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Luftziegel bis Lugdūnum (Bd. 6, Sp. 831 bis 832)
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Artikelverweis Luftziegel, s. Meyers Kappziegel und Meyers Mauersteine.
 
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Luftzünder, s. Pyrophore.
 
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Luga, 1) Fluß im russ. Gouv. St. Petersburg, mündet nach einem Laufe von 291 km nördlich von Narwa in den Finnischen Meerbusen. An ihm liegt die gleichnamige Kreisstadt, Station der St. Petersburg-Warschauer Bahn, mit (1897) 5687 Einw. 2) Kreis der heutigen franz. Kolonie Senegal in Westafrika, mit (1901) 3674 Einw.
 
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Luganer See (ital. Lago di Lugano, mit Vorliebe il Ceresio genannt, s. Karte »Schweiz«), ein buchtenreiches, wald- und felsumkränztes, mit Ortschaften und Villen umsäumtes Wasserbecken am Südfuß der Alpen, 274 m ü. M., das die Reize der italienischen Landschaft mit der Alpennatur vereinigt und daher zu den besuchtesten Seen der Alpen gehört. Von der Gesamtfläche von 50,46 qkm gehören 19,49 qkm zum schweizerischen Kanton Tessin, 30,97 qkm zur italienischen Provinz Como. Die Länge von Porlezza nach Ponte Tresa beträgt 35, die größte Breite Lugano-Cavallino 3, die mittlere Breite 1 km. Die Maximaltiefe, am Eingang in den (obern) Arm von Porlezza, beträgt 288 m. Von der Enge von Melide an nimmt die Tiefe rasch ab, so daß sie in den »untern« Golfen (von Capolago, Porto und Agno) höchstens 8494 m, in dem Laghetto, dem Anhängsel zwischen Laveno und Ponte Tresa, bloß 50 m beträgt. Das größte Gewässer, das dem L. zufließt, ist der Agno, der am Camoghé entspringt. Die Entwässerung erfolgt durch die Tresa nach dem 77 m tiefer gelegenen Lago Maggiore. Seit 1874 zieht am Ufer entlang eine der zum Netz der Gotthardbahn gehörigen tessinischen Talbahnen: Lugano-Melide-Mendrisio-Chiasso; diese Linie überschreitet den See auf dem Damm von Melide. Seit 1856 hat der See Dampfschiffahrt, an deren Endpunkten die Bahnlinien Porlezza-Menaggio (am Comersee), Ponte Tresa-Luino (am Lago Maggiore) und Porto Ceresio-Varese sich anschließen.
 
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Lugāno (deutsch Lauis), Stadt und Bezirkshauptort im schweizer. Kanton Tessin, früher mit Bellinzona und Locarno abwechselnd die kantonale Hauptstadt, in wundervoller Lage am Luganer See, 277 m ü. M., mit der Station der Gotthardbahn (338 m) durch Drahtseilbahn verbunden. Rings um die Stadt, auf den Uferterrassen, schimmern Landhäuser aus dem Grün der Reblauben und Kastanien, der Mandel-, Maulbeer-, Orangen- und Ölbäume; das schönste Panorama entfaltet sich auf dem nahen San Salvatore (909 m), auf den eine Drahtseilbahn führt. Zu den bemerkenswertesten Gebäuden gehören die nach Bramantes Plan erbaute, aber unvollendete St. Lorenz- oder Stiftskirche mit wundervoller Fassade, die Kirche Santa Maria degli Angeli mit einer Kreuzigung von B. Luini, die Kirchen Santa Marta und San Rocco. Die Stadt hat seit 1853 nur zwei Klöster. Sie zählt (1900) 9553 meist kath. Einwohner. Die achttägige Oktobermesse ist ein bedeutender Viehmarkt: bis 10,000 Stück Rindvieh (weniger Pferde) werden zugeführt. L. hat eine Eisenkonstruktions- und Wagenbauwerkstätte, Fabriken für Möbel, Schokolade, Teigwaren etc., ferner bedeutenden, durch vier Banken unterstützten Handel mit Wein und Seide und ist Sitz eines deutschen Vizekonsuls, hat ein Gymnasium, Kantonsgericht, eine Technische Schule, ein kantonales Lyzeum, ein Priesterseminar und ein neues Theater (1896). L. hat großen Fremdenverkehr und ist wegen seiner gemäßigten Sommerwärme und des relativ warmen Winters als Luftkurort sehr besucht. Die mittlere Temperatur im Winter beträgt 2,8, im Frühling 11,5, im Sommer 20,8, im Herbst 11,6°; die mittlere Jahrestemperatur 11,8°. Jenseit des Sees liegen die sogen. Windkeller von Caprino (cantine di Caprino), natürliche Höhlungen im Felsen, in denen sich der Wein vortrefflich hält. Vgl. Cornils, Lugano, topographisch-klimatologische und geschichtliche Skizze (Basel 1882) und L. und seine Umgebung (2. Aufl., Lugano 1898); Hardineyer, Lugano (3. Aufl., Zürich 1903); Krah, Der klimatische Kurort L. (Neuwied 1893).
 
