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Ludjende bis Ludus (Bd. 6, Sp. 772 bis 773)
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Artikelverweis Ludjende (Lujende, Lujenda), rechter Nebenfluß des Rovuma (s. d.) in Portugiesisch-Ostafrika.
 
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Ludlow (spr. löddlo), Stadt (municipal borough) im südlichen Shropshire (England), in malerischer Lage am Teme, mit der gotischen St. Lorenzkirche (von Scott restauriert), umfangreichen Schloßruinen, geologischem Museum, alter Lateinschule, Getreidemühlen, Gerberei und (1901) 4552 Einw. Das Schloß (aus dem 12. Jahrh.) war ehemals Sitz der Gouverneure von Wales; hier schrieb Milton seinen »Comus«.
 
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Ludlowgruppe, Schichten der Silurischen Meyers Formation (s. d.), bei Ludlow in England typisch entwickelt.
 
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Ludmilla (Ludmila, Lidmila), Heilige, Gemahlin Borschiwojs, des ersten christlichen Herzogs von Böhmen, und Großmutter des heil. Wenzel, den sie erzog, die Schutzheilige Böhmens. Sie ward 927 auf Befehl ihrer heidnischen Schwiegertochter Drahomira ermordet. Ihr Leib ruht in der St. Georgskirche zu Prag. Tag: 16. September.
 
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Ludolf, Hiob, berühmter Orientalist, der Begründer des Studiums der äthiopischen Sprache und Literatur in Europa, geb. 15. Juni 1624 in Erfurt, gest. 8. April 1704 in Frankfurt a. M., studierte seit 1639 in seiner Geburtsstadt und in Leiden, bereiste seit 1647 die Niederlande, Frankreich, England und Italien, wo er in Rom von dem Abessinier Gregorius im Äthiopischen unterwiesen wurde, Schweden und Dänemark, ward 1675 Kammerdirektor in Altenburg, siedelte drei Jahre später nach Frankfurt a. M. über, ward 1681 Kammerdirektor beim Kurfürsten von der Pfalz und 1690 Präsident des Collegium imperiale historicum. L. soll 25 Sprachen verstanden haben. Seine Hauptschriften sind: »Sciagraphia historiae aethiopicae« (Jena 1676); »Historia aethiopica« (Frankf. 1681, auch englisch, französisch und holländisch) nebst »Commentarius« (das. 1691) und »Appendices« (169394); »Grammatica linguae amharicae«

[Bd. 6, Sp. 773]


(das. 1698); »Lexicon amharico-latinum« (das. 1698); »Lexicon aethiopico-latinum« (2. Aufl., das. 1699); »Grammatica aethiopica« (2. Aufl., das. 1702); eine Ausgabe des äthiopischen Psalters mit lateinischer Übersetzung (das. 1701) u. a. Sein Leben beschrieb Chr. Juncker (Leipz. u. Frankf. 1710). Vgl. J. Flemming, L. (in den »Beiträgen zur Assyriologie«, Bd. 1 u. 2, Leipz. 1890 u. 1891).
 
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Ludolff, M., Pseudonym, s. Meyers Huyn.
 
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Ludolfsche Zahl, s. Meyers Kreis, S. 626.
 
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Ludovika-Akademie, s. Meyers Militär-Akademie und Österreichisch-Ungarische Monarchie (Heerwesen).
 
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Ludovīsi, Villa, eine aus einem großen Garten, einem Palast, einer Statuengalerie und einem Kasino bestehende Anlage im Norden Roms, die auf dem Terrain der Gärten des Sallust vom Kardinal Ludovico Ludovisi seit 1622 errichtet worden war, in neuerer Zeit aber wegen der Erweiterung der Stadt parzelliert und bebaut worden ist. Nur das von dem Maler Domenichino erbaute Casino dell' Aurora (so nach einem Deckenfresko von Guercino benannt) ist erhalten geblieben. Die Gartenanlagen waren von Lenôtre entworfen worden. Die früher hier befindliche Sammlung von antiken Skulpturen, die berühmte Werke, wie die Hera Ludovisi (s. Meyers »Hera« und Tafel Meyers »Bildhauerkunst III«, Fig. 5), den Mars Ludovisi (s. Meyers Ares), den Gallier und sein Weib (Tafel VI. Fig. 1), die Gruppe Elektra und Orestes von Menelaos und andre bedeutende Kunstwerke enthielt, wurde 1891 nach dem auf dem Terrain der Villa L. befindlichen Palazzo Buoncampagni-Piombino überführt, aber 1900 für 1,400,000 Lire vom Staat angekauft und provisorisch im Nationalmuseum in den Diokletiansthermen aufgestellt, während der Palast (jetzt Villa Regina Margherita) zum Witwensitz der Königin Margherita eingerichtet wurde. Die Antiken sollen später in einem neuen Museo Umberto I., das auf dem Terrain der Villa Borghese erbaut werden soll, ihren Platz finden. Vgl. Schreiber, Die antiken Bildwerke der Villa L. in Rom (Leipz. 1880).
 
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Ludskanow, Alexander K., bulgar. Politiker, geb. 1855 in Trnowo, studierte in Konstantinopel, machte von Odessa aus den russisch-türkischen Krieg als Dolmetscher Skobelews mit. Unter Zankow, dessen Schwiegersohn er ward, Sekretär im Ministerium des Äußern, schrieb er Berichte für ausländische Zeitungen, rundete seine Bildung in Paris ab und wurde dann in Sofia Rechtsanwalt. Nach Stambulows Fall zur Sobranje abgeordnet, wurde er 4. März 1901 im Kabinett Karawelow zum Minister für Handel und Ackerbau ernannt und blieb dies auch im Ministerium Danew, wurde jedoch durch die Wiederaufnahme des Prozesses gegen die Mörder Stambülows (Anfang November 1902) als Mitwisser der Verschwörung stark kompromittiert und nahm seinen Abschied.
 
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Ludus (lat.), Spiel, auch Schule; daher ludi magister, Schulmeister. L. (oder Lusus) Helmontii, soviel wie Septarien, s. Meyers Konkretionen.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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