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Lucski bis Lüdecke (Bd. 6, Sp. 769 bis 770)
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Artikelverweis Lucski (spr. lútschki), Badeort im ungar. Komitat Liptau, 2 km von der Kaschau-Oderberger Bahn (Station Liptó-Tepla) entfernt, liegt 599 m ü. M. in einem von Nadelholzwäldern umgebenen Engtal und hat stark kohlensäurehaltige Eisenthermen von 32°, die namentlich bei Blutarmut, Frauen- und Nervenleiden benutzt werden. Das Dorf L. hat (1901) 1352 slowakische (römisch-katholische) Einwohner.
 
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Lucullus, L. Licinius, röm. Feldherr, tat sich im Marsischen Kriege 90 v. Chr. zuerst hervor, dann als Quästor unter Sullas Oberbefehl im ersten Mithradatischen Krieg und wurde 74 als Konsul mit Führung des Krieges zu Lande gegen Mithradates beauftragt. Es gelang ihm, den pontischen König, der nach großen Rüstungen den nach Asien vorausgeeilten Mitkonsul des L., M. Aurelius Cotta, zurückgedrängt hatte und Kyzikos belagerte, zur Aufhebung der Belagerung zu zwingen und sein nach Westen sich zurückziehen des Heer am Fluß Äsepus fast vollständig aufzureiben. Während er darauf, sich nach Osten wendend, mit der Eroberung der Städte des Pontus beschäftigt war, sammelte Mithradates ein neues Herr und nahm mit ihm bei Kabeira Stellung. Hier besiegte ihn L. trotz der Minderzahl seiner Truppen durch seine geschickten Operationen und setzte die Verfolgung bis nach Kleinarmenien so energisch fort, daß Mithradates zu seinem Schwiegersohn Tigranes, dem König von Armenien, seine Zuflucht nahm. Da dieser sich weigerte, Mithradates auszuliefern, brach L. gegen ihn auf (69), schlug am Nikephoros das fast 15fach überlegene feindliche Heer, eroberte Tigranokerta und unternahm nun, um den Gegner mit Einem Schlage zu vernichten, einen Zug in das armenische Hochland gegen Artaxata; aber trotz seines Sieges am Flusse Arsanias meuterten seine Soldaten, die ihm Härte und Rücksichtslosigkeit vorwarfen, und so mußte er nach Mesopotamien zurückgehen. Von da an verließ ihn das Glück; denn als er gegen die beiden Könige 67 sich in Bewegung setzen wollte, verweigerten ihm seine Soldaten den Gehorsam; in Rom hatten gleichzeitig die Ritter, deren Bedrückungen er in der durch Wucherer schwer bedrängten Provinz Asien Einhalt getan hatte, seine Kriegführung als durch Gewinnsucht unnötig in die Länge gezogen angefeindet, und so wurde ihm durch Volksbeschluß in Pompejus ein Nachfolger gegeben, der den ihm eigentlich gebührenden Ruhm der Beendigung des Krieges erntete. Sogar die Ehre des Triumphs wurde ihm bis 63 streitig gemacht. Fortan lebte L. als Privatmann in Rom und genoß die Reichtümer, die er aus Asien mitgebracht hatte, in sprichwörtlich gewordener Üppigkeit (lukullische Gastmäler), blieb daneben jedoch auch edlern Beschäftigungen nicht fremd, öffnete seine Bibliothek allgemeiner Benutzung und machte sein Haus zum Sammelpunkt der Gelehrten, namentlich der Philosophen. Das zweite Buch der ersten Bearbeitung von Ciceros Academica, welches die Erkenntnislehre des Antiochos und Philon enthält, ist nach ihm benannt. Eine Geschichte des Bundesgenossenkriegs, die er als junger Mann in griechischer Sprache verfaßte, ist verloren gegangen Er starb zwischen 58 und 56 im Wahnsinn, unter allgemeiner Teilnahme des Volkes, das ihn wegen seiner milden und vornehmen Gesinnung schätzen gelernt hatte. Eine Biographie von L. besitzen wir unter den »Parallelen« des Plutarch. Bekannt geworden ist er auch dadurch, daß er angeblich den Kirschbaum (cerasus) aus Kerasos in Pontus nach Europa verpflanzte (Weiteres s. Meyers Kirschbaum, S. 71). Sein Sohn, geb. um 64, wurde unter Vormundschaft seines Oheims M. Cato und des Cicero erzogen und fand den Tod bei Philippi 42. L.' jüngerer Bruder, M. Licinius L. oder, wie er nach seiner Adoption durch M. Terentius Varro hieß, M. Terentius Licinianus Varro, war 73 Konsul und drang 72 als Statthalter in Mazedonien auf einem Kriegszug gegen die barbarischen Grenzvölker bis an das Schwarze Meer vor; er starb bald nach seinem Bruder.