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Lugansk, Kreisstadt des Kreises Slawjanoserbsk im russ. Gouv. Jekaterinoslaw, an der Lugan, einem Nebenfluß des nördlichen Donez, und an der Katharinenbahn, hat 4 Kirchen und (1900) 34,175 Einw. Die 1795 hier angelegte staatliche Eisengießerei hatte nur kurzen Bestand. Das Aufblühen des Ortes datiert erst seit etwa 1890, als sich der südrussische Kohlenbergbau und die Hüttenindustrie rasch zu heben begannen. Jetzt hat L. mehrere Fabriken, darunter die große Hartmannsche Maschinenfabrik, sowie auch ansehnlichen Handel. L. ist Sitz der Zentral-Bergwerksdistriktsverwaltung für den westlichen Teil des Donezkischen Steinkohlenbeckens.
 
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Luganskij, Kosak, Pseudonym, s. Meyers Dahl 2).
 
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Lugard (spr. löggard), Sir Frederick, engl. Afrikareisender, geb. 22. Jan. 1858 im Fort George zu Madras, nahm als Offizier in der indischen Armee 18791880 am afghanischen Feldzug teil, kämpfte mit Auszeichnung 1885 im Sudân, 188687 in Birma, befehligte 1888 eine Expedition gegen Sklavenhändler am Nyassasee und trat 1889 in den Dienst der Englischen Ostafrikanischen Gesellschaft. 1890 zog er von Mombas zum Victoria Niansa, schloß 26. Dez. mit dem König Mwanga von Uganda einen Schutzvertrag und führte im Mai 1891 einen siegreichen Feldzug gegen den König Kabrega von Unioro. Darauf ging er durch Buddu zum Albert Edward-See, dann nach Kavalli am Albert-Niansa, wo er die Reste der ehemaligen Äquatorialarmee Emins für die Dienste seiner Gesellschaft anwarb, und kehrte durch Unioro nach Uganda zurück. Im Bürgerkrieg, der Anfang 1892 in Uganda ausbrach, unterstützte L. die protestantische Partei und vertrieb den König Mwanga und die Katholiken nach den Inseln und der Provinz Buddu. Nach geschlossenem Frieden nach England zurückgekehrt, unternahm L. 1894 im Auftrag der Royal Niger Company einen Zug von der Nigermündung nach Borgu, wo er 5. Nov. in Nikki, den Franzosen zuvorkommend, einen Schutzvertrag abschloß. 189697 führte er eine Forschungsexpedition nach dem Ngamisee und war 1897 bis 1899 königlicher Kommissar für die Haussastaaten (Hinterland von Nigeria und Lagos) und Befehlshaber der westafrikanischen Grenztruppen. Anfang 1900 wurde ihm nach der Übernahme der Ländereien der Royal Niger Company durch die britische Regierung der Titel eines Oberkommissars für Nordnigeria mit dem Rang eines Brigadegenerals verliehen. Dies wichtige Protektorat festigte und erweiterte L. 19011903 durch Einverleibung von Meyers Jola (s. d.), Kano (s. d.) und die Unterjochung von Sokoto. Er veröffentlichte: »The rise of our East-African Empire, or early efforts in Uganda and Nyassaland« (Lond. 1893, 2 Bde.) und »Story of the Uganda Protectorate« (das. 1900). Seine Gattin, Tochter des Generals Shaw, bereiste im Auftrag der »Times« Südafrika, Australien, Kanada und Klondike und schrieb unter anderm: »A tropical dependency, Northern Nigeria« (1905).

