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Lucrīner See bis Luddenden Foot (Bd. 6, Sp. 769 bis 770)
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Artikelverweis Lucrīner See, im Altertum eine Lagune an der Bai von Bajä und Puteoli, von derselben nur durch einen schmalen Damm getrennt, berühmt wegen ihrer Austern. An der Nordseite trennte ein schmaler Erdstrich den L. S. vom See Avernus (s. d.), den Agrippa mit jenem und dem Meere vereinigen ließ (Julius portus). Der heutige Lago Lucrino wurde durch die vulkanische Erhebung des Monte Nuovo (1538) vom Averner See wieder getrennt. Neben Austern enthält er heute die beliebte Fischart Spigola.
 
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Lucrum (lat.), Gewinn; l. cessans, derjenige Verlust, der in der Einbuße eines Gewinns besteht; lucri bonus odor (»des Gewinnes Geruch ist gut«), Ausspruch des Kaisers Vespasian, als man seine Besteuerung der Kloaken tadelte und für ekelhaft erklärte (vgl. Juvenals »Satiren«, V, 14, 202); lucri causa, des Gewinns wegen.
 
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Lucsivna (spr. lútschiwna, Lautschburg), klimat. Kurort im ungar. Komitat Zips, an der Kaschau-Oderberger Bahn, 759 m ü. M., am Fuße der Hohen Tatra, mit vielbesuchter Kaltwasserheilanstalt und Villenkolonie. Das Dorf L. hat (1901) 468 meist slowakische (evangelische) Einwohner.
 
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Lucski (spr. lútschki), Badeort im ungar. Komitat Liptau, 2 km von der Kaschau-Oderberger Bahn (Station Liptó-Tepla) entfernt, liegt 599 m ü. M. in einem von Nadelholzwäldern umgebenen Engtal und hat stark kohlensäurehaltige Eisenthermen von 32°, die namentlich bei Blutarmut, Frauen- und Nervenleiden benutzt werden. Das Dorf L. hat (1901) 1352 slowakische (römisch-katholische) Einwohner.
 
