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Luisenburg bis Lujan (Bd. 6, Sp. 836 bis 837)
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Artikelverweis Luisenburg, eine der merkwürdigsten Partien des Fichtelgebirges, bei Wunsiedel im bayr. Regbez. Oberfranken, ein großartiges Labyrinth von Granitblöcken. Früher hieß die Höhe (789 m) nach einer auf ihr stehenden Burg, von der noch Ruinen vorhanden sind, Luchsburg, welcher Name bei Gelegenheit der Anwesenheit des preußischen Königspaares 1805 zu Ehren der Königin Luise in L. umgewandelt wurde. In der Nähe der Badeort Meyers Alexandersbad (s. d.).
 
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Luisenhall, s. Meyers Stotternheim.
 
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Luisenlund, s. Meyers Schleswig (Stadt).
 
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Luisenorden, vom König Friedrich Wilhelm III. von Preußen 3. Aug. 1814 zur Erinnerung an die Königin Meyers Luise (s. d. 3) für glänzende Beweise der Vaterlandsliebe und Menschenfreundlichkeit in den Jahren 181314 gestiftet, sollte nur 100 Mitglieder aus dem preußischen Staat, aber ohne Unterschied der Religion und des Standes, zählen. Am 15. Juli 1850 wurde er zur Verleihung an solche Jungfrauen und Frauen, die sich durch die Pflege von Verwundeten 1848 und 1849 ausgezeichnet hatten, erneuert. Ähnliche Erneuerungen fanden 1861, 1865, 1866 und 1871 statt. 1865 ward eine zweite Abteilung in zwei Klassen hinzugefügt: 1) Anerkennung für Frauen und Jungfrauen, die Kranke im Kriege gepflegt, und 2) für solche, die durch hochherzige und verdienstliche Handlungen im Krieg und Frieden sich ausgezeichnet haben. Am 3. Jan. 1890 wurde von der Königin Auguste Viktoria bestimmt, daß in Zukunft die erste Klasse der zweiten Abteilung nur an solche Damen verliehen werden soll, die sich bereits im Besitz der zweiten Klasse dieser Abteilung befinden. Die Auswahl bestimmt das aus vier Frauen unter Vorsitz der Königin bestehende Ordenskapitel mit Autorisation des Königs. Das Ordenskreuz ist von Gold und schwarz emailliert. Das himmelblaue Mittelschild zeigt ein L. in einem Sternenkranz, auf der Rückseite die Zahlen 1813 und 1814 und seit der Erneuerung je die Jahre, für die er verliehen wird. Die erste Abteilung kann mit oder ohne Eichenlaub, die zweite Abteilung erster Klasse mit goldener oder silberner Krone und die zweiter Klasse in Silber oder als Medaille verliehen werden. Das Band, an dem der Orden auf der linken Brust getragen wird, ist bei der ersten Abteilung weiß mit schwarzen Randstreifen, bei der zweiten weiß mit schwarzem Rand und einem Mittelstreifen. S. Tafel Meyers »Orden I«, Fig. 12. Vgl. L. Schneider, Der L. (Berl. 1867).
 
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Luisenstädtischer Kanal, schiffbare Wasserstraße im südöstlichen Teil Berlins, 2,2 km lang und 1,5 m lief, zweigt von der Spree bei der Schillingsbrücke ab, führt durch zwei Bassins und mündet am Urbanhafen in den Landwehrkanal.
 
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Luisenstiftung (genauer: Königin Luise-Stiftung), zum Andenken an die Königin Luise von Preußen von einem Verein durch gesammelte Beiträge 1810 gegründete und 10. März 1811 eröffnete Anstalt zur Erziehung junger Mädchen von 1215 Jahren aus gebildetem Stande, verbunden mit einer Anstalt zur unentgeltlichen Ausbildung von Erzieherinnen im Alter von 1822 Jahren. Dies Seminar der L. ist seit 1877 zur Ausstellung amtlich gültiger Zeugnisse auf Grund der bestandenen Entlassungsprüfung berechtigt.
 
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Luisenthal, s. Meyers Ohrdruf.
 
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Luisine, leichter Seidenstoff für Damenkleider Blusen etc.
 
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Luitpold, Karl Joseph Wilhelm Ludwig, Prinz-Regent von Bayern, geb. 12. März 1821 in Würzburg, zweiter Sohn des Königs Ludwig I. (s. d. 17), trat 1835 in die Artillerie ein, ward 1841 Oberst, bereiste darauf die Mittelmeerländer und vermählte sich 1844 mit der Prinzessin Auguste von Toskana (gest. 1864). Er befehligte 1866 im Kriege gegen Preußen eine Division, ward zum Generalfeldzeugmeister und Generalinspekteur der bayrischen Armee ernannt und war 1870/71 im Hauptquartier des Königs Wilhelm zu Versailles, hielt sich aber sonst von den öffentlichen Angelegenheiten fern, soweit ihn nicht die Pflicht, König Ludwig II. bei der Eröffnung von Landtagen zu vertreten, dazu zwang. Als sich die Geisteskrankheit seines Neffen Ludwig II. (s. d. 18) 1886 herausstellte, übernahm er 10. Juni als des Reichs Verweser die Regentschaft für ihn sowie nach dessen Tod (13. Juni) für den ebenfalls geisteskranken König Otto und leistete 28. Juni den Eid, behielt aber das Ministerium Lutz bei. Die Feier seines 80. Geburtstages 1901, wobei ihm ein Huldigungsgeschenk von 1,700,000 Mk. für wohltätige Zwecke überreicht wurde, zeugte von der ihm allgemein gezollten Verehrung. Aus Anlaß der Erinnerung an den vor 70 Jahren erfolgten Eintritt in das Heer stiftete L. 1905 eine Erinnerungsmedaille aus Bronze. Er hat drei Söhne, die Prinzen Meyers Ludwig (s. d. 19), Leopold und Arnulf, und eine (unvermählte) Tochter, Prinzessin Therese (geb. 1850), die sich als Reiseschriftstellerin unter dem Namen Th. von Bayer* (»Reiseeindrücke und Skizzen aus Rußland«, Stuttg. 1885; »Über den Polarkreis«, Leipz 1889; »Meine Reise in den brasilischen Tropen«, Berl. 1807) bekannt

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gemacht hat. Seinen Namen führt jetzt das 3. sächsische Infanterieregiment Nr. 102. In Landau wurde ihm 1892 ein Bronzedenkmal (von Rümann), ein andres 1893 in Berchtesgaden, 1903 in Augsburg ein Brunnendenkmal von Franz Bernauer, 1905 in Traunstein eine Kolossalbüste von demselben errichtet. Vgl. Reidelbach, L., Prinz-Regent von Bayern (Münch. 1891); Du Moulin Eckart, L. von Bayern, ein historischer Rückblick (Zweibrücken 1901).
 
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Luitprand, s. Meyers Liutprand.
 
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Lujan, Distriktshauptort in der argentin. Provinz Buenos Aires, am Fluß L. und an der Bahn Buenos Aires-Bragado, mit starker Obstzucht und 5000 Einw.