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Ludwigsruhe bis Lufira (Bd. 6, Sp. 795 bis 796)
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Artikelverweis Ludwigsruhe, Lustschloß, s. Meyers Langenburg 1).
 
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Ludwigsstadt, Flecken im bayr. Regbez. Oberfranken, Bezirksamt Teuschnitz, an der Loquitz, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Hochstadt-Probstzella und L.-Lehesten, 444 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Amtsgericht, Forstamt, Schieferbrüche, Schiefertafel- und Kistenfabrikation, Dampfbrauerei, Schneidemühlen und (1900) 1465 meist evang. Einwohner. L. erhielt 1325 vom Grafen von Orlamünde Stadtrecht, was Karl IV. 1377 bestätigte. Es fiel 1622 an das Fürstentum Bayreuth und durch Tausch gegen das Amt Enchenreuth 1803 von Preußen an Bayern.
 
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Lueg (spr. lū-ĕg), Paß, Talenge der Salzach zwischen dem Tennengebirge (östlich) und dem Hagengebirge (westlich) im Herzogtum Salzburg, 547 m ü. M., 8 km lang, wird von der Straße von Golling nach Werfen und von der Staatsbahnlinie Salzburg-Bischofshofen (von letzterer an der engsten Stelle mittels eines 928 m langen Tunnels) durchzogen. An den Felswänden sind kesselförmige Vertiefungen, die Öfen der Salzach, ausgewaschen worden, die zugänglich gemacht sind. Der Paß ist seit dem 14. Jahrh. befestigt und wurde 1805 und 1809 von den Landesschützen unter Joseph Struber gegen die Franzosen und Bayern erfolgreich verteidigt, woran ein 1898 errichtetes Denkmal erinnert.
 
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Lueger (spr. lū-ĕger), 1) Otto, Ingenieur, geb. 13. Okt. 1843 in Thengen (Baden), studierte am Polytechnikum in Karlsruhe, arbeitete seit 1866 an den Wasserwerken daselbst, seit 1871 an der Frankfurter Quellwasserleitung und wurde 1874 Vorstand des Tiefbauamts in Freiburg i. Br. Seit 1878 lebte er als Zivilingenieur und beschäftigte sich mit Wasserversorgungs-, Kanalisationsarbeiten etc. 1895 wurde er außerordentlicher, 1903 ordentlicher Professor des Wasserbaues an der Technischen Hochschule in Stuttgart. Er schrieb: »Die Brunnenleitung der Stadt Freiburg« (Freib. 1879); »Theorie der Bewegung des Grundwassers in den Alluvionen der Flußgebiete« (Stuttg. 1883); »Die Wasserversorgung der Stadt Lahr« (Lahr 1884); »Die Wasserversorgung der Städte« (Darmst. 189095); »Wasserversorgung der Gebäude« (in Durms »Handbuch der Architektur«, das. 1890); auch gab er heraus: »Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften« (Stuttg. 189499, 7 Bde.; 2. Aufl. 1904 ff.).
   2) Karl, österreich. Politiker, geb. 24. Okt. 1844 in Wien, studierte die Rechte und ward 1874 Advokat daselbst. Seit 1875 Mitglied des Wiener Gemeinderats, spielte er zunächst als Demokrat, später als Antisemit eine Rolle und bekämpfte dann die liberale Verfassungspartei. Als Vorkämpfer der antisemitischen Bewegung wurde er im fünften Wiener Bezirk 1885 und 1891 in das Abgeordnetenhaus gewählt, wo er, wie im niederösterreichischen Landtage, dem er seit 1890 angehört, als Wortführer der Antisemiten auftrat. Sein Hauptziel war der Sturz der liberalen Gemeinderatsmehrheit und die Erlangung des Bürgermeisteramtes. Schon im Mai 1895 wurde er Vizebürgermeister, nachdem der nur mit kleiner Mehrheit gewählte liberale erste Vizebürgermeister Richter die Wahl ablehnte. Da auch der Bürgermeister Grübl sein Amt niederlegte, erhielt bei der Neuwahl 29. Mai L. die gesetzliche Mindestziffer von 70 Stimmen, nahm aber die Wahl nicht an, und da daraufhin der Gemeinderat aufgelöst und ein Regierungsvertreter eingesetzt wurde, erlosch auch sein Mandat als Vizebürgermeister. Durch eine unermüdliche Agitation im Bunde mit den Klerikalen und deutschnationalen Antisemiten erreichte er, daß die Gemeinderatswahlen im September 1895 eine überwiegende antisemitische Mehrheit ergaben, worauf er 29. Okt. mit 93 Stimmen zum Bürgermeister gewählt wurde; doch verweigerte ihm der Kaiser die Bestätigung. Und als der Gemeinderat ihn 13. Nov. von neuem wählte, erfolgte dessen Auflösung mit Einsetzung eines Regierungskommissars. Die Krise fand ihre Lösung, als L. nach abermaliger Wahl zum Bürgermeister (18. April 1896) und einer Audienz beim Kaiser (27. April) freiwillig auf die Würde verzichtete, worauf 6. Mai die Wahl Strobachs zum Bürgermeister und Luegers zum ersten Vizebürgermeister anstandslos erfolgte. Am 8. April 1897 wurde er dann zum Bürgermeister gewählt und vom Kaiser bestätigt. Vgl. Tomola, Unser Bürgermeister Dr. Carl L., Festschrift (Wien 1904).
 