[Bd. 6, Sp. 770]



 
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Lucumōnes (lat. Form des etrusk. Lauchme), die Edlen in Etrurien.
 
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Lucus (lat.), ein einer Gottheit geweihter Hain. 1). a non lucendo, eine aus Quintilian (»De institutione oratoria«, I, 6, 34) stammende Redensart, um eine sinnlose Etymologie zu bezeichnen, soviel wie: der Wald heißt lucus, weil es darin nicht hell ist (non lucet). Und doch bedeutet das Wort L. ursprünglich »Lichtung«.
 
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Lud (el-Ludd), s. Diospolis 3).
 
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Ludämilie Elisabeth, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, bekannt als Verfasserin geistlicher Lieder, geb. 7. April 1640, gest. 12. März 1672 als Braut ihres Vetters, des Grafen Christian Wilhelm von Schwarzburg-Sondershausen. Ihre geistlichen Dichtungen erschienen gesammelt u. d. T.: »Die Stimme der Freundin« (1687; neu hrsg. von Thilo, Stuttg. 1856). Ihr Leben beschrieben Thilo (Berl. 1856) und E. Frommel (das. 1874).
 
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Ludbrieg (Ludbrig), Gemeinde im kroatischen Komitat Warasdin, südlich der Drau, am Nordfuß des Kalnikgebirges, mit 1401 (als politische Gemeinde 11,041) kroatischen (katholischen) Einwohnern.
 
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Luddenden Foot (spr. löddenden fut), Stadt im Westbezirk von Yorkshire (England), am Calder, 8 km westlich von Halifax, hat Wollweberei, Färberei und (1901) 3366 Einw.
 
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Luddīten, in England die Zerstörer der Maschinen in Fabrikstädten (bes. in Sheffield), nach ihrem ersten Anführer, dem Arbeiter Ned Lud, um 1815.
 
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Lude, Le (spr. lüd'), Stadt im franz. Depart. Sarthe, Arrond. La Fleche, am Loir und der Orléansbahn, hat ein schönes Schloß im Renaissancestil (15.17 Jahrh.), Brettsägen, Fabrikation von Holzschuhen, Gerberei und (1901) 2723 (als Gemeinde 3644) Einw.
 
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Lüdecke, Karl Johann, Architekt, geb. 1826 in Stettin, gest. 21. Jan. 1894 in Breslau, erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Bauakademie in Berlin bei Stier und Stüler, wurde dann bei mehreren Bauten in Pyritz (Regbez. Stettin), Schulpforta und Pasewalk beschäftigt, 1836 zum Lehrer an der Kunst- und Baugewerkschule in Breslau und 1856 zum Baurat ernannt. In Schlesien führte er zahlreiche kleinere und größere Bauten aus, unter anderm die 1867 vollendete Neue Börse in Breslau, ein reichverziertes Werk gotischen Stils, ferner die Rathäuser in Striegau und Leobschütz sowie mehrere Schlösser. In Düsseldorf trug er bei der Konkurrenz für das Gebäude des »Malkastens« den ersten Preis davon Das 1871 abgebrannte Stadttheater in Breslau errichtete er nach den Entwürfen von Langhans. Er war eine Zeitlang auch Direktor der Kunstschule in Breslau.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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