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Lucumōnes bis Ludel (Bd. 6, Sp. 770)
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Artikelverweis Lucumōnes (lat. Form des etrusk. Lauchme), die Edlen in Etrurien.
 
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Lucus (lat.), ein einer Gottheit geweihter Hain. 1). a non lucendo, eine aus Quintilian (»De institutione oratoria«, I, 6, 34) stammende Redensart, um eine sinnlose Etymologie zu bezeichnen, soviel wie: der Wald heißt lucus, weil es darin nicht hell ist (non lucet). Und doch bedeutet das Wort L. ursprünglich »Lichtung«.
 
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Lud (el-Ludd), s. Diospolis 3).
 
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Ludämilie Elisabeth, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, bekannt als Verfasserin geistlicher Lieder, geb. 7. April 1640, gest. 12. März 1672 als Braut ihres Vetters, des Grafen Christian Wilhelm von Schwarzburg-Sondershausen. Ihre geistlichen Dichtungen erschienen gesammelt u. d. T.: »Die Stimme der Freundin« (1687; neu hrsg. von Thilo, Stuttg. 1856). Ihr Leben beschrieben Thilo (Berl. 1856) und E. Frommel (das. 1874).
 
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Ludbrieg (Ludbrig), Gemeinde im kroatischen Komitat Warasdin, südlich der Drau, am Nordfuß des Kalnikgebirges, mit 1401 (als politische Gemeinde 11,041) kroatischen (katholischen) Einwohnern.
 
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Luddenden Foot (spr. löddenden fut), Stadt im Westbezirk von Yorkshire (England), am Calder, 8 km westlich von Halifax, hat Wollweberei, Färberei und (1901) 3366 Einw.
 
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Luddīten, in England die Zerstörer der Maschinen in Fabrikstädten (bes. in Sheffield), nach ihrem ersten Anführer, dem Arbeiter Ned Lud, um 1815.
 
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Lude, Le (spr. lüd'), Stadt im franz. Depart. Sarthe, Arrond. La Fleche, am Loir und der Orléansbahn, hat ein schönes Schloß im Renaissancestil (15.17 Jahrh.), Brettsägen, Fabrikation von Holzschuhen, Gerberei und (1901) 2723 (als Gemeinde 3644) Einw.
 
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Lüdecke, Karl Johann, Architekt, geb. 1826 in Stettin, gest. 21. Jan. 1894 in Breslau, erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Bauakademie in Berlin bei Stier und Stüler, wurde dann bei mehreren Bauten in Pyritz (Regbez. Stettin), Schulpforta und Pasewalk beschäftigt, 1836 zum Lehrer an der Kunst- und Baugewerkschule in Breslau und 1856 zum Baurat ernannt. In Schlesien führte er zahlreiche kleinere und größere Bauten aus, unter anderm die 1867 vollendete Neue Börse in Breslau, ein reichverziertes Werk gotischen Stils, ferner die Rathäuser in Striegau und Leobschütz sowie mehrere Schlösser. In Düsseldorf trug er bei der Konkurrenz für das Gebäude des »Malkastens« den ersten Preis davon Das 1871 abgebrannte Stadttheater in Breslau errichtete er nach den Entwürfen von Langhans. Er war eine Zeitlang auch Direktor der Kunstschule in Breslau.
 
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Ludeigen (loteigen, von Los), freies Grundeigentum im Gegensatz zu den von einer Grundherrschaft abhängigen Gütern; s. Meyers Bauerngut, S. 462.
 
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Ludel (veraltet vom holl. lut, »Röhre«), Lunte; Ludelbirne, Pulverflasche; Ludelfaden, Zündschnur; Ludelnadel, Räumnadel für das Zündloch.