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Luegg (spr. lū-ĕgg, slowen. Predjama), Dorf in Krain, zur Gemeinde Bukuje der Bezirksh. Adelsberg gehörig, in einer Doline des Birnbaumer Waldes, am Abhang einer 123 m hohen Felswand, die fünf Grotten enthält, gelegen, mit einem Schloß (1570), einer alten Höhlenburg und (1900) 257 slowen. Einw.
 
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Lueglochhöhle, große Kalksteinhöhle bei Semriach in Steiermark, von einem zur Mur gehenden Bach durchflossen. Im Mai 1894 wurden hier 7 Personen aus Graz infolge Hochwassers eingeschlossen und erst nach 81/2 Tagen gerettet. Seither ist die Höhle zugänglicher gemacht worden.
 
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Luës (lat.), Seuche, besonders epidemische, auch Viehseuche; von den Ärzten oft, um das bekannte Wort Syphilis zu vermeiden, für diese gebraucht. L. divina, soviel wie Epilepsie; luëtisch, syphilitisch etc.

[Bd. 6, Sp. 796]



 
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Luffa L. (Schwammkürbis), Gattung der Kukurbitazeen, einjährige, kletternde, monözische oder diözische Kräuter mit wechselständigen, gestielten, fünf- bis siebenlappigen, rauhen Blättern, meist ansehnlichen gelben, selten weißen, in Trauben stehenden männlichen, einzeln stehenden weiblichen Blüten und zylindrischen oder länglichen, runden oder scharfkantigen, glatten oder stachligen, oft großen Früchten mit stark entwickeltem Gefäßbündelnetz. Sieben Arten, von denen sechs in den Tropen der Alten Welt, eine in Amerika vorkommen. L. cylindrica Röm., in den Tropen der Alten Welt, in Amerika kultiviert und verwildert, hat eine nicht stachlige, nicht scharfkantige Frucht, die wie die Blätter gegessen wird. Das Gefäßbündelnetz liefert den vegetabilischen oder Luffaschwamm, ein zierliches weißes Geflecht, das in trocknem Zustand hart und rauh sich anfühlt, in Wasser aber erweicht und dann statt des Badeschwammes zum Frottieren der Haut benutzt werden kann. Es dient auch zu Schuhsohlen, Bilderrahmen, Mützen, Badepantoffeln, Sattelunterlagen, Körbchen und kommt besonders aus Japan, weniger aus Ägypten in den Handel. Von L. acutangula Roxb., aus dem tropischen Asien, durch Kultur über die Tropen verschleppt, auch in Amerika eingeführt, werden die unreifen scharfkantigen, aber glatten Früchte wie Gurken gegessen, Wurzeln und Samenöl arzneilich benutzt.
 
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Lufft, Hans, Buchdrucker und Buchhändler, geb. 1495, gest. 2. Sept. 1584 in Wittenberg, begründete 1525 eine eigne Offizin in Wittenberg und erhielt den Beinamen »der Bibeldrucker«, weil er zuerst Luthers Übersetzung der ganzen Bibel in zwei Quartbänden im Druck vollendete (1534), während der Beginn der diesem ersten Gesamtdruck vorangehenden Teilausgaben der Bibelübersetzung durch Melchior Lotther mit dem Neuen Testament im September 1522 (sogen. Septemberbibel), die schon im Dezember d. J. wieder aufgelegt wurde (sogen. Dezemberbibel), gemacht war. Von 1534 an blieb der Druck der Lutherschen Bibelübersetzung in Wittenberg in Luffts Händen, die er bis zu seinem Tod in mehr als 100,000 Exemplaren ausgab. Er druckte auch fast alle sonstigen Schriften Luthers. Seit 1550 war er Ratsherr und seit 1563 Bürgermeister von Wittenberg. In Königsberg hatte er 154953 eine Filialdruckerei. Über die unter seinem Namen angeblich in Marburg gedruckten englischen Bücher vgl. v. Dommer, Die ältesten Drucke aus Marburg in Hessen 15271566 (Marb. 1892). Seine Biographie schrieb Zeltner (Altdorf 1727).
 
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Lufidschi (Lufiji), Fluß in Deutsch-Ostafrika, s. Meyers Rufidschi.
 
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Lufira (Lufila), rechter Nebenfluß des Lualaba (s. d.), entwässert das kupferreiche Katanga. Er ist wohl neben Lualaba und Luapula als dritter Hauptquellfluß des Kongo anzusehen.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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