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Luddīten bis Lüder (Bd. 6, Sp. 770 bis 771)
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Artikelverweis Luddīten, in England die Zerstörer der Maschinen in Fabrikstädten (bes. in Sheffield), nach ihrem ersten Anführer, dem Arbeiter Ned Lud, um 1815.
 
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Lude, Le (spr. lüd'), Stadt im franz. Depart. Sarthe, Arrond. La Fleche, am Loir und der Orléansbahn, hat ein schönes Schloß im Renaissancestil (15.17 Jahrh.), Brettsägen, Fabrikation von Holzschuhen, Gerberei und (1901) 2723 (als Gemeinde 3644) Einw.
 
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Lüdecke, Karl Johann, Architekt, geb. 1826 in Stettin, gest. 21. Jan. 1894 in Breslau, erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Bauakademie in Berlin bei Stier und Stüler, wurde dann bei mehreren Bauten in Pyritz (Regbez. Stettin), Schulpforta und Pasewalk beschäftigt, 1836 zum Lehrer an der Kunst- und Baugewerkschule in Breslau und 1856 zum Baurat ernannt. In Schlesien führte er zahlreiche kleinere und größere Bauten aus, unter anderm die 1867 vollendete Neue Börse in Breslau, ein reichverziertes Werk gotischen Stils, ferner die Rathäuser in Striegau und Leobschütz sowie mehrere Schlösser. In Düsseldorf trug er bei der Konkurrenz für das Gebäude des »Malkastens« den ersten Preis davon Das 1871 abgebrannte Stadttheater in Breslau errichtete er nach den Entwürfen von Langhans. Er war eine Zeitlang auch Direktor der Kunstschule in Breslau.
 
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Ludeigen (loteigen, von Los), freies Grundeigentum im Gegensatz zu den von einer Grundherrschaft abhängigen Gütern; s. Meyers Bauerngut, S. 462.
 
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Ludel (veraltet vom holl. lut, »Röhre«), Lunte; Ludelbirne, Pulverflasche; Ludelfaden, Zündschnur; Ludelnadel, Räumnadel für das Zündloch.
 
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Lüdemann, 1) Karl, prot. Theolog, geb. 6. Juli 1805 in Kiel, gest. daselbst 18. Febr. 1889, ward 1831 Prediger an der dortigen Nikolaikirche, 1834 Kloster- und Garnisonprediger und Privatdozent, 1839 außerordentlicher, 1841 ordentlicher Professor und 1855 Kirchenrat. Unter seinen Schriften sind außer Predigten (»Aus dem Wort des Lebens«, Kiel 1863) hervorzuheben: »Die sittlichen Motive des Christentums« (das. 1841); »Über das Wesen des protestantischen Kultus« (das. 1846); »Zur Bekenntnisfrage« (das. 1862); »Erinnerung an Klaus Harms und seine Zeit« (das. 1878). Ein religiöses Glaubensbekenntnis legte er ab in dem dichterischen Erguß: »Die Heiligtümer der Menschheit« (Kiel 1873).
   2) Hermann, Theolog, Sohn des vorigen, geb. 15. Sept. 1842 in Kiel, habilitierte sich 1873 in Kiel, wo er 1878 außerordentlicher Professor wurde, und folgte 1884 einem Ruf als ordentlicher Professor nach Bern. Er schrieb unter anderm: »Die Anthropologie des Apostels Paulus« (Kiel 1872); »Die neuere Entwickelung der protestantischen Theologie« (Brem. 1885); »Reformation und Täufertum« (Bern 1896); »Individualität und Persönlichkeit« (das. 1900).
 
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Luden, Heinrich, Geschichtschreiber, geb. 10. April 1780 zu Loxstedt im Regbez. Stade, gest. 23. Mai 1847 in Jena, studierte in Göttingen Theologie und Geschichte, war Hauslehrer bei dem Staatsrat Hufeland in Berlin, kehrte nach Göttingen zurück und schrieb die Biographien von Chr. Thomasius (1805), Hugo Grotius (1806) und Sir William Temple (1808). 1806 als außerordentlicher Professor der Geschichte nach Jena berufen, ward er 1808 Honorarprofessor und 1810 ordentlicher Professor der Geschichte daselbst, und war 182032 tätiges Mitglied der Landstände des Großherzogtums Weimar-Eisenach. Die Geschichtswissenschaft befruchtete er durch geistige Belebung der Tatsachen und geschmackvollere Form der Darstellung. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: »Kleine Aufsätze meist historischen Inhalts« (Götting. 1808, 2 Bde.); »Ansichten des Rheinbundes« (das. 1808, 2. Aufl. 1809); »Einige Worte über das Studium der vaterländischen Geschichte« (Jena 1809, neue Aufl. 1828); »Handbuch der Staatsweisheitslehre oder der Politik« (das. 1811); » Handbuch der allgemeinen Geschichte der Völker und Staaten des Altertums« (das. 1814, 3. Aufl. 1824) und »Allgemeine Geschichte der Völker und Staaten des Mittelalters« (das. 182122, 2 Bde.; 2. Aufl. 1824); »Nemesis, Zeitschrift für Politik und Geschichte« (Weim. 181418, 12 Bde.); »Allgemeines Staatsverfassungsarchiv« (das. 1816, 3 Bde.); »Geschichte des deutschen Volkes« (Gotha 182537, 12 Bde.), sein Hauptwerk, nur bis 1237 reichend, das aber wegen seiner nüchternen rationalistischen Auffassung des deutschen Mittelalters sehr angefochten wurde, endlich die »Geschichte der Teutschen« (das. 184243, 3 Bde.). Aus seinem Nachlaß erschienen: »Rückblicke in mein Leben« (Jena 1847). Vgl. D. Schäfer, Heinrich L., akademische Festrede (in den »Preußischen Jahrbüchern«, 1881); Herrmann, Die Geschichtsauffassung Ludens im Lichte der gleichzeitigen geschichtsphilosophischen Strömungen (Gotha 1904).
 
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Ludenberg, Dorf im preuß. Regbez. und Landkreis Düsseldorf, bei Gerresheim, hat eine Provinzial-Irrenanstalt (Grafenberg), eine Arbeiterkolonie, Ziegelbrennerei und (1900) 3424 Einw.
 
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Lüdenscheid, Stadt im preuß. Regbez. Arnsberg, Kreis Altena, auf dem Bergrücken zwischen Lenne und Volme, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Hagen-L. und der Schmalspurbahnen Altena-L. und Werdohl-L., 450 m ü. M., hat 2 evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, Kaiser Wilhelm-Denkmal, Bismarcksäule, ein Realgymnasium mit Realschule, Waisenhaus, Amtsgericht, Handelskammer, Reichsbanknebenstelle, bedeutende Metallknopf-, Schnallen-, Haken-, Öfen-, Broschen-, Zündholzdosen-, Uhrgehäuse-, Harmonika-, Schirm- und Stockbeschläge-, Metallblech-, Maschinen-, Zinn-, Britannia- und Alfenidwarenfabrikation, Drahtwalzwerke, Dampfziegeleien etc., bedeutende Eisen- und Kurzwarenhandlungen und (1900)

[Bd. 6, Sp. 771]


25,509 Einw., davon 3251 Katholiken und 161 Juden. Dabei die Landgemeinde L., aus 224 Wohnplätzen bestehend, mit 9360 Einw. L. kam um 1200 an die Grafen von Altena und gehörte später zur Grafschaft Mark, mit der es im 17. Jahrh. an Brandenburg fiel.
 
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Luder (v. mittelhochd. luoder, »Lockspeise«), soviel wie Aas; ludern (anludern), Füchse und andres Raubzeug durch geschlepptes Aas oder Gescheide auf einen Luderplatz locken, wo es von der Luderhütte aus erlegt wird.
 
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Lüder, linksseitiger Nebenfluß der Fulda, entspringt am Vogelsgebirge, fließt in nordöstlicher Richtung und mündet unterhalb Fulda.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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