[Bd. 6, Sp. 832]



 
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Lugau, Landgemeinde in der sächs. Kreis- und Amtsh. Chemnitz, an der Staatsbahnlinie Höhlteich-Wüstenbrand, 408 m ü. M., hat eine evang. Kirche, bedeutenden Steinkohlenbergbau, Kammgarnspinnerei, Maschinen- und Schuhfabrikation, Eisengießerei, Kesselschmiederei und (1900) 7681 Einw.
 
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Lügde (spr. lüde), Stadt im preuß. Regbez. Minden, Kreis Höxter, an der Emmer, mit 2 Bahnhöfen an der Staatsbahnlinie Hannover-Altenbeken, hat eine evangelische und 2 kath. Kirchen (darunter die romanische St. Kilianskirche aus dem 11. Jahrh.), alte Ringmauern, Zigarrenfabrikation, Bereitung von Käse und (1900) 2624 meist kath. Einwohner. In L. (Villa Ludihi) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
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Lugdūnum, s. Lugudunum.

 

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111) Natal
 ... (s. d.). Die Küste von N. wurde zuerst Weihnachten 1497 von Vasco da Gama erreicht und, weil er am
 ... 1497 von Vasco da Gama erreicht und, weil er am Weihnachtstag ( dies natalis Domini ) hierher kam, N. genannt. Um
 
112) Neujahr
 ... die Neujahrsgratulationen, in Frankreich und Belgien, wo man dagegen die Weihnachtsgeschenke nicht kennt, auch die Neujahrsgeschenke ( étrennes ) erhalten. In
 
113) Noël
 ... Noël (franz., spr. noäl), Weihnachten; Weihnachtslied (insbes. in mundartlicher Sprache).
 ... Noël (franz., spr. noäl), Weihnachten; Weihnachtslied (insbes. in mundartlicher Sprache).
 
114) Oberufer
 ... eingewanderten Deutschen aus der Gegend des Bodensees dorthin verpflanzten deutschen Weihnachts - und Osterspiele aus dem 16. Jahrh., die noch vor
 ... von den Bewohnern ausgeführt wurden. Vgl. Schröer , Deutsche Weihnachtsspiele aus Ungarn (Wien 1858, neue Ausg. 1862).
 
115) Öhmichen
 ... ein Begräbnistag in Westfalen (1880), glückliches Heim, die Geschwister, zur Weihnachtszeit (1891), beim Vesperbrot, beim Großvater, der Prozeßbauer (1895), Krautjunker (1901)
 
116) Oktave
 ... besonderer Weise erhöhen; solche Feste ( cum octava ) sind: Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Epiphanie, Fronleichnam, Christi Himmelfahrt, dann Empfängnis, Geburt, Himmelfahrt
 
117) Opitz
 ... des Erzherzogs Karl vom Kaiser Ferdinand II. eigenhändig gekrönt; später (Weihnachten 1627) wurde er als O. von Bob er feld
 
118) Oratōrium
 ... des italienischen Opernkomponisten zu der Zeit ganz aufgegeben hatte. Das Weihnachtsoratorium Bachs gehört der Form nach durchaus zu den Passionen. Von
 
119) Ostergebräuche
 ... Ostergebräuche . Gleich dem Weihnachtsfest gilt Ostern (s. d.) als ein Freudenfest,
 
120) Österreich
 ... Reformprojekt in den vom Ministerpräsidenten kundgegebenen Grundzügen aussprachen. Die parlamentarischen Weihnachtsferien vom 19. Dez. 1905 bis 30. Jan. 1906 wurden zu
 
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