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Lucullus, L. Licinius, röm. Feldherr, tat sich im Marsischen Kriege 90 v. Chr. zuerst hervor, dann als Quästor unter Sullas Oberbefehl im ersten Mithradatischen Krieg und wurde 74 als Konsul mit Führung des Krieges zu Lande gegen Mithradates beauftragt. Es gelang ihm, den pontischen König, der nach großen Rüstungen den nach Asien vorausgeeilten Mitkonsul des L., M. Aurelius Cotta, zurückgedrängt hatte und Kyzikos belagerte, zur Aufhebung der Belagerung zu zwingen und sein nach Westen sich zurückziehen des Heer am Fluß Äsepus fast vollständig aufzureiben. Während er darauf, sich nach Osten wendend, mit der Eroberung der Städte des Pontus beschäftigt war, sammelte Mithradates ein neues Herr und nahm mit ihm bei Kabeira Stellung. Hier besiegte ihn L. trotz der Minderzahl seiner Truppen durch seine geschickten Operationen und setzte die Verfolgung bis nach Kleinarmenien so energisch fort, daß Mithradates zu seinem Schwiegersohn Tigranes, dem König von Armenien, seine Zuflucht nahm. Da dieser sich weigerte, Mithradates auszuliefern, brach L. gegen ihn auf (69), schlug am Nikephoros das fast 15fach überlegene feindliche Heer, eroberte Tigranokerta und unternahm nun, um den Gegner mit Einem Schlage zu vernichten, einen Zug in das armenische Hochland gegen Artaxata; aber trotz seines Sieges am Flusse Arsanias meuterten seine Soldaten, die ihm Härte und Rücksichtslosigkeit vorwarfen, und so mußte er nach Mesopotamien zurückgehen. Von da an verließ ihn das Glück; denn als er gegen die beiden Könige 67 sich in Bewegung setzen wollte, verweigerten ihm seine Soldaten den Gehorsam; in Rom hatten gleichzeitig die Ritter, deren Bedrückungen er in der durch Wucherer schwer bedrängten Provinz Asien Einhalt getan hatte, seine Kriegführung als durch Gewinnsucht unnötig in die Länge gezogen angefeindet, und so wurde ihm durch Volksbeschluß in Pompejus ein Nachfolger gegeben, der den ihm eigentlich gebührenden Ruhm der Beendigung des Krieges erntete. Sogar die Ehre des Triumphs wurde ihm bis 63 streitig gemacht. Fortan lebte L. als Privatmann in Rom und genoß die Reichtümer, die er aus Asien mitgebracht hatte, in sprichwörtlich gewordener Üppigkeit (lukullische Gastmäler), blieb daneben jedoch auch edlern Beschäftigungen nicht fremd, öffnete seine Bibliothek allgemeiner Benutzung und machte sein Haus zum Sammelpunkt der Gelehrten, namentlich der Philosophen. Das zweite Buch der ersten Bearbeitung von Ciceros Academica, welches die Erkenntnislehre des Antiochos und Philon enthält, ist nach ihm benannt. Eine Geschichte des Bundesgenossenkriegs, die er als junger Mann in griechischer Sprache verfaßte, ist verloren gegangen Er starb zwischen 58 und 56 im Wahnsinn, unter allgemeiner Teilnahme des Volkes, das ihn wegen seiner milden und vornehmen Gesinnung schätzen gelernt hatte. Eine Biographie von L. besitzen wir unter den »Parallelen« des Plutarch. Bekannt geworden ist er auch dadurch, daß er angeblich den Kirschbaum (cerasus) aus Kerasos in Pontus nach Europa verpflanzte (Weiteres s. Meyers Kirschbaum, S. 71). Sein Sohn, geb. um 64, wurde unter Vormundschaft seines Oheims M. Cato und des Cicero erzogen und fand den Tod bei Philippi 42. L.' jüngerer Bruder, M. Licinius L. oder, wie er nach seiner Adoption durch M. Terentius Varro hieß, M. Terentius Licinianus Varro, war 73 Konsul und drang 72 als Statthalter in Mazedonien auf einem Kriegszug gegen die barbarischen Grenzvölker bis an das Schwarze Meer vor; er starb bald nach seinem Bruder.

[Bd. 6, Sp. 770]



 
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Lucumōnes (lat. Form des etrusk. Lauchme), die Edlen in Etrurien.
 
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Lucus (lat.), ein einer Gottheit geweihter Hain. 1). a non lucendo, eine aus Quintilian (»De institutione oratoria«, I, 6, 34) stammende Redensart, um eine sinnlose Etymologie zu bezeichnen, soviel wie: der Wald heißt lucus, weil es darin nicht hell ist (non lucet). Und doch bedeutet das Wort L. ursprünglich »Lichtung«.
 
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Lud (el-Ludd), s. Diospolis 3).
 
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Ludämilie Elisabeth, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, bekannt als Verfasserin geistlicher Lieder, geb. 7. April 1640, gest. 12. März 1672 als Braut ihres Vetters, des Grafen Christian Wilhelm von Schwarzburg-Sondershausen. Ihre geistlichen Dichtungen erschienen gesammelt u. d. T.: »Die Stimme der Freundin« (1687; neu hrsg. von Thilo, Stuttg. 1856). Ihr Leben beschrieben Thilo (Berl. 1856) und E. Frommel (das. 1874).
 
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Ludbrieg (Ludbrig), Gemeinde im kroatischen Komitat Warasdin, südlich der Drau, am Nordfuß des Kalnikgebirges, mit 1401 (als politische Gemeinde 11,041) kroatischen (katholischen) Einwohnern.
 
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Luddenden Foot (spr. löddenden fut), Stadt im Westbezirk von Yorkshire (England), am Calder, 8 km westlich von Halifax, hat Wollweberei, Färberei und (1901) 3366 Einw.

 

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