzelheiten«, herausgegeben vom preußischen Großen Generalstab, Heft 32 (Berl. 1903).
 
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Maggi, von Julius Maggi angegebene Präparate, Konserven, Bouillonkapseln, besonders ein Suppengewürz, das nach geheim gehaltenem Verfahren aus Gemüse und Küchenkräutern hergestellt wird. Die Fabriken der Maggi-Gesellschaften befinden sich in Singen (Baden) und Kempttal (Schweiz).
 
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Maggia, Valle (spr. walle mádscha, deutsch Maintal), ein System tessinischer Hochalpentäler, deren Gewässer, zur Maggia gesammelt, bei Locarno den Lago Maggiore erreichen. Die oberste Stufe, Val Lavizzara, enthält, 2240 m ü. M., den Quellsee

[Bd. 6, Sp. 74]


der Maggia und in 1281 m Höhe den Ort Fusio. Bei Peccia (837 m) mündet der Bach des Val di Peccia, bei Bignasco (434 m) die Bavona aus Val Bavona, unterhalb Cevio (406 m) die Rovana aus Bal di Campo, endlich, unmittelbar nachdem die Maggia sich durch die Schlucht von Ponte Brolla (250 m) hinausgezwängt, die beträchtliche Melezza, welche die sogen. Centovalli durchfließt und links den das Val Onsernone durchziehenden Iforgno empfängt. Das gesamte Maintal ist 60 km lang und war bis 1798 eine der italienischen Vogteien der Schweiz (s. Meyers Tessin). Haupterwerbszweige sind Alpenwirtschaft und Käsebereitung; der Weinbau liefert nur ein geringwertiges Gewächs. Aus dem Lavezstein von Lavizzara werden im Val di Peccia Töpfe und andre Geschirre gedrechselt, die nach Italien Absatz finden; Val Onsernone liefert Strohgeflechte. Bosco, deutsch Gurin (1503 m ü. M.), die einzige deutsche Gemeinde des Kantons (262 Einwohner), fertigt Holzwaren. M. bildet einen der acht Bezirke des Kantons Tessin und enthält in 22 Gemeinden (deren größte Cevio mit 409 Einw.) eine katholische und fast ausschließlich italienische Bevölkerung von (1900) 5202 Seelen.
 
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Maggiolāta (ital., auch Maggio, spr. madscho-), ein Lied, das namentlich in Toskana im Mai (maggio) von jungen Burschen und Mädchen, die einen Laubzweig tragen, gesungen wird.
 
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Maggiore (ital., spr. madschōre, »größer«) bezeichnet in der Musik jedes Intervall, das im Deutschen »groß« heißt; sodann die Durtonart im Gegensatz zu Minore, der Molltonart. Die Überschrift M. über einem Teil (Trio) in Märschen, Tänzen, Scherzi etc. deutet an, daß dieser Teil in der Durvariante oder Parallele der Haupttonart steht (vgl. Minore).
 
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Maggiore, s. Meyers Lago Maggiore.
 
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Magglingen, schweizer. Luftkurort, s. Meyers Biel.
 
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Maghagha (Muled), Ort in der ägypt. Provinz (Mudirieh) Minyeh, mit (1897) 8426 Einw.
 
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Maghrib (arab., »Abend, Westen«), bei den arabischen Geschichtschreibern der westliche Teil der mohammedanischen Welt, nämlich Nordafrika (ohne Ägypten) und Spanien im Gegensatz zu Maschrik (»Osten«). M. el Aksa, der äußerste Westen, d. h. Marokko.
 
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Maghsen, s. Meyers Machzen.