Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Laïschew bis Lajta-Pordány (Bd. 6, Sp. 61 bis 62)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Laïschew, Kreisstadt im russ. Gouv. Kasan, an der Kama, mit (1897) 5439 Einw., wichtig als Landungsplatz für die nach Nishnij Nowgorod gehenden Erzeugnisse Sibiriens. L. wurde 1557 angelegt.
 
Artikelverweis 
Laïsierung, die Versetzung eines Klerikers in den Laienstand; vgl. Laien.
 
Artikelverweis 
Laisse (spr. lässe), die einreimige Strophe von beliebiger Verszahl im altfranzösischen Volksepos, dann auch für Gedichte andern Inhalts verwendet.
 
Artikelverweis 
Laisser-passer (franz., auch laissez-passer, spr. lässē-passë), Passierschein, namentlich zu Kriegszeiten.
 
Artikelverweis 
Laissez aller (franz., spr. lässē allë, oder auch laissez faire, laissez passer, »laß gehen«, nämlich die Welt, wie sie eben geht), eine Formel, für deren Urheber der Physiokrat Gournay gilt, die sich aber schon früher findet. Zuerst soll sie in einer Versammlung von Kaufleuten, die Colbert zwecks Beratung von Mitteln zur Förderung des Handels zusammenberufen hatte, gebraucht worden sein, indem ein Vertreter, Legendre, auf die Frage nach solchen Mitteln die Antwort gegeben haben soll: Laissez nous faire. Die Formel laissez faire kommt zuerst 1751 in einer Abhandlung des Marquis d'Argenson im »Journal économique« vor. Der Sinn dieses Wortes geht dahin, daß bei freier Konkurrenz ohne staatliche Einmischung dem Interesse der Gesamtheit am vollständigsten gedient werde. Ihre Zurückführung auf einen Physiokraten ist insofern berechtigt, als das Physiokratische System (s. d.) in entschiedener Weise die Forderung nach Beseitigung der damaligen Beschränkungen in Handel und Gewerbe und nach Gewährung voller Verkehrsfreiheit aufstellte. Vgl. A. Oncken, Die Maxime Laissez faire et laissez passer, ihr Ursprung etc. (Bern 1886) und Geschichte der Nationalökonomie, Bd. 1 (Leipz. 1902).
 
Artikelverweis 
Laissez faire, s. Meyers Laissez aller.
 
Artikelverweis 
Laistner, Ludwig, Schriftsteller, geb. 3. Nov. 1845 in Eßlingen, gest. 22. März 1896 in Stuttgart, studierte in Tübingen Theologie und war über zwei Jahre im Pfarramt tätig, worauf er in München eine Hauslehrerstelle übernahm. Nachdem er später seine Entlassung aus dem Kirchendienst erhalten, behielt er seinen Wohnsitz in München bei, wo er sich seit 1880 ausschließlich literarischer Tätigkeit widmete; 1891 siedelte er nach Stuttgart über. Er schrieb: »Das Recht in der Strafe« (Münch. 1872); »Barbarossas Brautwerber«, episches Gedicht (Stuttg. 1875); »Nebelsagen« (zur deutschen Mythologie, das. 1879); »Golias«, Übersetzung lateinischer Vagantenlieder des Mittelalters (das. 1879); »Novellen aus alter Zeit«

[Bd. 6, Sp. 62]


(Berl. 1882); »Der Archetypus der Nibelungen« (Münch. 1887); »Das Rätsel der Sphinx. Grundzüge einer Mythengeschichte« (Berl. 1889, 2 Bde.); »Germanische Völkernamen« (Stuttg. 1892). Mit Paul Heyse gab er den »Neuen deutschen Novellenschatz« (188488, 24 Bde.) heraus.
 
Artikelverweis 
Laiton (franz., spr. lätóng), Messing; vgl. Lattun.
 
Artikelverweis 
Laja, Nebenfluß des Biobio in Chile.
 
Artikelverweis 
Lajosmizse (spr. lájoschmische), Großgemeinde im ungar. Komitat Pest, Endpunkt der Lokalbahn Budapest-L., mit (1900) 10,018 magyarischen (meist kath.) Einwohnern.
 
Artikelverweis 
Lajta-Pordány, Ort, s. Meyers Prodersdorf.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 101 bis 110 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
Artikel 101 bis 110 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer